HSBC Zertifikate FAQs

1. Was ist der Basispreis eines Optionsscheins?

Als Basispreis wird derjenige Preis bezeichnet, zu dem das zugrunde liegende Finanzinstrument (Basiswert) bei einer Ausübung des Optionsscheins gekauft (Call-Optionsschein) bzw. verkauft (Put-Optionsschein) werden kann. In der Regel sehen die Emissionsbedingungen für Optionsscheine allerdings keine physische Lieferung eines Basiswerts vor, sondern einen Barausgleich, d.h. die Zahlung eines Auszahlungsbetrags.


In diesem Fall dient der Basispreis als Grundlage zur Ermittlung des Auszahlungsbetrags.

2. Wo liegt der Unterschied zwischen Optionen und Optionsscheinen?

Optionen und Optionsscheine werden von Anlegern nicht selten verwechselt. Ein Grund hierfür ist sicherlich die identische Funktionsweise beider Instrumente. Der Preis beider errechnet sich aus dem inneren Wert und dem Zeitwert. Doch es gibt auch prägnante Unterschiede: Optionen werden von einer Terminbörse aufgelegt, wie beispielsweise der Eurex. Die an einer Terminbörse gelisteten Optionen werden stets nach klar definierten Regeln begeben. Dabei wird genau festgelegt, wie groß die Kontraktgröße sein soll, in welchen Abständen zueinander die Basispreise der Optionen existieren dürfen und für welche Laufzeiten diese verfügbar sein sollen. In der Regel sind die Verfallstermine von Optionen monatlich und fallen jeweils auf den dritten Freitag eines Monats. Der Verkäufer einer Option muss eine Sicherheitsleistung (Margin) erbringen, damit die eingegangene Verpflichtung seinerseits erfüllt werden kann. Optionsscheine hingegen sind verbriefte Wertpapiere, die meist von Banken als Optionsschein-Emittenten mit beliebig langen Laufzeiten ausgegeben werden. Damit an den Börsen der Handel dieser Instrumente möglich wird, existiert ein Market Maker, meist der Emittent selbst, der unter gewöhnlichen Marktbedingungen während der üblichen Handelszeit eines Wertpapiers regelmäßig handelbare Kurse für die von ihm emittierten Optionsscheine stellt. Werden die Optionsscheine von HSBC in Deutschland angeboten, können diese in der Regel an den Börsen in Stuttgart (EUWAX) oder Frankfurt (ZertifikateBörse), aber auch außerbörslich, direkt mit dem Emittenten, gehandelt werden. Werden die Optionsscheine von HSBC in der Schweiz gelistet (kotiert), können diese in der Regel an der SIX Swiss Exchange gehandelt werden. Des Weiteren ist für den Handel mit Optionsscheinen keine Sicherheitsleistung notwendig. Bei der Konstruktion von strukturierten Produkten finden Optionsscheine im Gegensatz zu Optionen keine Anwendung.

3. Was ist der innere Wert und was ist der Zeitwert eines Optionsscheines?

Zunächst ist hierbei zwischen Call-, also Kaufoptionscheinen, und Put-, also Verkaufsoptionsscheinen, zu unterscheiden. Der innere Wert eines Call-Optionsscheins errechnet sich aus der Differenz des Kurses des Basiswerts und des Basispreises des Optionsscheins unter Berücksichtigung des Bezugsverhältnisses. Bei einem Put-Optionsschein errechnet sich der innere Wert aus der umgekehrten Differenz (Basispreis abzüglich Kurs des Basiswerts), multipliziert mit dem Bezugsverhältnis. Folglich entspricht der innere Wert dem Betrag, den Anleger bei sofortiger Ausübung des Optionsscheins erhalten würden. Der Zeitwert ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Geldkurs des Optionsscheins und dessen innerem Wert. Der Zeitwert wird mit abnehmender Restlaufzeit sinken und am Ende der Laufzeit null betragen. Der Kurs des Basiswerts und der innere Wert des Optionsscheins nähern sich folglich immer mehr aneinander an. Der Verlust, den ein Optionsschein-Preis aufgrund der abnehmenden Restlaufzeit hinnehmen muss, wird als Zeitwertverlust bezeichnet. Das Ausmaß des Einflusses des Zeitwertverlusts auf den Optionsscheinpreis kann mit dem so genannten „Theta“ errechnet werden.

4. Was bedeutet der Zeitwertverlust eines Optionsscheines?

Der Zeitwert eines Optionsscheins baut sich während der Laufzeit ab und erreicht bei Fälligkeit des Optionsscheins den Wert null. Die Reduzierung des Zeitwerts folgt dabei nichtlinearen Verläufen. Je nachdem, ob sich der Optionsschein „im Geld“, „am Geld“ oder „aus dem Geld“ befindet, ist der Einfluss des Zeitwertverlusts auf den Preis eines Optionsscheins höher oder geringer. Bei Optionsscheinen, die am Geld notieren, ist der Anteil des Zeitwerts am Optionsscheinpreis in der Regel am größten. In diesem Fall ist am Ende der Laufzeit auch der Zeitwertverlust am höchsten, da Anleger bei Fälligkeit ausschließlich den Auszahlungsbetrag (innerer Wert) ausgezahlt bekommen. Je tiefer der Optionsschein im Geld notiert, desto geringer ist tendenziell der Zeitwertverlust. Entsprechendes gilt für aus dem Geld notierende Optionsscheine.

