18 September 2020

Daimler mit Vergleich – Schaeffler mit Kapitalerhöhung

Die US-Justiz hat den Autobauer Daimler seit Jahren wegen angeblich manipulierter Abgaswerte im Visier. Jetzt haben sich die Stuttgarter verglichen, wobei damit kein Schuldeingeständnis verbunden ist. Auch Schaeffler hat einige Baustellen zu beheben und baut mit einer Kapitalerhöhung vor. Damit soll der Umbau des Unternehmens vorangetrieben werden.
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Das Wichtigste zu Daimler und Schaeffler vorab

  • Daimler mit Fortschritten im Diesel-Skandal
  • Schaeffler rüstet sich für den Umbau des Unternehmens

Daimler zahlt mehr als zwei Mrd. Dollar, um das Verfahren in den USA wegen einer angeblichen Manipulationssoftware in den Autos zu beenden. Damit legt der Stuttgarter Automobilkonzern laufende Ermittlungsverfahren mit den US-Behörden und zahlreiche Klagen mit Autobesitzern bei. Daimler und seiner Tochter Mercedes-Benz USA war vorgeworfen worden, die Abgaswerte bei rund 250.000 Dieselfahrzeugen manipuliert zu haben.

Daimler macht anders als Volkswagen, die 2015 Abgasbetrug im großen Stil eingeräumt hatten, im Rahmen der Vergleiche kein Schuldeingeständnis. Die Stuttgarter müssen auch keine Fahrzeuge von Kunden zurückkaufen oder sich künftig von den US-Behörden überwachen lassen. Daimler muss jedoch die Autos per Software-Update nachbessern. Hinzu kommen weitere Umweltmaßnahmen, für die der Konzern bezahlen muss. Die Vergleiche müssen in den USA noch gerichtlich genehmigt werden. Sie beenden ausschließlich Zivilverfahren, sodass weitere strafrechtliche Konsequenzen folgen könnten.

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Der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler hat auf seiner außerordentlichen Hauptversammlung die Schaffung eines genehmigten Kapitals in Höhe von bis zu 200 Mio. Aktien beschlossen. Ziel der Maßnahme ist es nach Unternehmensangaben die Kapitalbasis zu stärken, um Wachstumschancen zu nutzen und die Transformation des Unternehmens voranzutreiben.

Die Schaeffler AG sieht die Schaffung des genehmigten Kapitals als einen reinen Vorratsbeschluss. Es gebe bislang keine konkreten Transaktionen, die das Unternehmen im Blick habe und für die Ausnutzung des genehmigten Kapitals in Erwägung ziehe, erklärte Georg F. W. Schaeffler, Familiengesellschafter und Aufsichtsratsvorsitzende der Schaeffler AG laut einer Pressemitteilung. Sollte es zu einer Ausnutzung des genehmigten Kapitals kommen, wäre ein mittelbares Ziel einer solchen Kapitalerhöhung auch, den Streubesitz und die Liquidität der Schaeffler-Aktie zu erhöhen und so attraktiver zu machen, erklärte das Unternehmen.

„Wir wollen mit der Schaffung des genehmigten Kapitals zum jetzigen Zeitpunkt sicherstellen, dass wir Chancen, die sich für uns ergeben, im Interesse des Unternehmens und seiner Aktionärinnen und Aktionäre flexibel und schnell ergreifen können“, sagte Klaus Rosenfeld, Vorstandsvorsitzender der Schaeffler AG.

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