18 Dezember 2020

Impf-Ampullen von Biontech sorgen für Wirbel – Dollar auf Talfahrt

Fünf Dosen enthalten die Corona-Impf-Ampullen von Pfizer und Biontech, die derzeit in den USA verwendet werden. Allerdings hat sich jetzt die FDA eingeschaltet, weil Apotheken sechs und sieben Dosen in den Ampullen gemeldet haben, statt der vorgesehenen fünf. Die jüngsten Entscheidungen in der US-Geldpolitik haben dem Dollar zugesetzt. Er sank auf das niedrigste Niveau seit dem Frühjahr 2018.
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Das Wichtigste zu Biontech und dem Dollar vorab:

  • Biontech/Pfizer müssen Probleme bei der Impfproduktion einräumen
  • US-Notenbank will noch lange an der Nullzinspolitik festhalten

In den USA läuft die Impfung mit Covid-19-Vakzine von Pfizer und Biontech seit Tagen an. Allerdings häuften sich jüngst Meldungen von Apotheken über zusätzliche Dosen in den Impf-Ampullen. Diese müssten theoretisch entsorgt werden. Nun schaltete sich die US-Arzneimittelbehörde FDA ein - und lässt die Verwendung überschüssiger Dosen zu.

"Angesichts des Notfalls im Bereich der öffentlichen Gesundheit empfiehlt die FDA derzeit, jede verfügbare volle Dosis - eine sechste oder möglicherweise sogar eine siebte - aus jeder Durchstechflasche zu verwenden, bis das Problem gelöst ist", sagte ein Vertreter der Behörde. Da der Impfstoff aber frei von Konservierungsstoffen sei, dürfe eine Dosis des Vakzins nicht aus Überresten mehrerer Fläschchen zusammengemischt werden, hieß es weiter.

Die Impf-Ampullen von Pfizer/Biontech sollen laut Kennzeichnung fünf volle Dosen enthalten. US-Apotheker hatten aber von teilweise einer sechsten oder gar einer siebten enthaltenen Dosis berichtet. Bei der Produktion des Impfstoffs hatte Pfizer zuvor von Schwierigkeiten berichtet.

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Probleme hatte auch der US-Dollar zuletzt, weil die US-Notenbank Fed eine langfristige Fortsetzung ihrer Niedrigzinspolitik angekündigt hat, auch wenn sich die Aussichten für die Konjunktur bessern sollten - wie zuletzt. Ein Politikwechsel sei erst dann zu erwarten, wenn es „substanzielle Fortschritte“ bei der Wirtschaftsbelebung gebe. Fed-Chef Jerome Powell habe keine Eile, die ultra-lockere Geldpolitik zu verändern.

Entsprechend fallen die Zinserwartungen der US-Notenbank aus, der sogenannte Dot-Plot (Zinspfad) der Fed. Demnach wird erwartet, dass die Fed die Leitzinsen im ersten Halbjahr 2024 zum ersten Mal straffen wird. Doch nicht nur der Zeitpunkt der Zinsanhebung ist sehr lang, auch der Umfang fällt im Vergleich zu vorherigen Schätzungen moderat aus: Der Pfad der Leitzinsen wird langfristig bis zum Ende des Jahrzehnts auf rund 1,50 Prozent steigen.

Im Zuge dieser Prognosen hat sich der Dollar-Index, der die Performance des Greenback gegenüber den wichtigsten Währungen der Welt misst, deutlich abgeschwächt und ist zum ersten Mal wieder unter die Marke von 90 Punkten gefallen. Das ist das niedrigste Niveau seit April 2018. Seit Jahresanfang hat der Index fast 7 Prozent verloren und gegenüber dem Euro sind es etwas mehr als 9 Prozent. Der Euro kletterte mit knapp 1,23 Dollar ebenfalls auf das höchste Niveau seit April 2018.

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