16 April 2020

Gold glänzt weiter

Der Goldpreis konsolidiert aktuell nach der kräftigen Kursrally der vergangenen Wochen, die ihn in der Spitze auf das höchste Niveau seit Oktober 2012 geschraubt haben.
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Das Wichtigste zum Goldpreis vorab:

  • Goldpreis profitiert von expansiver Geld- und Fiskalpolitik
  • Steigender US-Dollar bremst den Goldpreis etwas aus

Die Corona-Krise sorgt für kräftige Bremsspuren in der US-Wirtschaft, wie die gestern veröffentlichten Wirtschaftsdaten zeigen. Der Empire State Index, der die Wirtschaftsaktivitäten in der Region New York misst, sackt im März auf noch nie dagewesene -78,2 Prozent ab. Der Einzelhandel im ganzen Land kollabierte im März ebenfalls und ging um fast 9 Prozent zurück.

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Gold

 

Die Aktienmärkte reagierten mit Kursverlusten und auch der Goldpreis gab leicht nach. In den vergangenen Wochen haben der Goldpreis und die Aktienmärkte ähnliche Reaktionen gezeigt, weil die stark expansive Geld- und Fiskalpolitik in der Corona-Krise beiden Anlageklassen zugute kommt. Die verfügbare Liquidität muss verteilt werden. Die Furcht vor einer steigenden Inflation lässt Anleger in Gold einsteigen, da seine Wertbeständigkeit in einem solchen Umfeld als Inflationsschutz dient. Andere investierten weiter in Aktien. Die parallele Entwicklung von Gold mit den vergleichsweise risikobehafteten Aktienmärkten hat jedoch zu Verwunderung geführt. Im Verlauf des gestrigen Risk-Off-Modus haben nämlich beide Anlageformen leiden müssen und statt Gold mit einzubeziehen, waren lediglich Staatsanleihen als sicherer Hafen gesucht. Die Renditen der zehnjährigen Bundesanleihen und US-Staatsanleihen gingen gestern weiter zurück. Ausgebremst wurde die Feinunze auch durch die Dollarstärke. Da Gold in US-Dollar notiert, wird das Edelmetall für Nicht-Dollar-Anleger teurer und damit weniger attraktiv. Dadurch sinkt die globale Nachfrage und der Goldpreis fällt tendenziell.

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Insgesamt bleibt das aktuelle Umfeld für Gold dennoch attraktiv, da ein Ende der Corona-Krise noch nicht abzusehen ist und zahlreiche Staaten ihre Ausgaben erhöhen, um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie abzuschwächen. Während Gold in Dollar noch etwas mehr als zehn Prozent vom Rekordhoch entfernt ist, hat der in Euro umgerechnete Goldpreis bei knapp 1.600 Euro bereits neue Rekordstände erreicht.

 

 

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