15 Jänner 2020

Südzucker und HELLA mit Verlusten

Die ersten Unternehmen aus Deutschland berichten über ihr abgelaufenes Geschäftsquartal. Während Südzucker mit fallenden Zuckerpreisen kämpft, wird der Licht- und Elektronikspezialist HELLA durch die schwächelnde Autokonjunktur belastet.
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Das Wichtigste zu Südzucker und HELLA vorab:

  • Fallende Zuckerpreise belasten Südzucker
  • HELLA fährt Verlust ein

Die Zuckerreform in der EU aus dem Jahr 2017 setzt Südzucker kräftig zu. Die Zuckerpreise sind seitdem kräftig gefallen und haben bei dem Zuckerhersteller in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2019/2020 einen deutlichen Verlust in Höhe von 35 Millionen Euro verursacht. Im Vorjahr schaffte das Unternehmen im Vergleichszeitraum noch einen Gewinn von 36 Millionen Euro. Hinzu kommt, dass die gestiegenen Rübenpreise die Produktionskosten bei Südzucker erhöht haben.

Die Südzucker-Tochter CropEnergies verzeichnete hingegen ein weniger negatives Ergebnis, obwohl der Umsatz im gleichen Zeitraum leicht um 3 Prozent zurückgegangen ist. Die zuvor angehobene Prognose des Unternehmens wurde aber beibehalten. Beide Aktien sind zuletzt gestiegen, wobei CropEnergies in den vergangenen 12 Monaten deutlich höhere Kursgewinne verzeichnete.

 

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Automobilumfeld bleibt herausfordernd

Der Scheinwerferhersteller HELLA konnte in dem 12-Monats-Zeitraum ähnliche relative Kursgewinne wie Südzucker aufweisen, musste aber im abgelaufenen Quartal ebenfalls einen Verlust hinnehmen. Der Konzern ist auf Lösungen für innovative Lichtsysteme und der dazugehörigen Elektronik spezialisiert. Der Automobilzulieferer spürt die Krise in der Automobilbranche und hat einen operativen Verlust von 257 Millionen Euro hinnehmen müssen - ein Rückgang von etwa 13 Prozent. Der bereinigte Umsatz sank um 3 Prozent, dennoch hat HELLA seine Jahresziele bestätigt: 6,5 bis 7,0 Milliarden Euro sowie eine Umsatzrendite von 6,5 bis 7,5 Prozent.

Das Branchenumfeld ist angespannt und trifft auch den Standort Deutschland. Die Nationale Plattform Mobilität (NPM), ein Beratergremium der Bundesregierung, prognostiziert einen potentiellen Wegfall von bis zu 410.000 Jobs in der Automobilindustrie aufgrund der Elektromobilität. Bei der Produktion von E-Automobilen werden weniger Arbeitnehmer benötigt, da für die Herstellung deutlich weniger Teile verbaut werden müssen. Die genannten 410.000 Arbeitsplätze machen derzeit etwa die Hälfte der Beschäftigten aus. Dabei wird von einer beschleunigten Elektrifizierung bis zum Jahr 2030 ausgegangen, so dass es hierzulande im Jahr 2030 zehn Millionen batteriebetriebene Automobile geben sollte. Der Verband der deutschen Automobilindustrie (VDA) schätzt die Entwicklung weniger pessimistisch ein und rechnet mit einem potentiellen Wegfall von ca. 80.000 Jobs.

 

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