5. Was versteht man unter den Begriffen „im“, „am“ und „aus dem Geld“?

Optionsscheine, die „im Geld“ notieren, besitzen einen inneren Wert. Im Geld sind Call-Optionsscheine, wenn der aktuelle Kurs des Basiswerts über dem Basispreis notiert. Put-Optionsscheine sind im Geld, wenn der aktuelle Kurs des Basiswerts unter dem Basispreis liegt. Oft wird anstatt im Geld auch die englische Bezeichnung „in the money“ verwendet.


Bei Optionsscheinen, die „am Geld“ sind, notiert der aktuelle Kurs des Basiswerts auf Höhe des Basispreises. Der innere Wert ist in diesem Fall gleich oder nahezu null. Synonym wird für am Geld liegende Optionsscheine auch auf die englische Bezeichnung „at the money“ zurückgegriffen.


„Aus dem Geld“ sind Optionsscheine, wenn der Kurs des Basiswerts unterhalb des Basispreises notiert (Call-Optionsschein) bzw. umgekehrt bei Put-Optionsscheinen. In diesem Fall hat der Optionsschein keinen inneren Wert.

6. Worin unterscheiden sich die amerikanische und die europäische Ausübungsart?

Mit einer amerikanischen Ausübungsart ausgestattete Optionsscheine verbriefen das Recht zur jederzeitigen Ausübung während der Laufzeit. Allerdings sollten Anleger beachten, dass eine Ausübung nur unter den in den Emissionsbedingungen aufgeführten Ausübungsmodalitäten ausgeübt werden kann. Beispielsweise muss innerhalb bestimmter Fristen eine schriftliche Erklärung gegenüber dem Emittenten abgegeben werden. Die europäische Ausübungsart sieht eine Ausübung nur zu einem bestimmten Zeitpunkt vor, der in der Regel auf das Laufzeitende fällt.

7. Warum wird zwischen dem letzten Tag der Ausübungsfrist und dem letzten Börsenhandelstag unterschieden?

Standard-Optionsscheine von HSBC sind in der Regel mit einer amerikanischen Ausübungsart ausgestattet, d.h. sie können während der gesamten Laufzeit ausgeübt werden. Am letzten Tag der Ausübungsfrist wird der Auszahlungsbetrag ermittelt. Sofern noch ein innerer Wert vorhanden ist, d.h. sofern sich ein Auszahlungsbetrag errechnet, wird dieser fünf Bankarbeitstage später dem Referenzkonto des Optionsscheininhabers gutgeschrieben. Der letzte Börsenhandelstag beschreibt dagegen den Tag, an dem der Börsenhandel des Optionsscheins letztmalig möglich ist. Bei vielen Optionsscheinen von HSBC ist ein telefonischer Verkauf zwei Bankarbeitstage nach dem letzten Börsenhandelstag bis spätestens 10.00 Uhr noch möglich.

8. Was bedeutet der Ausdruck „Cash Settlement“?

In der Regel kommt es bei der Ausübung von Optionsscheinen nicht zu einer effektiven Lieferung bzw. Abnahme des zugrunde liegenden Basiswerts. Stattdessen werden die Ansprüche des Optionsscheininhabers durch einen Barausgleich abgegolten. Diesen Barausgleich kann man auch als „Cash Settlement“ bezeichnen. Eine Nachschusspflicht aufgrund eines negativen Auszahlungsbetrags sehen die Maßgeblichen Emissionsbedingungen ebenso wenig vor wie die Pflicht eines Put-Optionsscheininhabers, den Basiswert im Fall einer Ausübung zu liefern.

9. Lässt sich aus den Emissionen eines Emittenten ableiten, ob dieser eine bullische oder bearische Marktmeinung hat?

Die Emittenten begeben Optionsscheine, um den Anlegern eine möglichst große Auswahl an Spekulations- und Anlagemöglichkeiten anbieten zu können. Die Markterwartung des Emittenten bezüglich der zukünftigen Kursentwicklung der Basiswerte, auf die Derivate begeben werden, spielt bei der Emission sämtlicher Derivate daher keine Rolle.

10. Wenn der Preis eines Optionsscheins nur aus dem inneren Wert und dem Zeitwert besteht, muss doch die Preisbildung zu jedem Zeitpunkt während der Laufzeit leicht nachvollziehbar sein, oder nicht?

