01 Oktober 2020

Siemens setzt auf Kontinuität - Siemens Energy auf Börsenstart

Der deutsche Industriekonzern Siemens vertraut weiter den Diensten des französischen IT-Dienstleisters Atos. Und dieses Vertrauen lässt sich das DAX®-Unternehmen einiges kosten - eine Milliardensumme. Milliarden Euro hat Siemens auch durch den Börsengang der bedeutenden Tochter Siemens Energy eingenommen.
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Das Wichtigste zu Siemens und Siemens Energy vorab:

  • Siemens will sich zu einem Technologie- und Digitalkonzern weiterentwickeln
  • Börsengang bei Siemens Energy zufriedenstellend

In Zeiten der Corona-Krise und den damit einhergehenden Trends zu Homeoffice und Onlinehandel drängt auch das Thema Datensicherheit bei vielen Unternehmen immer mehr in den Vordergrund. Der deutsche Industrieriese Siemens setzt dabei auf Kontinuität: Der DAX®-Konzern arbeitet weiterhin mit dem französischen IT-Dienstleister Atos zusammen. Die Vereinbarung der beiden Unternehmen hat den Angaben zufolge eine Laufzeit von fünf Jahren. Atos erhält dafür drei Milliarden Euro von Siemens. Atos hatte 2011 die Siemens-IT-Sparte SIS übernommen.

Die Franzosen unterstützen Siemens bei Digitalisierung, Cyber-Sicherheit und anderen IT-Themen. Die Kontrakte sind dem DAX®-Konzern zufolge separat mit der Siemens AG, der Tochter Siemens Healthineers und Siemens Energy abgeschlossen worden. Darüber hinaus wollen Siemens und Atos ihr gemeinsames Geschäft mit digitalen Lösungen vorantreiben, wie die beiden Unternehmen weiter verlauten ließen.

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Siemens arbeitet an seinem Image als Technologie- und Digitalkonzern und bringt deshalb die Energiesparte Siemens Energy an die Börse. Die Energiesparte des Konzerns galt stets als Kernstück der Siemens AG. Nun ist sie seit Wochenstart als eigenständiger Konzern an der Börse. Damit setzt Siemens seine Strategie fort, Unternehmensteile auszugliedern, damit der Rest-Konzern in den Augen der Investoren stärker als Digital- und Technologiekonzern wahrgenommen wird.

Für diesen Börsengang wurden 55 Prozent als Siemens Energy an den Markt gebracht, indem jeder Aktionär der Siemens AG für zwei Aktien eine neue von Siemens Energy erhalten hat. Bei der Konzernmutter verblieben 35,1 Prozent und 9,9 Prozent beim Siemens-Pensionsfonds. Beim Börsenstart am Montag blieb die Aktie mit 22,01 Euro, was einem Wert von 16 Mrd. Euro entspricht, unter den Erwartungen von Siemens. Der Konzern hatte einen Buchwert von 17 Mrd. Euro für die alte Energiesparte mit Kraftwerken, Schalt- und Windanlagen veranschlagt. Inzwischen konnte die Aktie weiter zulegen und notiert knapp über 23 Euro.

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