Gemeinsam mit Ihnen werfen wir einen Blick auf die wichtigsten Entwicklungen der Woche. Was bewegte die Märkte? Welche Nachrichten standen im Fokus? Wir haben die zentralen Ereignisse übersichtlich für Sie zusammengefasst.
Die Finanzmärkte erlebten eine Woche mit deutlichen Richtungswechseln. Auf die Kursgewinne nach den US-Zwischenwahlen folgte am Donnerstag ein kräftiger Rückschlag an der Wall Street. Besonders Technologie- und Halbleiterwerte gerieten unter Druck. Der DAX® lag dagegen zum Donnerstagsschluss weiterhin über seinem Schlussstand der Vorwoche. Die Ölmärkte blieben volatil, während neue Konjunkturdaten ein gemischtes Bild der deutschen Wirtschaft zeichneten. Bei den Unternehmenszahlen standen Apple, AMD und Palantir im Mittelpunkt.
Globaler Aktienmarkt
Der DAX® konnte sich von 25.818 Punkten am vergangenen Freitag auf 26.438 Punkte zur Wochenmitte erholen und erreichte zur Wochenmitte hin Sogar ein neues Allzeithoch bei rund 26,682 Punkten. Am Donnerstag gab der deutsche Leitindex einen Teil dieser Gewinne wieder ab und schloss bei 26.325 Punkten. Gegenüber dem Schlusskurs des vergangenen Freitags verblieb dennoch ein Plus von etwa 2,0 %.
An den US-Börsen fiel der Richtungswechsel deutlicher aus. Der S&P 500® stieg bis Mittwoch auf 7.689 Punkte, bevor er am Donnerstag um rund 4,4 % auf 7.354 Punkte zurückfiel. Verglichen mit den 7.580 Punkten vom vergangenen Freitag lag der Index damit etwa 3,0 % im Minus.
Noch stärker traf es den Nasdaq-100 Index®. Nach einem Schlussstand von 28.437 Punkten am Mittwoch verlor der technologielastige Index am Donnerstag rund 6,4 % und schloss bei 26.630 Punkten. Gegenüber den 28.385 Punkten vom vergangenen Freitag bedeutete dies einen Rückgang von etwa 6,2 %. Laut Reuters belasteten insbesondere Sorgen, dass strengere Vorgaben den Ausbau der KI-Infrastruktur und neuer Rechenzentren bremsen könnten.
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| auf DAX® | S&P 500® | Nasdaq-100 Index® |
Wichtige Entwicklungen auf geopolitischer Ebene
Die US-Zwischenwahlen am Dienstag bestimmten das politische Geschehen. Laut Reuters sicherten sich die Demokraten nach den vorliegenden Wahlprojektionen Mehrheiten im Repräsentantenhaus und im Senat. Die zunächst positive Marktreaktion wich am Donnerstag zunehmenden Befürchtungen über strengere Vorgaben für KI-Unternehmen und den Bau von Rechenzentren. Dabei standen neben dem Kongress auch die politischen Mehrheitsverhältnisse in einzelnen Bundesstaaten im Fokus.
Die Lage im Nahen Osten sorgte ebenfalls für Bewegung. Hoffnungen auf Fortschritte bei einer Beendigung des Iran-Kriegs führten zu deutlichen Bewegungen im Ölpreis. Am Mittwoch schlossen die Brent-Futures bei 94,62 USD und die WTI-Futures bei 88,12 USD je Barrel und notierten am Freitagmittag bei jeweils rund 98,44 und 90,88 USD.
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| Brent Crude Future | WTI Crude Future |
Was war in konjunktureller Hinsicht wichtig?
Die Bank of England erhöhte ihren Leitzins am Donnerstag laut Reuters um 0,25 Prozentpunkte auf 4,0 %. Es war die erste Anhebung seit 2023.
In den USA stieg der ISM-Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe im Oktober von 54,5 auf 55,5 Punkte. Damit blieb er oberhalb der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Der Preisindex ging zwar zurück, deutete mit 75,2 Punkten aber weiterhin auf steigende Einkaufspreise hin.
Die deutschen Konjunkturdaten lieferten unterschiedliche Signale. Nach Angaben von Destatis stiegen die preisbereinigten Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im September saison- und kalenderbereinigt um 4,4 % gegenüber August. Besonders die Automobilindustrie und der Maschinenbau trugen zum Anstieg bei. Im weniger schwankungsanfälligen Quartalsvergleich fiel das Plus mit 0,2 % allerdings deutlich kleiner aus.
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Was waren wichtige Unternehmensnachrichten?
Apple präsentierte am Montag seine Ergebnisse für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 12 % auf 114,5 Mrd. USD. Der verwässerte Gewinn je Aktie erhöhte sich um 14 % auf 2,10 USD. Das iPhone-Geschäft erreichte einen Rekord für ein Septemberquartal, während der Dienstleistungsumsatz einen neuen Höchststand markierte. Die Bruttomarge lag bei 47,9 %, wurde allerdings durch Zollrückerstattungen um etwa einen Prozentpunkt gestützt. Auch der Gewinn je Aktie profitierte davon mit 0,05 USD. Für das gesamte Geschäftsjahr meldete Apple einen Rekordumsatz von rund 479 Mrd. USD.
AMD berichtete am Dienstag über ein stark wachsendes Rechenzentrumsgeschäft. Der Gesamtumsatz im dritten Quartal legte um 45 % auf 13,4 Mrd. USD zu, der Nettogewinn nach US-Rechnungslegungsstandard GAAP stieg um 95 % auf rund 2,4 Mrd. USD. Der Gewinn je Aktie betrug 1,46 USD; bereinigt auf Non-GAAP-Basis waren es 2,09 USD. Im Rechenzentrumssegment wuchs der Umsatz um 97 % auf 8,5 Mrd. USD. Gegenläufig entwickelte sich das Gaming-Geschäft, dessen Umsatz um 40 % zurückging. Für das vierte Quartal erwartet AMD einen Umsatz von rund 17 Mrd. USD mit einer Schwankungsbreite von plus oder minus 3 %. Dabei handelt es sich um eine Unternehmensprognose, nicht um ein bereits erzieltes Ergebnis.
Palantir veröffentlichte ebenfalls am Montag seine Quartalszahlen. Der Umsatz stieg im dritten Quartal um 96 % auf 2,31 Mrd. USD. Der den Stammaktionären zurechenbare Nettogewinn nach GAAP erreichte rund 1,13 Mrd. USD, der verwässerte Gewinn je Aktie lag bei 0,44 USD. Besonders dynamisch entwickelte sich das Geschäft mit US-Unternehmenskunden: Dessen Umsatz wuchs um 148 % auf 984 Mio. USD und übertraf erstmals den Umsatz mit US-Regierungskunden. Der Wert neu abgeschlossener Verträge erhöhte sich dagegen mit 6 % auf 2,92 Mrd. USD deutlich langsamer als der Umsatz. Palantir hob seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr auf rund 8,53 Mrd. USD an.
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