Die Berechnung von Optionsscheinpreisen ist eine mathematisch anspruchsvolle Aufgabe, die in der Regel automatisiert abläuft, zusätzlich aber von zuständigen Optionsscheinhändlern überwacht wird. Fischer Black und Myron Scholes haben 1973 gemeinsam die so genannte Black-Scholes-Formel zur Berechnung von Optionsscheinpreisen europäischen Typs entwickelt, wofür sie im Jahr 1997 den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften erhielten. Das Konzept der Black-Scholes-Formel findet nach jahrelangen Weiterentwicklungen in seiner Grundform noch heute Anwendung bei der Ermittlung von Optionsscheinpreisen. An dieser Stelle sollte klar sein, dass der Nobelpreis sicherlich nicht für eine einfache Addition von innerem Wert und Zeitwert verliehen wurde. Denn Berücksichtigung finden neben der Kursentwicklung des Basiswerts, wie z.B. des Aktienkurses, auf den sich ein Optionsschein bezieht, andere Faktoren, deren Einfluss auf den Preis nicht immer einfach zu ermitteln ist. Neben der Kursbewegung des Basiswerts spielen u.a. auch die implizite Volatilität des Basiswerts (vgl. hierzu "Allgemeines" Frage 7), die erwarteten Dividenden, das Zinsniveau und die Restlaufzeit des Optionsscheins eine Rolle. Das Ausmaß des Einflusses der einzelnen Parameter auf den Optionsscheinpreis kann nur mit Hilfe mathematischer Modelle wie der Black-Scholes-Formel ermittelt werden. Für den Privatanleger ist die Komplexität der Preisberechnung jedoch kaum nachvollziehbar. Näherungsweise Einschätzungen der Auswirkungen der genannten Parameter auf den Optionsscheinpreis sind aber durchaus möglich. Eine große Hilfe liefern hier die so genannten „Griechen“. Hierbei handelt es sich um die Sensitivitätskennzahlen Gamma, Delta, Omega, Rho, Vega und Theta. Weiterführende Informationen zu sämtlichen Sensitivitätskennzahlen erhalten Anleger in unserem kostenlosen E-Book „Zertifikate und Optionsscheine“.

11. Welchen Einfluss hat die Veränderung der impliziten Volatilität auf den Preis eines Optionsscheins?

Steigt die implizite (erwartete) Volatilität, steigt für den Anleger auch die Chance, dass sich der Basiswert in die gewünschte Kursrichtung bewegt. Damit führen steigende implizite Volatilitäten zu einem steigenden Optionsscheinpreis sowohl bei Call- als auch bei Put-Optionsscheinen. Sinkende implizite Volatilitäten wirken genau entgegengesetzt. Diese haben einen sinkenden Optionsscheinpreis zur Folge. In Zeiten niedriger impliziter Volatilitäten am Markt kann demnach der Erwerb eines Optionsscheins besonders günstig sein. Phasen, die von hoher impliziter Volatilität gekennzeichnet sind, können sich möglicherweise aufgrund hoher Optionsscheinpreise für Optionsscheininhaber als günstiger Verkaufszeitpunkt erweisen.

12. Inwiefern hat die Laufzeit eines Optionsscheins Einfluss auf dessen Preisentwicklung?

Grundsätzlich gilt: Je länger die Laufzeit eines Optionsscheins ist, desto höher ist auch dessen Preis. Entsprechend wird der Preis eines Optionsscheins mit abnehmender Restlaufzeit tendenziell sinken, da die erwartete Auszahlung des Optionsscheins unter sonst konstanten Einflussfaktoren abnimmt. Vgl. hierzu Frage 4.

13. Steigt der Preis eines Optionsscheins, wenn die Nachfrage danach zunimmt?

Anders als bei der Preisbildung von z.B. Aktien wird der Preis eines Optionsscheins nicht unmittelbar durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Es gibt jedoch Situationen, in denen die Nachfrage einen Einfluss auf den Preis des Optionsscheins haben kann. Je nach Höhe des Bezugsverhältnisses des Optionsscheins und nach Marktsituation und Liquidität des Basiswerts kann es vorkommen, dass die für das georderte Volumen notwendigen Sicherungsgeschäfte des Derivatehändlers den Kurs des Basiswerts beeinflussen. Bei einer sehr geringen Liquidität des zugrunde liegenden Basiswerts kann es demnach sein, dass eine erhöhte Nachfrage durch das Absicherungsgeschäft den Preis des Basiswerts positiv beeinflusst und somit zu einem steigenden Optionsscheinpreis führt. Umgekehrt kann es sein, dass eine geringe Nachfrage durch das Absicherungsgeschäft den Preis des Basiswerts negativ beeinflusst und somit zu einem fallenden Optionsscheinpreis führt.

