Die Ölpreise sanken diese Woche deutlich, während die Indizes von Tech-Abverkäufen belastet wurden. Bei den deutschen Rüstungskonzernen gab es deutliche Kurssprünge und Micron lieferte Rekord-Quartalsergebnisse. Der Euro fiel zum USD auf den niedrigsten Stand seit über einem Jahr.
Globaler Aktienmarkt – Die Indizes reagieren uneinheitlich.
Der DAX® erreichte zunächst am Montag ein Tageshoch von ca. 25.176 Punkten, verlor jedoch innerhalb der folgenden Tage an Aufwind. In der Wochenmitte notierte der deutsche Leitindex zeitweise bei ca. 24.600 Punkten und startete auch am Freitag im Minus. Insbesondere der Abverkauf der Tech-Werte belastete den DAX®. Davon waren die asiatischen Märkte noch stärker betroffen: Der Nikkei225 verlor am Freitagvormittag rund 4 Prozent und notierte bei ca. 68.800 Punkten. Der Tech-Index Nasdaq-100® konnte die 26.000-Punkte-Marke vom Montag nicht halten, wurde jedoch zeitweise durch positive Quartalszahlen von Micron gestärkt. Am Donnerstag schloss der Index noch bei ca. 25.300 Punkten. Der S&P500® gab im Vergleich zum Wochenbeginn bis zum US-Börsenschluss am Donnerstag etwas nach und pendelte über die Woche zwischen ca. 7.430 und 7.330 Punkten. Anders sah es beim Dow Jones Industrial Average® aus – dieser erreichte am Donnerstag ein neues Rekordhoch von ca. 52.721 Punkten.
Wichtige Entwicklungen auf politischer Ebene
Der britische Premierminister Keir Starmer gab bekannt, dass er nach zwei Jahren an der Regierungsspitze und als Vorsitzender der Labour-Partei zurücktreten werde. Bis zur Wahl eines Nachfolgers werde er als Regierungschef im Amt bleiben.
Nachdem die USA und der Iran eine erste Verhandlungsrunde in der Schweiz beendet haben, sollten weitere Beratungen über die gesamte Woche folgen. Ziel sei ein finales Abkommen innerhalb von 60 Tagen laut den Vermittlerstaaten. Das US-Finanzministerium lockerte in Folge der Gespräche die US-Sanktionen gegen iranisches Öl. Die Ölpreise für ein Barrel der Sorte Brent und WTI sanken im Verlauf der Woche zeitweise um über 5 % und erreichten damit das Niveau vor dem Nahost-Konflikt.
Die EU-Mitgliedstaaten stimmten dem Handelsabkommen mit den USA zu, das Einfuhrzölle von 15 Prozent auf EU-Produkte vorsieht. Im Gegenzug entfallen die EU-Zölle auf US-Industriegüter und der Marktzugang für US-Meeresfrüchte sowie Agrarprodukte in der EU wird erleichtert.
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| Brent Crude Future | WTI Crude Future |
Zentrale konjunkturelle Ereignisse
Im Juni hat sich die Stimmung der deutschen Wirtschaft laut dem ifo-Geschäftsklimaindex etwas verbessert und stieg von 85 Punkten im Mai auf 85,6 Punkte im Juni. Die Unsicherheit der Unternehmen nahm etwas ab und die deutsche Wirtschaft würde auf eine Entspannung der weltpolitischen Situation hoffen. Der Einkaufsmanagerindex für Deutschland lag im Juni bei 48 Punkten und verringerte sich den dritten Monat in Folge. Der Rückgang erreichte das niedrigste Niveau seit anderthalb Jahren.
Der Euro fiel zur Wochenmitte zeitweise auf 1,1326 USD und notierte damit auf dem tiefsten Stand seit über einem Jahr. Der US-Dollar wurde zuletzt durch Spekulationen über eine Zinserhöhung gestützt, was den Euro in der Folge belastete.
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| EUR/USD |
Bedeutende Unternehmensnachrichten
Zur Wochenmitte präsentierte der Chiphersteller Micron Technology seine Rekordergebnisse für das dritte Quartal des Geschäftsjahres und berichtete von einer Vervierfachung seines Umsatzes auf ca. 41 Milliarden USD gegenüber dem Vorjahresquartal. Micron profitiert insbesondere vom anhaltenden KI-Hype und erwarte für das vierte Quartal einen Umsatz von ca. 50 Milliarden USD. Zudem gab der Konzern am Montag eine strategische Vereinbarung mit dem KI-Entwickler Anthropic bekannt.
Der Rüstungskonzern Rheinmetall stand diese Woche im Fokus vieler Anleger und verzeichnete den höchsten Tagesrückgang seit 25 Jahren. Grund dafür war die Absage von Verteidigungsminister Boris Pistorius über den geplanten Auftrag von sechs F126-Fregatten, da erhebliche Verzögerungen und Kostensteigerungen das Projekt belastet hätten. Stattdessen sollen acht Meko-200-Fregatten von Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) gebaut werden. Während Rheinmetall zeitweise um rund 20 Prozent niedriger notierte, stieg die TKMS-Aktie zeitweise rund 9 Prozent.
Der Konzern Hochtief stieg diese Woche in den DAX® auf und löste damit Porsche Automobil Holding SE ab. Hochtief erzielte eine Steigerung der Auftragseingänge währungsbereinigt um 27 Prozent und erreichte einen Rekord-Auftragsbestand von ca. 79 Milliarden Euro im ersten Quartal 2026. Die Hochtief-Aktie konnte sich innerhalb eines Jahres nahezu verdreifachen.
Am Donnerstag gewann die Bayer-Aktie um rund 20 Prozent, nachdem der Konzern seinen Erfolg im Rechtsstreit mit dem Obersten Gerichtshof der USA über das Pflanzenschutzmittel Glyphosat bekannt gab.
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| Micron Technology Inc. | Rheinmetall | TKMS AG + Co. KGAA O.N. | Hochtief | Porsche Automobil Holding SE | Bayer |
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