25 September 2020

Hella mit starkem Quartal – Snowflake mit starkem Börsengang

Das Geschäft des international aufgestellten Automobilzulieferers Hella aus Lippstadt hat sich in den ersten drei Monaten des neuen Geschäftsjahres 2020/2021 besser entwickelt als ursprünglich erwartet. Erfreulich entwickeln sich auch die meisten der jüngsten Börsengänge. Dazu gehört auch das Softwareunternehmen Snowflake.
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Das Wichtigste zu Hella und Snowflake vorab

  • Hella mit besser als erwarteten Geschäftszahlen
  • Snowflake mit erfolgreichem Börsengang und hoher Bewertung

Hella hat ein erfolgreiches Geschäftsquartal hinter sich, erhöht aber trotzdem nicht seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr, sondern hält an seinem bisherigen Ausblick fest. Demnach erwartet Hella einen währungs- und portfoliobereinigten Umsatz in einer Bandbreite von rund 5,6 bis 6,1 Mrd. Euro sowie eine bereinigte operative Marge in einer Bandbreite von 4,0 bis 6,0 Prozent.

"Der Ausblick auf die kommenden Monate stimmt uns verhältnismäßig positiv", so Rolf Breidenbach, Vorsitzender der Geschäftsführung laut Pressemitteilung. Die Anzeichen für eine gewisse Markterholung im Laufe des aktuellen Geschäftsjahres hätten sich zuletzt weiter verdichtet. Doch angesichts der weiterhin unabsehbaren Folgen der weltweiten Covid-19-Pandemie bestünden nach wie vor hohe Marktunsicherheiten, die Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf haben könnten. Deshalb bleibe das Unternehmen bei der genannten Prognosebandbreite.

Im ersten Quartal ist den Angaben zufolge der währungs- und portfoliobereinigte Konzernumsatz um 10,6 Prozent auf 1,4 Mrd. Euro zurückgegangen. Im Vorjahresquartal belief er sich auf 1,5 Mrd. Euro. Das bereinigte operative Ergebnis halbierte sich auf 56 Mio. Euro, nach 111 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres. "Die globale Fahrzeugproduktion ist in den ersten drei Monaten des neuen Geschäftsjahres weiter zurückgegangen, jedoch nicht so deutlich wie zunächst angenommen", sagte Breidenbach. So sei man operativ profitabel geblieben. Dies ist Breidenbach zufolge "nicht zuletzt auf unser konsequentes Kostenmanagement zurückzuführen."

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Beim Börsenneuling sieht die Situation etwas anders aus. Das Unternehmen ist der größte IPO eines Softwareunternehmens in der Börsenhistorie und war entsprechend bei Anlegern begehrt. Das Unternehmen produziert innovative Database Software, die bei Cloud-Anwendungen zum Einsatz kommt. Am ersten Handelstag sprang die Aktie um mehr als 100 Prozent nach oben. Die Börsenkapitalisierung stand dann bei 68 Mrd. Dollar, was dem 110fachen des erwarteten Umsatzes von 617 Millionen Dollar entspricht. Snowflake erwirtschaftet noch keine Gewinne.

Gleichzeitig hat Snowflake eine deutlich höhere Bewertung als andere Softwareunternehmen erreicht, etwa der US-Konkurrent Workday mit 49 Mrd. Dollar. SAP als wertvollster DAX-Wert und Europas größter Softwarehersteller hat einen Börsenwert von 163 Mrd. Euro. Selbst Warren Buffett mit seiner Holdinggesellschaft Berkshire Hathaway, der sich sonst bei Tech-IPOs zurückhält, hat bei Snowflake zugegriffen und 4 Millionen Snowflake-Aktien erworben.

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