14. Was passiert, wenn während der Laufzeit eines Optionsscheins eine Dividendenausschüttung erfolgt?

Während der Laufzeit eines Optionsscheins gezahlte Dividenden einer Aktiengesellschaft haben auf den Wert des Optionsscheins grundsätzlich einen Einfluss. Wenn die Höhe der bei Emission bereits angekündigten oder geschätzten Ausschüttung mit der Höhe der tatsächlichen Ausschüttung übereinstimmt, wird sich der Wert eines Optionsscheins während der Laufzeit aufgrund der Ausschüttung nicht verändern. Fällt die Ausschüttung jedoch höher oder niedriger aus als erwartet, hat dies eine Wertänderung des Optionsscheins zur Folge. Auf den Wert eines Call-Optionsscheins wirken sich höher als erwartet ausfallende Dividendenzahlungen wertmindernd aus. Umgekehrt führen niedriger als angekündigt ausfallende Dividenden unter sonst konstanten Einflussfaktoren zu einem tendenziell steigenden Wert des Calls. Für den Wert eines Put-Optionsscheins gilt grundsätzlich die gegenteilige Wirkung. Der Wert des Puts wird folglich bei höher als erwartet ausfallenden Dividenden steigen, während geringere Dividenden während der Laufzeit tendenziell zu einem sinkenden Wert des Puts führen.

15. Wie kann es sein, dass der Kurs eines Call-Optionsscheins fällt, obwohl der Basiswert um 0,7 % gestiegen ist?

Angenommen, der Basispreis des Call-Optionsscheins liegt bei 55 Euro und das Bezugsverhältnis bei 0,04. Das aktuelle Delta (vgl. hierzu auch Frage 20) des Optionsscheins beträgt 0,5.


Wie stark der Einfluss von Kursveränderungen des Basiswerts auf den Preis eines Optionsscheins ist, muss grundsätzlich im Verhältnis zum jeweiligen Delta und dem entsprechenden Bezugsverhältnis gesehen werden. Liegt der Kurs der Aktie z.B. bei 51,9 Euro, so muss deren Kurs, allein um den Spread von 2 Cent des Optionsscheins auszugleichen (siehe auch Frage 31), unter den obigen Bedingungen (Delta 0,5 und Bezugsverhältnis 0,04) um ca. 92 Cent ansteigen (0,92 Euro x 0,5 x 0,04). Bei dieser Ausstattung hätte ein Kursanstieg der Aktie um 0,7 %, d.h. 0,36 Euro, zu einer Preiserhöhung des Optionsscheins um 0,36 x 0,5 x 0,04 = 0,007 Euro geführt.


Ist dies nicht gegeben und sinkt der Preis des Optionsscheins stattdessen, haben zusätzlich andere Faktoren Einfluss auf den Preis des Optionsscheins genommen. Die implizite Volatilität hat in der Regel den größten Einfluss. Dies gilt insbesondere für aus dem Geld notierende Optionsscheine. In dem genannten Beispiel könnte eine Verringerung der impliziten Volatilität einen höheren Einfluss auf den Preis des Optionsscheins genommen haben. Der positive Kurseffekt in Höhe von 0,007 Euro würde dann durch die sinkende implizite Volatilität überkompensiert und zu einem insgesamt niedrigeren Preis führen.

16. Was passiert mit einem Optionsschein bei Fälligkeit, wenn keine Erklärung zur Ausübung abgegeben wurde?

Weit verbreitet ist der Glaube, Optionsscheine müssten am Laufzeitende ausgeübt werden, um nicht wertlos zu verfallen. Optionsscheininhaber haben vor Fälligkeit des Optionsscheins grundsätzlich drei verschiedene Möglichkeiten: 1. Sie können ihren Optionsschein vor dem Laufzeitende zum tagesaktuellen Geldkurs verkaufen. 2. Der Optionsschein kann unter Berücksichtigung der Ausübungsbedingungen ausgeübt werden, z.B. während einer bestimmten Frist, der Ausübungsfrist, oder zu einem bestimmten Termin, dem Ausübungstag. 3. Der Optionsschein kann bis zur Fälligkeit gehalten werden. Sofern sich am Ausübungstag bzw. am letzten Tag der Ausübungsfrist ein Auszahlungsbetrag errechnet, wird dieser dem Inhaber am fünften Bankarbeitstag nach Fälligkeit des Optionsscheins, d.h. am fünften Bankarbeitstag nach dem Ende der Ausübungsfrist bei Optionsscheinen mit amerikanischer Ausübungsart bzw. nach dem Ausübungstag bei Optionsscheinen mit europäischer Ausübungsart, automatisch gutgeschrieben. Welcher Kurs für die Ermittlung des Auszahlungsbetrags herangezogen wird, d.h. ob z.B. der Kurs des Basiswerts in der Mittags-Auktion oder der Schlusskurs relevant ist, wird bei Emission des jeweiligen Optionsscheins festgelegt und ist in den Emissionsbedingungen nachzulesen.

