12 September 2016

Uniper läutet neue Ära ein – was Anleger jetzt beachten müssen

Lange Jahre schafften es die Papiere von Versorgern wie RWE oder E.ON als Witwen- und Waisenpapiere in die Depots vieler Anleger. Sie warfen vergleichsweise attraktive Dividenden ab und machten Anlegern als defensive Aktien mit einer konstanten Wertentwicklung Freude. Das hat sich allerdings seit der Energiewende im Jahr 2011 drastisch geändert, sie macht den beiden deutschen Energieunternehmen zu schaffen. Mit der Ausgliederung ihrer Kernkraftsparten soll das Unternehmensprofil geschärft und der Weg in eine bessere Zukunft gelingen.
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Die wichtigsten Punkte im Überblick:

  • Die deutschen Versorger RWE und E.ON stehen vor einem Neustart und spalten ihre Zukunftsfelder aus dem Bereich der erneuerbaren Energien ab.
  • Kraftwerkstochter Uniper wird mittelfristig eigenständig sein, E.ON fokussiert sich ganz auf erneuerbare Energien.
  • Trader können an unterschiedlichen Hebelpapieren an der Entwicklung von Uniper, RWE und E.ON partizipieren. Hier finden Trader die ersten Hebelprodukte auf Uniper, wie zum Beispiel TD6NNQ oder TD6NNZ. Mittel- bis langfristig orientierte Anleger greifen eventuell eher zu Discount-Zertifikaten auf Uniper wie beispielweise TD6NN1 oder TD6NN9.

Die bisherigen Ergebnisse für dieses Jahr zeigen, wie schwer es die Versorger im aktuellen Umfeld haben. So verdiente RWE im ersten Halbjahr fast 70 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, auch E.ON hat massive Verluste zu beklagen. Generell macht den beiden Versorgern die schwächelnde europäische Wirtschaft zu schaffen, da sie einen Großteil ihrer Erträge in Europa verdienen. Außerdem belasten die rückläufigen Strompreise - hier ist das Angebot durch die Förderung alternativer Energiequellen wie etwa Solar- und Windkraft kräftig angestiegen.

Daher wollen die beiden Konzerne die zukunftsträchtigen Bereiche der erneuerbaren Energien ausbauen und planen eine Aufteilung ihrer Geschäftsfelder. Noch ist der Bereich der erneuerbaren Energieträger in beiden Unternehmen klein, da man erst spät in diesen Markt eingestiegen ist. Mit den Abspaltungen soll das Geschäftsprofil der dann unterschiedlichen Unternehmen geschärft werden.

Kuriosum beim Uniper-Börsengang

E.ON bringt daher heute rund 53 Prozent der Anteile seiner Kraftwerkstochter Uniper an die Börse. Für zehn E.ON-Aktien erhalten E.ON-Aktionäre eine Uniper-Aktie ins Depot gebucht. E.ON selbst wird den Bereich der erneuerbaren Energien, den Vertrieb und das Netzgeschäft behalten. Bei RWE ist es umgekehrt. Dort wird die Tochter Innogy die Aktivitäten rund um Ökostrom übernehmen und wohl im Herbst mit zehn Prozent der Innogy-Aktien an die Börse gehen. Der Mutterkonzern behält die Mehrheit an Innogy und die konventionelle Stromerzeugung.

Der Uniper-Börsengang ist aber mit Auflagen verbunden. Innerhalb der nächsten 90 Tage hat sich E.ON verpflichtet, keine Uniper-Aktien zu verkaufen oder eine Kapitalerhöhung durchzuführen. Langfristig soll Uniper aber komplett eigenständig werden, aber nicht vor 2018. Damit geht E.ON einen etwas anderen Weg als RWE und fokussiert sich komplett auf die erneuerbaren Energieträger. Kurioses am Rande: Der Börsengang von Uniper wird dafür sorgen, dass der DAX® heute aus 31 Aktien inklusive Uniper besteht. Die Bereinigung um den E.ON-Anteil erfolgt allerdings umgehend.


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