Die Märkte standen in dieser Woche im Zeichen neuer US-Konjunkturdaten, anhaltender geopolitischer Unsicherheiten und struktureller Nachrichten aus dem europäischen Automobilsektor. Die jüngsten US-Konjunkturdaten zeichneten ein uneinheitliches Bild: Während sich der Dienstleistungssektor im August belebte, schwächte sich die Dynamik in der Industrie ab. Bei Volkswagen rückten der beschlossene Zukunftsplan 2030, der geplante Stellenabbau und der bevorstehende Ausschluss aus dem EURO STOXX 50® in den Mittelpunkt.
Globaler Aktienmarkt – DAX® gibt nach, US-Indizes leicht im Plus
Der DAX® startete schwächer in die Woche. Ausgehend von rund 26.570 Punkten am Freitag der Vorwoche fiel der Index am Montag auf etwa 26.258 Punkte. Am Dienstag setzte sich die Bewegung zunächst fort; der DAX® schloss bei rund 25.970 Punkten. Zur Wochenmitte gab der Index nochmals leicht auf etwa 25.839 Punkte nach und beendete den Donnerstag nahezu unverändert bei rund 25.838 Punkten. Damit lag der DAX® bis zum Schlusskurs am Donnerstag rund 2,8 % unter dem Niveau vom Ende der Vorwoche.
Die US-Indizes entwickelten sich etwas stabiler. Der S&P 500® schloss am Donnerstag bei etwa 7.748 Punkten und lag damit rund 0,5 % über dem Schlusskurs der Vorwoche von 7.712 Punkten. Der Nasdaq-100® beendete den Donnerstag bei rund 29.482 Punkten und lag damit etwa 0,2 % über dem Niveau vom 28. August.
Wichtige Entwicklungen auf geopolitischer Ebene
Die Entwicklungen im Konflikt zwischen den USA und Iran gehörten in dieser Woche zu den Themen, die an den Finanzmärkten besondere Aufmerksamkeit erhielten. Gleichzeitig stiegen die Renditen an den internationalen Anleihemärkten.
Zentrale konjunkturelle Ereignisse
Am US-Anleihemarkt stieg die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen im Wochenverlauf zeitweise auf rund 4,81 % und damit nahe einem Mehrjahreshoch. Die Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen stieg zeitweise auf rund 4,41 %. Die Entwicklung deutete auf eine vorsichtigere Einschätzung der künftigen Geldpolitik hin.
An den Märkten wurde im Wochenverlauf sowohl über mögliche Zinserhöhungen in den USA als auch über eine weitere Straffung der Geldpolitik in Europa diskutiert. Die Marktteilnehmer richteten ihren Blick deshalb verstärkt auf die bevorstehenden Konjunkturdaten und die nächsten Sitzungen der Federal Reserve und der Europäischen Zentralbank.
Der Euro notierte am Freitag bei rund 1,1625 USD. Verglichen mit dem Vortageshoch von rund 1,1641 USD entsprach der Rückgang etwa 0,14 %. Der US-Dollar wurde durch die höheren US-Renditen und die veränderten Zinserwartungen unterstützt.
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Bedeutende Unternehmensnachrichten
Der Halbleiterhersteller Broadcom, ein Unternehmen aus dem Nasdaq-100®, veröffentlichte am Mittwoch seine Ergebnisse für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um rund 86 % auf etwa 29,6 Mrd. USD. Der GAAP-Nettogewinn erhöhte sich auf rund 13,1 Mrd. USD, verglichen mit etwa 4,1 Mrd. USD im Vorjahresquartal. Für das vierte Quartal stellte Broadcom einen Umsatz von rund 34,8 Mrd. USD in Aussicht. Diese Prognose lag leicht unter den Erwartungen des Marktes. Die Aktie gab im nachbörslichen Handel zunächst um rund 5 % nach.
Die BASF-Tochter trinamiX hat Apple in den USA wegen einer mutmaßlichen Verletzung von sieben Patenten zur Gesichtsauthentifizierung verklagt. Die Klage wurde vor einem Bundesgericht in Texas eingereicht und bezieht sich auf die Nutzung der Technologie in zahlreichen iPhone- und iPad-Modellen. Die Kläger fordern Schadenersatz in bislang nicht bezifferter Höhe sowie eine gerichtliche Anordnung gegen die weitere Nutzung der aus ihrer Sicht patentgeschützten Verfahren. Eine Entscheidung darüber, ob Apple die Patente tatsächlich verletzt hat, liegt bislang nicht vor. Apple nahm zunächst nicht Stellung.
Im Rahmen der regulären jährlichen Überprüfung des EURO STOXX 50 wird Volkswagen den Index mit Wirkung zum 21. September 2026 verlassen. Nokia und Engie werden neu aufgenommen; Wolters Kluwer scheidet neben Volkswagen aus dem Index aus. Volkswagen steht derzeit unter anderem wegen des intensiven Wettbewerbs aus China und laufender Restrukturierungsmaßnahmen unter Druck.
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