17. Wann ist es sinnvoll, einen Optionsschein auszuüben?

Die Ausübung eines Optionsscheins erscheint grundsätzlich nur dann sinnvoll, wenn dieser einen inneren Wert aufweist. Denn dieser wird bei Ausübung vom Emittenten ermittelt und dem Konto des Anlegers gutgeschrieben. In der Regel ist die Ausübung allerdings mit Gebühren verbunden, die nicht durch den Emittenten, aber seitens der depotführenden Bank erhoben werden können. Anleger sollten sich also vorab informieren, wie hoch die anfallenden Kosten für eine Ausübung sind und ob diese eventuell die Transaktionskosten für einen einfachen Verkauf des Optionsscheins übersteigen. Der Verkauf zum Geldkurs bietet Anlegern den Vorteil, dass neben dem inneren Wert auch der Zeitwert, als Komponente des Geldkurses, verbucht wird. Darüber hinaus dauert es bei einer Ausübung in der Regel fünf Bankarbeitstage, bis der Gegenwert auf dem Referenzkonto des Inhabers gutgeschrieben wird. Ein Verkauf dagegen führt meist deutlich schneller zur Gutschrift.

18. Wie kann ein Optionsschein während der Laufzeit ausgeübt werden?

Um einen Optionsschein auszuüben, ist es zwingend notwendig, die in den Maßgeblichen Emissionsbedingungen angegebenen Bedingungen zur Ausübung zu beachten. Eine Ausübung muss innerhalb der Ausübungsfrist durch eine schriftliche Erklärung gegenüber dem Emittenten oder einem in den Maßgeblichen Emissionsbedingungen genannten Empfänger erfolgen. Darüber hinaus muss die depotführende Bank des Optionsscheininhabers die betreffenden Optionsscheine auf das Depot des Emittenten bei der maßgeblichen Hinterlegungsstelle, z.B. Clearstream Banking AG, übertragen. Soll eine taggleiche Ausübung erfolgen, müssen der Eingang der Ausübungserklärung sowie die Einbuchung der Optionsscheine in der Regel bis spätestens um 10.00 Uhr am Ausübungstag erfolgt sein. Der Emittent wird dem Optionsscheininhaber am fünften Bankarbeitstag nach dem Ausübungstag den auf die gesamte Stückzahl der Ausübung entfallenden Auszahlungsbetrag durch Gutschrift auf das genannte Referenzkonto zahlen.

19. Wie kommt bei einem Optionsschein der Hebel zustande und was drückt dieser konkret aus?

Der Hebel eines Optionsscheins kommt grundsätzlich durch den im Vergleich zur Direktinvestition in den Basiswert geringeren Kapitaleinsatz zustande, der zu investieren ist, um durch den Einsatz des Optionsscheins an der Kursbewegung des Basiswerts zu partizipieren. Dieser so genannte „einfache“ Hebel ergibt sich aus der Formel:

Er ist immer nur eine Zeitpunktbetrachtung (Momentaufnahme) und ändert sich mit wechselndem Kurs des Basiswerts. Der einfache Hebel ist allerdings nicht zu verwechseln mit dem „theoretischen“ Hebel, dem so genannten Omega. Der theoretische Hebel gibt an, um wie viel Prozent sich der Kurs des Optionsscheins bei einer Kursbewegung des Basiswerts um ein Prozent verändern sollte. Zur Einschätzung des Optionsscheinpreises ist der theoretische Hebel weit besser geeignet, da dieser im Gegensatz zum einfachen Hebel auch berücksichtigt, ob sich der Optionsschein im Geld, am Geld oder aus dem Geld befindet. Der theoretische Hebel errechnet sich wie folgt:

Das Delta (vgl. hierzu auch Frage 20), welches hierbei berücksichtigt wird, drückt aus, um wie viel Euro der Optionsscheinpreis steigt (fällt), wenn der Kurs des Basiswerts um 1 Euro steigt (fällt).

Beispiel:
Ein Anleger erwirbt den beispielhaften Call-Optionsschein auf den DAX® zu einem Briefkurs in Höhe von 8,17 Euro bei einem DAX® -Stand in Höhe von 6.590,50 Punkten. Der Optionsschein ist mit einem Bezugsverhältnis in Höhe von 0,01 ausgestattet. Das Delta beträgt zum Zeitpunkt des Erwerbs 0,653.

Der theoretische Hebel für den beispielhaften Optionsschein auf den DAX® errechnet sich wie folgt:

Der beispielhafte Optionsschein auf den DAX® sollte folglich bei einer Veränderung des DAX® um 1 % mit einer Preisänderung um 5,27 % reagieren. Steigt der DAX® also, ausgehend von 6.590,50 Punkten um 65,91 Punkte, sollte der Optionsschein einen Preisanstieg um 43 Cent vollziehen.

