29 Oktober 2019

Covestro und Deutsche Börse: Favoritenwechsel zum Jahresschluss?

Abgerechnet wird bekanntlich zum Schluss, aber schon jetzt steht fest, dass die Papiere von Covestro nicht zu den stärksten DAX-Aktien in diesem Jahr zählen werden. Mit Blick auf 2020 könnte sich die Situation ändern, denn die am Montag gemeldeten schlechten Zahlen wurden nicht mit Kursverlusten quittiert. Seit dem Rekordhoch von Anfang 2018 steht der Kurs allerdings auch rund 50 Prozent tiefer.
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Das Wichtigste zu Covestro und der Deutschen Börse vorab:

  • Covestro: Zuwächse in der Bau-, Möbel- sowie Elektro- und Elektronikindustrie 
  • Deutsche Börse profitiert von den starken Schwankungen an den Märkten

Der anhaltende Preisdruck und die schwache Autokonjunktur ließen im dritten Quartal den operativen Gewinn um die Hälfte auf 425 Mio. Euro einbrechen. Dennoch blieb der Kunststoffhersteller über dem selbst gesteckten Ziel von 410 Mio. Euro. Vorerst bleibt das wirtschaftliche Umfeld aufgrund des Handelskonflikts und dem drohenden Brexit gerade im Automobilbereich herausfordernd. Covestro profitierte aber von der breiten Aufstellung über verschiedene Industrien hinweg und verzeichnete Zuwächse in der Bau-, Möbel- sowie Elektro- und Elektronikindustrie. Sollten der Brexit und der Zollstreit im nächsten Jahr als Belastungsfaktoren wegfallen, dürfte das tendenziell zyklische und an der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung hängende Branchen, wie die Automobilindustrie, stützen.

 

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Marktturbulenzen helfen Deutsche Börse

Gute Stimmung herrscht hingegen seit Monaten bei der Deutschen Börse. Im September erfolgte der Sprung in den Leitindex der Eurozone, den EuroStoxx 50. Mitte Oktober markierte die Aktie ein Rekordhoch. Inzwischen ist die Deutsche Börse mit einer Marktkapitalisierung von 27 Mrd. Euro der wertvollste Finanzkonzern in Frankfurt.

Der seit Anfang 2018 amtierende Chef Theodor Weimer hat bisher vieles richtig gemacht. So profitierte der Börsenbetreiber von den starken Schwankungen an den Märkten. Rund 50 Prozent des Umsatzes erzielte das Unternehmen mit dem Handel von Aktien und Derivaten. Die andere Hälfte entfällt auf die Bereitstellung von Marktinformationen sowie das Clearing. Die Einführung einer Finanztransaktionssteuer ist allerdings ein Risikofaktor und könnte zu einer nachlassenden Handelsaktivität führen. Zudem hat die Deutsche Börse in der bestehenden Branchenkonsolidierung bisher keine großen Übernahmen oder Kooperationen vermelden können, wohingegen die Börsenbetreiber in Übersee international weiter an Bedeutung gewinnen.

 

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Im abgelaufenen dritten Quartal hat der Börsenbetreiber von den teils hohen Schwankungen an den Kapitalmärkten im Zuge des Handelskonflikts und der Brexit-Verhandlungen profitiert. Absicherungsprodukte werden stärker nachgefragt. Die Nettoerlöse stiegen um 13 Prozent, der operative Gewinn legte gar um 17 Prozent zu. Laut Finanzvorstand Gregor Pottmeyer sei die Deutsche Börse daher zuversichtlich, die angestrebten Jahresziele zu erreichen und bestätigte die Jahresprognose, die 10 Prozent beim Ergebniswachstum vorsieht.

 

 

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