29 Mai 2019

Fiat Chrysler und Renault – mächtige Autoallianz

Der Aktienmarkt reagiert positiv auf das Fusionsangebot von Fiat Chrysler an Renault: beide Aktien legen kräftige Kurssprünge hin. Käme der Deal zustande, entstünde der hinter Volkswagen und Toyota drittgrößte Autohersteller der Welt mit einem jährlichen Absatzvolumen von insgesamt 8,7 Mio. Fahrzeugen.
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Die mögliche Fusion spiegelt gleichzeitig den Konsolidierungsdruck in der Branche wider. Einerseits sinkt der weltweite Absatz, vor allem wegen des Einbruchs in China und andererseits steigen die Investitionen in Elektrofahrzeuge und autonomes Fahren kräftig, was die Profitabilität erheblich belastet. Fiat Chrysler hatte mehrfach versucht sich mit anderen Autobauern zusammenzuschließen, war aber unterem anderen bei General Motors abgeblitzt.

Nun hat Fiat eine Offerte für Renault auf den Tisch gelegt, um deutliche Größenvorteile zu erreichen. Fiat Chrysler ist stark vom US-Geschäft abhängig. Es bekommt allerdings zusehends Gegenwind durch die Abkühlung der US-Wirtschaft. So lag der US-Absatz von Pkws, SUVs und Jeeps im April mit einer Jahresrate von 16,4 Mio. Einheiten um 4,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Das war der dritte Rückgang innerhalb der vergangenen vier Monate. Gleichzeitig schwächelt das Europageschäft des Unternehmens.

Hingegen ist Renault ein Vorreiter bei Elektroautos mit einer starken Präsenz in den Schwellenländern. Allerdings ist der Konzern nicht auf dem US-Markt aktiv. Fiat und Renault gehen im Fall einer Fusion davon aus, die Kosten um jährlich fünf Mrd. Euro senken zu können, unter anderem im Einkauf, durch gemeinsame Fahrzeugplattformen, sowie in der Forschung und Entwicklung. Dann stünde mehr Geld für Investitionen etwa in E-Mobilität zur Verfügung.

 

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Mit Källenius startet Daimler in eine neue Ära

Anleger schauen zudem weiterhin stark auf Daimler, insbesondere bei der Hauptversammlung, auf den Vorstandschef Dieter Zetsche, der den Stab an seinen Nachfolger Ola Källenius übergeben hat. Er muss einen der größten Konzernumbauten in der Unternehmensgeschichte von Daimler vorantreiben. Dabei werden die automobilen Geschäftsfelder in rechtlich selbständige Einheiten aufgeteilt. Sie sollen flexibler am Markt agieren und so das Wachstum ankurbeln.

Dabei werden die Pkw-Sparte Mercedes-Benz Cars und Mercedes-Benz Vans ebenso zu einer Einheit zusammengeführt, wie das Lkw- und das Bus-Geschäft. Die neue Struktur startet zum 1. November. Die Finanzsparte ist bereits rechtlich selbständig.

Gleichzeitig will sich Källenius darauf fokussieren, die Emissionen der Fahrzeuge drastisch zu reduzieren. Dabei soll das Geschäft mit Elektroautos und Plug-in-Hybriden kräftig ausgebaut werden. Bis 2030 sollen sie insgesamt mehr als die Hälfte des Pkw-Absatzes ausmachen. Neben all den Vorhaben muss der neue Daimler-Chef noch die Kosten deutlich senken, denn die Profitabilität gerade im Pkw-Geschäft liegt weit unter den mittel- und langfristigen Zielen.

 

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Daimler

 

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