20. Welche Bedeutung hat das Delta?

Das Delta gibt die Sensitivität des Optionsscheins gegenüber Kursschwankungen des zugrunde liegenden Basiswerts an. Es zeigt die (theoretische) Veränderung des Optionsscheinpreises für den Fall an, dass sich der Kurs des Basiswerts um eine Rechnungseinheit (z.B. um einen Euro) nach oben oder unten bewegt. Darüber hinaus gibt das Delta auch an, mit welcher Wahrscheinlichkeit sich ein Optionsschein bei Fälligkeit im Geld befindet und deshalb ausgeübt werden kann. Ein Delta von null bedeutet, dass der Optionsschein weit aus dem Geld notiert und kaum auf Veränderungen des Basiswerts reagiert. Ein Delta von 0,3 z.B. bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit, dass der Optionsschein bei Fälligkeit im Geld liegt, 30 % beträgt. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber auch, dass die Totalverlustwahrscheinlichkeit des Optionsscheins bei 70 % liegt.

21. Wie erfahren Anleger, wann der letzte Börsenhandelstag für einen Optionsschein ist?

Optionsscheine von HSBC sind mit einer bestimmten Laufzeit ausgestattet. Der letzte Börsenhandelstag für den elektronischen Handel liegt bei Optionsscheinen von HSBC in der Regel ein Bankarbeitstag vor dem letzten Tag der Ausübungsfrist bzw. vor dem Ausübungstag.

Der letzte Tag der Ausübungsfrist bei Optionsscheinen mit amerikanischer Ausübungsart bzw. der Ausübungstag bei Optionsscheinen mit europäischer Ausübungsart wird grundsätzlich in den Endgültigen Bedingungen angegeben.

Die Endgültigen Bedingungen können Anleger entweder telefonisch (kostenlos unter 0800/4000 910) anfordern oder im Internet auf der Homepage www.hsbc-zertifikate.de einsehen. Hierzu muss nur die gewünschte Wertpapierkennnummer in der Suchfunktion am oberen rechten Bildschirmrand eingegeben werden.

Neben den Endgültigen Bedingungen als Informationsquelle, finden Anleger den letzten Börsenhandelstag sowie weitere Stammdaten, Kennzahlen und aktuelle Kurse zu einem Produkt ebenfalls auf der Internetseite des Emittenten nach Eingabe der WKN.

22. Gibt es eine Beschränkung hinsichtlich des Volumens, das Anleger bei Optionsscheinen handeln können?

Volumenbeschränkungen gibt es grundsätzlich nicht. Allerdings ist die handelbare Menge von Optionsscheinen immer auch von der Liquidität des zugrunde liegenden Basiswerts abhängig, da die Derivatehändler ständig bemüht sind, eine risikoneutrale Position einzunehmen. Bei Aktien, die wenig liquide sind (z.B. Aktien aus dem MDAX® oder SDAX®), ist die handelbare Menge von Optionsscheinen daher in der Regel deutlich geringer als jene von Bluechips, wie z.B. der Allianz- oder der Siemens-Aktie.

23. Zu welchen Zeiten können Optionsscheine von HSBC gehandelt werden?

Optionsscheine von HSBC können in der Regel börsentäglich von 08.00 – 22.00 Uhr gehandelt werden.

24. Gewinnt der Emittent immer dann, wenn der Optionsschein des Anlegers verliert?

Bei jedem Geschäft, bei dem ein Anleger einen Optionsschein kauft oder verkauft, wird der Emittent versuchen, eine risikoneutrale Position einzunehmen. Der Emittent spekuliert demnach nicht gegen den Anleger, sondern sichert seine eigenen Geschäfte ab. Kauft ein Anleger z.B. Call-Optionsscheine, erwirbt der Derivatehändler im Gegenzug die entsprechenden Aktien unter Berücksichtigung des Bezugsverhältnisses des Optionsscheins. So steht der Emittent bei Kursgewinnen und Kursverlusten risikoneutral zum Anleger. Verkauft der Anleger seinen Optionsscheinbestand wieder, wird auch der Derivatehändler seine Absicherungsposition wieder auflösen. Die Auflösung der Absicherungsposition spiegelt somit die Entwicklung der Position des Anlegers wider.

25. Was bedeutet Hedging? (Am Beispiel eines Call-Optionsscheins)

Ein Hedge (Absicherungsgeschäft) bezeichnet eine Risikobegrenzung von Handelsgeschäften durch ein weiteres Geschäft. Erwirbt ein Anleger einen Call-Optionsschein z.B. auf den DAX®, ist dieses Geschäft aus Sicht des Emittenten zunächst als Verkauf des Optionsscheins an den Anleger zu interpretieren. In einem nächsten Schritt bzw. zeitgleich wird der Emittent dieselbe Position wie der Anleger eingehen, allerdings am Terminmarkt, indem er eine Position auf steigende Kurse (Long-Position), z.B. im DAX®-Future, eingeht. Verkauft der Anleger seine Optionsscheine an den Emittenten, wird dieser seine Sicherungsposition wieder auflösen und dem Anleger den Geldkurs des Optionsscheins gutschreiben. Ohne diese Absicherungsposition würde der Emittent ein theoretisch unbegrenztes Risiko tragen.

