Zum Jahresauftakt zeigt sich die deutsche Industrie zweigeteilt: Während schwache US-Exporte für einen starken Einbruch der deutschen Gesamtexporte sorgten, führte ein Rekordplus bei Großaufträgen aus dem Rüstungssektor für den dritten Produktionszuwachs in Folge. Parallel dazu setzt US-Präsident Trump auf eine expansive Strategie für das Wahljahr 2026. Neben einer massiven Aufstockung des Militärbudgets auf 1,5 Billionen Dollar sollen gezielte Milliarden-Ankäufe von Hypothekenanleihen die Zinsen drücken und die Wohnkosten rechtzeitig vor den Midterms im November senken. Unternehmensnachrichten kamen unter anderem von Warner Bros, Zalando und Thyssenkrupp.
Globaler Aktienmarkt – DAX® und US-Indizes mit Rekordständen
Der Dax® erreichte diese Woche jeden Tag ein neues Allzeithoch und notierte etwa 2,5 Prozent über dem Schlusskurs der Vorwoche. Auch der S&P 500® sowie der Dow Jones® erreichten diese Woche neue Rekordstände. Der Nasdaq-100 Index® sowie der S&P 500® schlossen am Donnerstagabend etwa 1 Prozent über dem Niveau der Vorwoche. Der Dow Jones® verzeichnete im gleichen Zeitraum einen Zugewinn von rund 1,8 %.
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Was war auf politischer Ebene wichtig?
US-Präsident Donald Trump strebt für das Jahr 2027 eine Erhöhung der Militärausgaben um 50 Prozent an, womit das Budget 1,5 Billionen Dollar erreichen soll. Zudem wurde am Donnerstag bekannt, dass der Präsident Fannie Mae und Freddie Mac angewiesen hat, Hypothekenanleihen im Wert von 200 Milliarden US-Dollar zu kaufen. Ziel dieser Maßnahme ist es laut der Administration, die Hypothekenzinsen und damit die monatlichen Wohnkosten vor den Zwischenwahlen (Midterms) im November 2026 zu senken.
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Was war in konjunktureller Hinsicht wichtig?
Die US-Wirtschaft verlor Ende 2025 deutlich an Schwung: Im Dezember wurden lediglich 50.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen, womit die Arbeitslosenquote auf 4,4 % sank. In Deutschland zeigt sich derweil ein gespaltenes Bild: Während schwache US-Exporte im November für ein Minus der Gesamtexporte um 2,5 % sorgten, boomt die Binnenkonjunktur. Dank massiver Rüstungsaufträge stieg die deutsche Industrieproduktion im selben Monat um 5,6 %, das kräftigste Plus seit einem Jahr.
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Was waren wichtige Unternehmensnachrichten?
- Am Mittwoch veröffentliche Warner Bros einen Aktionärsbrief, in dem der Konzern seine Aktionäre auffordert, das feindliche Übernahme-Angebot von Paramount abzulehnen. In einem Brief erklärte der Warner-Vorstand, das Angebot sei weiterhin „unzureichend, insbesondere angesichts des ungenügenden Mehrwerts, den es bieten würde“. Somit sei es schlechter als die Vereinbarung mit Netflix.
- Am Donnerstag teilte der Modehändler Zalando mit, dass dieser bis Ende September dieses Jahres sein ältestes Logistikzentrum in Erfurt schließen möchte. Davon sind 2.700 Mitarbeiter betroffen. Zalando ordnet nach der Übernahme des Wettbewerbers About You im vergangenen Jahr sein Logistiknetz neu und will die Kapazitäten „bedarfsgerecht ausrichten und zukunftssicher aufstellen“, heißt es in der Mitteilung.
- Die Titel des Stahlkonzerns thyssenkrupp stiegen am Mittwoch um fast sieben Prozent. Der Grund: Thyssenkrupp könnte seine Stahlsparte in mehreren Schritten an den indischen Konzern Jindal Steel International verkaufen, sagten vier mit den Gesprächen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.
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