Die EZB-Sitzung lässt den Leitzins zum vierten Mal in Folge unverändert, während die Inflation ihren niedrigsten Stand seit 2021 erreicht. Edelmetalle und DAX® erholen sich leicht zum Wochenausklang. Unsicherheiten am Tech-Aktienmarkt belasten jedoch große Indizes.
Globaler Aktienmarkt – Edelmetalle und DAX® stabilisieren sich, Tech-Werte belasten die Indizes
Nachdem sich der Gold- und Silberpreis nach einer anfänglichen Talfahrt stabilisiert hat, erholt sich auch der DAX® zum Wochenende. Auf den erreichten Wochenhöchststand von über 25.000 am vergangenen Dienstag folgte zunächst ein starker Abwärtstrend des deutschen Leitindex.
Durch den zunehmenden Verkauf von Tech-Werten gerieten große Indizes, wie der Nasdaq-100® und S&P-500®, unter Druck. Am Donnerstag verzeichnete der tech-fokussierte Nasdaq-100® ca. 24.548 Punkte während der S&P-500® ca. 6.799 Punkten zeigte. Auf den DowJones® haben sich die Verluste der Tech-Aktien ebenfalls negativ ausgewirkt, sodass sich dieser leicht im Minus eingependelt hat. Die Unsicherheit am Markt spiegelt auch der Anstieg um knapp 15 % des Volatilitätsindex VIX im Wochenverlauf wider.
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| DAX® | S&P 500® | Nasdaq-100 Index® | Dow Jones Industrial Average® |
Wichtige Entwicklungen auf politischer Ebene
Am Montag konnten die USA mit Indien eine Handelsvereinbarung treffen. Indien werde seine Ölimporte aus Russland einschränken und im Gegenzug durch Zollsenkungen auf 18 Prozent von den USA entlastet. Der Ölpreis fällt zum Wochenstart aufgrund einer Annäherung zwischen den USA und dem Iran. Die Verhandlungen, insbesondere zu einem Atomabkommen, zwischen beiden Ländern werden am Freitag im Oman aufgenommen.
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Zentrale konjunkturelle Ereignisse
Die Inflationsrate von 1,7 % in der Eurozone ist auf dem tiefsten Stand seit fast fünf Jahren. Ausschlaggebend sind die um 4,1 % gesunkenen Energiepreise im Vorjahresvergleich sowie die niedrigeren Inflationsraten in Frankreich und Italien. Auf Seite der Lebensmittelpreise wurde jedoch ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahresmonat in Höhe von 2,7 % verzeichnet. Der seit ca. einem Jahr stabile Kursanstieg des Euros könnte die Inflation zusätzlich nach unten drücken. Zuletzt verzeichnete der Euro bis zu 1,20 US-Dollar. Die EZB-Präsidentin Christine Lagarde betonte dennoch unsichere Inflationsaussichten aufgrund von volatilen internationalen Einflüssen.
Am vergangenen Donnerstag hat die EZB in ihrer Sitzung zum vierten Mal in Folge den Leitzins nicht verändert. Der Einlagenzins bleibt demnach bei 2 %. Eine Zinssenkung wurde für die nahe Zukunft von der EZB-Präsidentin nicht in Aussicht gestellt.
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Bedeutende Unternehmensnachrichten
Palantir Technologies, führender Anbieter im Bereich der Datenanalyse, erlebte eine durchwachsene Woche. Obwohl die Ergebnisse des vierten Quartals glänzen konnten, reagierten die Anleger am Dienstag mit starken Abverkäufen und nahmen Gewinne mit. Der Kurs fiel somit um ca. 13 % in der vergangenen Woche zum Donnerstagabend.
Der Chiphersteller Advanced Micro Devices konnte im letzten Quartal neue Rekordzahlen bei einem Umsatz von ca. 10,3 Milliarden abliefern. Damit steigerte sich AMD um ca. 34 % im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch blieben die Anleger aufgrund des schwächeren Ausblicks für das laufende Jahr 2026 skeptisch und der Aktienkurs fiel um fast 14 % in der vergangenen Woche zum Donnerstagabend.
Am Mittwoch verstärkte sich der Druck auf Novo Nordisk und die Aktie rutschte um über 10 Prozent an einem Handelstag ab. Zum Wochenausklang am Donnerstagabend notierte sie demnach um fast 19 % tiefer. Der dänische Pharmakonzern berichtete von Umsatz- und Gewinneinbrüche von fünf bis 13 % für das laufende Jahr. Unter anderem getrieben durch geringere Verkäufe der Abnehmspritze und einen hohen Konkurrenzdruck. Um den Kurs zu stabilisieren, kündigte Novo Nordisk ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von ca. 2 Milliarden Euro an.
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