26. Wie können sich Anleger einen Hedge bei einem Put-Optionsschein vorstellen?

Eine Möglichkeit, ein Hedging eines Put-Optionsscheins auf eine Aktie aufzubauen, besteht zunächst im so genannten Leerverkauf der Aktie. In diesem Fall leiht sich der Emittent die entsprechende Anzahl Aktien und verkauft diese sofort am Kapitalmarkt. Durch dieses Vorgehen sichert sich der Emittent gegen Kursveränderungen der Aktie ab. Diese Position wird er in der Regel nach und nach „glattstellen“ und in einem nächsten Schritt die gleiche Options-Position einnehmen wie der Anleger, um eine risikoneutrale Position zu erzielen. Die verkauften Aktien werden also zurückgekauft und gleichzeitig die entsprechende Put-Option am Terminmarkt aufgebaut. D. h., erwirbt der Anleger einen Put-Optionsschein auf eine bestimmte Aktie, erwirbt der Emittent letztlich die äquivalente Put-Option an der Terminbörsen, z.B. der Eurex. Bei Index-Put-Optionsscheinen stellt sich die Vorgehensweise anders dar. Hier besteht grundsätzlich nicht ohne Weiteres die Möglichkeit, einen Index „zu verkaufen“. In diesem Fall wird der Emittent in der Regel zunächst an den relevanten Terminbörsen die entsprechende Position in einem Future einnehmen und im Anschluss die äquivalente Option erwerben, damit sein Absicherungsgeschäft risikoneutral ist. Erst die Einnahme der Options-Position ermöglicht dem Emittenten, sich auch gegen Veränderungen weiterer kursbeeinflussender Parameter des Optionsscheins zu schützen.

27. Was passiert mit einem Aktien-Optionsschein, wenn während dessen Laufzeit Kapitalmaßnahmen durch die Aktiengesellschaft vorgenommen werden?

HSBC richtet sich bei allen Anpassungsereignissen grundsätzlich nach dem Vorgehen der relevanten Terminbörse, meist die Eurex oder die NYSE Euronext. Welche Terminbörse für ein Wertpapier relevant ist, erfahren Anleger in den Maßgeblichen Emissionsbedingungen. Anpassungsereignisse können z.B. Kapitalerhöhungen einer Aktiengesellschaft, Aktiensplits oder Sonderdividendenausschüttungen sein. Passt die relevante Terminbörse im Falle eines Anpassungsereignisses den Basispreis oder die Bezugsverhältnisse von Optionskontrakten auf die betreffende Aktiengesellschaft an, so werden die genannten Ausstattungsmerkmale auch bei den Optionsscheinen auf diese Aktiengesellschaft entsprechend angepasst. Diese Maßnahmen führen in der Regel dazu, dass die Optionsscheininhaber wirtschaftlich so gestellt werden, wie sie unmittelbar vor dem Anpassungsereignis standen. Auf den Preis eines Optionsscheins sollte eine Anpassung in der Regel keinen Einfluss haben. Die Düsseldorf AG schüttet beispielsweise neben einer regulären Dividende (die reine Ausschüttung hat tendenziell keinen Einfluss auf den Preis eines Optionsscheins) auch eine Sonderdividende aus. Die notwendige Anpassung der Optionsscheine erfolgt dabei entsprechend der Vorgehensweise der jeweiligen relevanten Terminbörse. Im Fall einer Sonderdividendenausschüttung kann eine Anpassung der relevanten Terminbörse eine Senkung des Basispreises bei gleichzeitiger Erhöhung des Bezugsverhältnisses vorsehen. Am Tag nach der Ausschüttung eröffnet die Aktie der Düsseldorf AG vermindert um die reguläre Dividende und die Sonderdividende. Ohne die Anpassung der genannten Ausstattungsmerkmale wäre der Inhaber eines Put-Optionsscheins durch den verminderten Kurs der Aktie unberechtigterweise begünstigt worden. Der Inhaber eines Call-Optionsscheins hätte dagegen einen Verlust erlitten. Die Ausschüttung der Sonderdividende wurde aber durch eine entsprechende Anpassung des Basispreises und des Bezugsverhältnisses der Optionsscheine ausgeglichen. (Zur Behandlung der regulären Dividende vgl. Frage 14).

28. In welchen Fällen kann es sinnvoll sein, eine Investition in ein Knock-out-Produkt einer Investition in einen Optionsschein vorzuziehen?

