Die Bayer-Aktie hat in den vergangenen Tagen spürbar zugelegt: Seit etwa dem 25.06. stieg der Kurs von knapp 40 Euro auf rund 53 Euro. Das entspricht einem Plus von ungefähr 32 %. Der erneute Kursanstieg erfolgt im Umfeld neuer Nachrichten zur künftigen Aufstellung des Glyphosatgeschäfts in den USA.
Bayer teilte mit, das US-Geschäft mit glyphosathaltigen Unkrautvernichtern künftig unter dem Namen „Ruveon“ als eigenständige Tochter zu führen. Die Einheit soll aus St. Louis gesteuert werden und bleibt zugleich Teil des Bayer-Konzerns. Ziel der Neuaufstellung ist es laut Unternehmen, Prozesse und Steuerung stärker auf die Anforderungen des US-Markts auszurichten – unter anderem mit Fokus auf Anwendungsstandards, Compliance sowie eine Senkung von Rechtsstreit-Risiken bis Ende 2026.
Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt das Thema nach einer Entscheidung des US Supreme Court in der vergangenen Woche: Demnach ist eine Kennzeichnung von Glyphosat als krebserregend nicht erforderlich, weil die zuständige Umweltbehörde EPA den Wirkstoff als unkritisch einstuft. Beobachter werten dies als möglichen Faktor, der die juristische Grundlage für einen Teil der Klagen schwächen könnte.
Hintergrund bleibt die Monsanto-Übernahme (2018) und die seitdem anhaltenden Rechtsstreitigkeiten rund um behauptete Gesundheitsrisiken glyphosathaltiger Produkte. Für die weitere Einordnung dürfte daher wichtig sein, welche konkreten Maßnahmen Bayer im Rahmen von „Ruveon“ nachlegt und wie sich das mittelfristig auf Risiko- und Kostenprofil auswirkt.
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(Quelle: HSBC)