24 Juli 2020

Daimler und Covestro mit vorsichtigem Optimismus

Die Unsicherheit bei der weiteren Geschäftsentwicklung von Daimler und Covestro ist groß, was auch die Ergebnisse im zweiten Quartal belegen. Dennoch versprühen beide Unternehmen mehr Zuversicht als zuletzt und hoffen auf das zweite Halbjahr.
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Das Wichtigste zu Covestro und Daimler vorab:

  • Covestro hält an reduziertem Jahresziel fest
  • Daimler mit nachhaltigen Restrukturierungen

Die Auswirkungen der Corona-Krise treffen zahlreiche zyklische, also konjunktursensitive Titel wie Covestro hart. Im zweiten Quartal brach der operative Gewinn um rund 73 Prozent ein, der Umsatz büßte rund ein Drittel ein. Vor allem der Automobilbereich stand unter Druck. Kunststoffprodukte, aber auch Lacke und Klebstoffe litten unter einer geringeren Nachfrage von Automobilherstellern. Die Polycarbonat-Sparte, das heißt harte Kunststoffe, wurden zuletzt aber auch von der Bauindustrie nachgefragt, die den Nachfrageausfall aus dem Automobilsektor teilweise auffangen konnte.

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Der Geschäftseinbruch insgesamt war allerdings nicht zu verhindern und deshalb setzt Covestro seine Sparbemühungen fort. Das Restrukturierungsprogramm soll statt der geplanten 200 Mill. Euro insgesamt eine Ersparnis von mehr als 300 Mill. Euro bringen. Zusätzlich sollen allein in diesem Jahr noch einmal 100 Mill. Euro eingespart werden. Hier sieht sich das Unternehmen auf Kurs und bestätigt daher seine zuvor reduzierten Jahresziele von 0,7 bis 1,2 Mrd. Euro beim operativen Gewinn.

Daimler muss ebenfalls kräftig sparen und hat für das zweite Quartal einen Verlust und einen deutlichen Umsatzrückgang gemeldet. In der Summe ergibt sich ein Quartalsverlust von rund zwei Mrd. Euro, der größer ausfällt als im gleichen Vorjahreszeitraum. Der Umsatz brach ebenfalls deutlich um knapp 30 Prozent ein. Daimler-Chef Källenius will daher seine Sparmaßnahmen intensivieren und plant, das Sparziel von 1,4 Mrd. Euro anzuheben. Konkret wurde er zum aktuellen Zeitpunkt allerdings nicht.

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Dafür wurden die Ziele für das Gesamtjahr etwas konkreter formuliert. Bei der E-Mobilität und der Digitalisierung will der Konzern vorankommen und peilt für das Gesamtjahr 2020 noch einen operativen Gewinn an. Um dies zu erreichen werden auch Werksschließungen diskutiert. Fabriken in Brasilien, Mexiko, aber auch die Van-Produktion in Deutschland stehen auf dem Prüfstand. Ende Juli will Källenius genauere Pläne vorstellen.

 

 

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