Gold und Rohöl im Fokus

Gold und Rohöl im Fokus

Indikatoren globaler Unsicherheit?

Welche Auswirkungen hat die geopolitische Lage

Gold wird oftmals als „sicherer Hafen“ bezeichnet. Steigt die Unsicherheit an den Finanzmärkten, legen viele Anleger traditionell einen Zwischenstopp in diesem Hafen ein, wodurch die Nachfrage nach Gold steigen kann und den Preis tendenziell unterstützt. So konnte der Goldpreis im vergangenen Jahr ein Kursplus von rund 65 % verbuchen.
Seit Jahresbeginn zeigt sich jedoch ein anderes Bild: Trotz anhaltend hoher geopolitischer Spannungen kam es immer wieder zu deutlichen Kurskorrekturen und auch im Zuge des Konflikts im Nahen Osten konnte Gold sein zuvor erreichtes Niveau nicht halten. Damit stellt sich die Frage, ob Gold weiterhin als stabilisierender Anlagebaustein genutzt wird oder ob Investoren Positionen derzeit eher kurzfristig steuern.
Auch der Rohölmarkt ist in diesem Kontext wichtig, da Ölpreise wesentliche Treiber für Energie- und Transportkosten sind. Seit der Verschärfung der Lage im Nahen Osten und der damit verbundenen Sperrung der Straße von Hormus sind die Ölpreise deutlich gestiegen. Das schürt Sorgen vor höheren Energiekosten, steigenden Transportpreisen und damit verbundenen Inflationserwartungen.
Vor diesem Hintergrund wollen wir in dieser Marktbeobachtung beide Rohstoffe genauer betrachten.

 

Rohöl: Angebots- und Transportunsicherheiten treiben die Preise

Wie lang bleibt das Niveau auf diesem Level?

Der Rohölpreis ist im März stark angestiegen. Wie in der Grafik zu sehen sind sowohl Brent als auch WTI in kurzer Zeit deutlich nach oben gesprungen; Brent kletterte zeitweise auf rund 118 USD je Barrel und näherte sich damit wieder dem Preisniveau von Februar 2022, als die Öl- und Gasexporte aus Russland im Zusammenhang mit Sanktionen und veränderten Handelsströmen deutlich zurückgingen.
Auslöser war dieses Mal jedoch eine Phase erhöhter Angebots- und Transportunsicherheit rund um die Straße von Hormus, ein Nadelöhr der globalen Energieversorgung, über das circa ein Fünftel der globalen Rohöltransporte verschifft wird.
Der Preissprung wirkt wie ein spürbarer Kostenanstieg: Er kann Industrie und Wirtschaftswachstum belasten, führt zu höheren Tankkosten und kann die Inflationserwartungen der Konsumenten nach oben treiben.
Inzwischen hat sich die See etwas beruhigt. Dank anhaltender diplomatischer Gespräche ist der Brent Preis bereits mehr als 14 % von seinem Hoch im März zurückgekommen, WTI zeigte eine vergleichbare Entwicklung.

Quelle: Eigene Darstellung anhand Daten der IEA, Stand: 29.04.2026. Zeitraumbetrachtung 2009-2026, Diese Angaben sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.**

Die Terminkurve für Brent-Rohöl weist derzeit eine „Backwardation“ auf: Kurzfristig fällige Kontrakte werden höher gehandelt als länger laufende Futures.

Für die Tourismusbranche bedeutet das: Diese Terminstruktur wird häufig als Hinweis auf mittelfristig stabilere bzw. niedrigere Ölpreise interpretiert. Falls es so eintritt, könnte das dämpfend auf Energie- und Transportkosten wirken und damit indirekt auch auf Preise in Bereichen wie Flug- und Kreuzfahrt.

Quelle: Eigene Darstellung anhand der Daten aus LSEG, Stand: 27.04.2026. Zeitraumbetrachtung Juni 2026 bis Dezember 2029. Diese Angaben sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. **

 

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Brent Crude Future

 

Gold seit Jahresbeginn überwiegend volatil

Immer noch ein „sicherer Hafen“ für Anleger?

Gold und Silber, die bereits zu Jahresbeginn im Februar eine deutliche Korrektur verzeichneten (siehe Marktbeobachtung vom März 2026), bleiben auch im weiteren Verlauf unserer Reise schwankungsanfällig. Während die beiden Edelmetalle im Umfeld der Verschärfung der Lage im Nahen Osten bis Anfang März einen Großteil der vorherigen Verluste wieder aufholten, gaben die Kurse bis Ende März erneut kräftig nach und fielen mit rund 4.379 USD je Feinunze (Gold) bzw. 67,76 USD je Feinunze (Silber) sogar unter die zuvor markierten Februartiefs. Zuletzt lag Gold und Silber bei rund 4.688 USD bzw. 75,14 USD je Feinunze (Stand 27.04.2026).

Quelle: Eigene Darstellung anhand der Daten aus LSEG, Stand: 27.04.2026. Zeitraumbetrachtung Januar 2025 bis April 2026. Diese Angaben sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. **

Ein Blick auf die Zu- und Abflüsse in goldgedeckten ETFs unterstreicht dieses Bild. Die mit physischem Gold hinterlegten ETFs sind eine zentrale Reiseroute für institutionelle wie private Investoren und damit ein wichtiger Indikator für die Investmentnachfrage.
Die vom World Gold Council ausgewerteten Daten zeigen (Stand: 31.03.2026), dass es in Europa und Nordamerika zuletzt zu umfangreichen Nettoabflüssen kam: In Europa beliefen sich die Abflüsse aus Gold-ETFs auf rund 7,3 Tonnen, in Nordamerika fielen sie mit etwa 87 Tonnen noch deutlich kräftiger aus - ein Hinweis auf Gewinnmitnahmen und Umschichtungen.
Demgegenüber verzeichnete der asiatische Raum Zuflüsse von 9,9 Tonnen - zwar weniger als in früheren Phasen, aber weiterhin ein klarer Aufbau.
Bereits in unserem Jahresausblick 2026 und der Marktbeobachtung im März wurde anhand der Zu- und Abflüsse der Gold-ETFs eine höhere Nachfrage in Asien als in Europa festgestellt. Inzwischen sind die Zahlungsflüsse in Gold in Europa und Nordamerika sogar rückläufig. Die folgende Grafik macht diese regionale Divergenz sichtbar und zeigt, dass Gold als Anlageklasse global keineswegs einheitlich wahrgenommen wird: Während Investoren in Europa und Nordamerika ihren Aufenthalt im Goldhafen verkürzen und Gewinne realisieren, bleibt die Nachfrage in Asien robust.

Quelle: Eigene Darstellung anhand der Daten des World Gold Councils, Stand: 27.04.2026 Zeitraumbetrachtung März 2026.

Wie nachhaltig die Bewegungen bei Gold und Öl sind, hängt in den kommenden Wochen vor allem von der geopolitischen Entwicklung ab. Beide Märkte bleiben kurzfristig stark nachrichtengetrieben.

 

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Gold

 

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5-Jahres-Charts

Quelle: Eigene Darstellung mit Daten von LSEG; Stand: 28.04.2026. Diese Angaben sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.**

 

Quelle: Eigene Darstellung mit Daten von LSEG; Stand: 28.04.2026. Diese Angaben sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.**

 

Quelle: Eigene Darstellung mit Daten von LSEG; Stand: 28.04.2026. Diese Angaben sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.**

 

Quelle: Eigene Darstellung mit Daten von LSEG; Stand: 28.04.2026. Diese Angaben sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.**

 

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