Hierbei kommt es vor allem darauf an, welches Investmentziel Anleger verfolgen und welche Risiken sie mit ihrer Investition bereit sind zu tragen. Natürlich gehen beide Produktarten mit dem Risiko einher, das eingesetzte Kapital zu verlieren. Vergleicht man einen Optionsschein und ein Knock-out-Produkt, ist diese Wahrscheinlichkeit für ein Knock-out- Produkt allerdings umso höher, desto näher der Kurs des Basiswerts an der Knock-out-Barriere notiert (ausgehend von einem Turbo-Optionsschein und einem Standard-Optionsschein mit identischen Basispreisen und gleicher Laufzeit). Der Optionsschein dagegen kann während der Laufzeit durchaus weit aus dem Geld notieren – was bei einem Knockout-Produkt bereits zur vorzeitigen Fälligkeit und zum wirtschaftlichen Totalverlust geführt hätte –, sich aber bis zum Laufzeitende wieder erholen und sogar tief im Geld notieren. Anleger, die des Weiteren nicht von der Entwicklung der impliziten Volatilität abhängig sein wollen, sind mit Knock-out-Produkten in diesem Fall besser bedient. Denn die implizite Volatilität spielt bei der Preisbildung von Knock-out-Produkten kaum eine Rolle. Aus diesem Grund ist die Preisbildung von Knock-out-Produkten häufig leichter nachvollziehbar als die Entwicklung von Optionsscheinpreisen. Anleger müssen sich also darüber im Klaren sein, welche Aspekte im Vordergrund stehen, also ob sie Veränderungen der Volatilität eher als Chance sehen oder ob sie lieber unabhängig davon sein wollen und eine transparente Preisbildung bevorzugen. Wenn diese im Vordergrund steht, muss allerdings auch das Risiko eines möglichen Knock-out-Ereignisses in Betracht gezogen werden. Im Vergleich zu Optionsscheinen endet die Laufzeit vieler Knock-out-Produkte vorzeitig, wenn der Basispreis während der Laufzeit berührt wird. Der Optionsschein kann dagegen wieder einen inneren Wert generieren und läuft ganz normal weiter.

29. Welche Vorteile bieten Optionsscheine gegenüber anderen Hebelprodukten?

Optionsscheine bieten vor allem gegenüber Knock-out-Produkten einen deutlichen Vorteil. Sie sind nicht mit einer Knock-out-Barriere ausgestattet, bei deren Berührung ein Totalverlust eintreten kann. Ein Optionsschein, der während der Laufzeit keinen inneren Wert mehr aufweist, kann bis zur Fälligkeit wieder einen Wert generieren, wenn der Kurs des Basiswerts über den Basispreis steigt (bei Call-Optionsscheinen) bzw. unter den Basispreis sinkt (bei Put-Optionsscheinen). Ferner bieten Optionsscheine die Möglichkeit, auch auf andere Parameter, wie Veränderungen der impliziten Volatilität, zu spekulieren. Da Optionsscheine in der Regel mit einer relativ langen Laufzeit ausgestattet sind, eignen sie sich im Vergleich zu beispielsweise Turbo-Optionsscheinen am besten zur Absicherung bestehender Wertpapierpositionen.

30. Wann kann es bei einer Investition in Optionsscheine zum Totalverlust kommen?

Ein vollständiger Verlust des eingesetzten Kapitals tritt ein, wenn der Optionsschein bei Fälligkeit keinen inneren Wert besitzt und sich somit kein Auszahlungsbetrag errechnet.

31. Warum ist der Spread mal höher und mal geringer? Kann es hier zu Schwankungen kommen?

HSBC richtet die Spreads von Optionsscheinen grundsätzlich nach den unterschiedlichen An- und Verkaufskursen der Basiswerte aus, auf die sich die Optionsscheine beziehen. Von Bedeutung sind ebenfalls die Spreads am Optionsmarkt, an dem Optionen auf die relevanten Basiswerte gehandelt werden. Da es viele verschiedene Basiswerte (z.B. Aktien, Indizes) mit jeweils unterschiedlichen Spreads gibt, unterscheiden sich entsprechend die Spreads der Derivate. Ein hoher Spread im Basiswert, z.B. hervorgerufen durch eine mangelnde Liquidität, führt somit auch zu höheren Spannen zwischen An- und Verkaufskurs im Optionsschein. Der Emittent nimmt gegenüber Anlegern stets eine so genannte „marktneutrale“ Position ein, um kein eigenes Spekulationsrisiko in Kauf nehmen zu müssen. Deshalb sichern sich die Derivatehändler von HSBC über den Kauf bzw. Verkauf des Basiswerts selbst oder über den Terminmarkt ab. Die Gewinnspanne ergibt sich durch diese neutrale Positionierung, also nur durch den Spread. Demzufolge vereinnahmen Emittenten auch nicht die den Anlegern möglicherweise entstandenen Verluste. Durch den Wettbewerb unter den Emittenten und die gute Vergleichbarkeit der Produkte versuchen die Emittenten, den Spread so gering wie möglich zu halten, um ihre Optionsscheine am Markt so attraktiv wie möglich anzubieten.