HSBC Zertifikate FAQs

1. Was ist ein Derivat?

Der Begriff "Derivat" stammt von der lateinischen Bezeichnung "derivare" bzw. "derivatum" ab und bedeutet "ableiten" bzw. "abgeleitet". Derivate sind demnach Finanzinstrumente bzw. Finanzprodukte, deren Kursentwicklung sich von der Wertentwicklung eines Basiswertes ableitet.

2. Welche Arten von Derivaten gibt es?

Der Derivatemarkt umfasst Anlagezertifikate und Hebelprodukte. Zu den Anlagezertifikaten gehören z.B. Partizipations-, Bonus-, Outperformance-, Discount-, Kapitalschutz- und Express-Zertifikate sowie Aktienanleihen. Zu den Hebelprodukten zählen neben Optionsscheinen auch Knock-out-Produkte und exotische Optionen.

3. Wie unterscheiden sich Anlagezertifikate und ­Hebelprodukte?

Das größte Unterscheidungskriterium von Anlagezertifikaten und Hebelprodukten ist die den Wertpapieren zugrunde liegende Handelsstrategie. Während Anlagezertifikate einen mittel- bis langfristigen Anlagehorizont bieten, wobei in der Regel der Gedanke eines Vermögensaufbaus im Vordergrund steht, werden Hebelprodukte aufgrund ihres Chance-Risiko-Verhältnisses mehrheitlich zur kurzfristigen Spekulation eingesetzt. Dem erheblich höheren (Verlust-)Risiko von Hebelprodukten, im Vergleich zu Anlagezertifikaten, steht allerdings auch eine deutlich größere Ertragschance gegenüber. Das Risikoprofil der im Segment Anlagezertifikate zusammengefassten Produkte entspricht meist dem einer Aktie oder eines Investmentfonds.

4. Was ist der Basiswert bzw. das Underlying?

Der Basiswert bzw. das Underlying ist das einem Derivat zugrunde liegende Finanzinstrument. Typische Basiswerte sind Aktien, Indizes, Währungen (Währungswechselkurse, z.B. EUR/USD), Rohstoffe (z.B. Edelmetalle oder Öl), Baskets/Körbe (z.B. Aktien-Baskets) und Zinsen.

5. Welche Rolle spielt der Emittent im Handel mit Derivaten?

HSBC tritt im Rahmen der jeweiligen Regelungen an den Derivatebörsen als Market Maker auf. D.h., selbst wenn Anleger keinen Börsenumsatz erkennen können, ist ein Handel des entsprechenden Wertpapiers in der Regel unter gewöhnlichen Marktbedingungen während der üblichen Handelszeiten möglich.

6. Worin unterscheiden sich die Begriffe: Emissionstag, erster Börsenhandelstag, erster Valutierungstag, Bewertungstag und Fälligkeit?

Als Emissionstag oder Verkaufsbeginn wird in der Regel der Tag bezeichnet, an dem die Wertpapiere erstmals öffentlich zum Kauf angeboten werden. Der erste Börsenhandelstag bezeichnet den Tag, ab dem die Wertpapiere erstmals an einer Wertpapierbörse (z.B. an der EUWAX) gehandelt werden. Als Erster Valutierungstag bezeichnet man den Tag, an dem die Gutschrift/Belastung erstmals erfolgt, in der Regel zwei Bankarbeitstage nach dem Emissionstag. Der Bewertungstag ist für die Bestimmung des Auszahlungsbetrags von Bedeutung. An diesem Tag wird der für die entsprechenden Berechnungen maßgebliche Kurs des Basiswerts festgestellt. Am Fälligkeitstag erhält der Wertpapierinhaber die Gutschrift in Höhe des am Bewertungstag ermittelten Auszahlungsbetrags auf sein Verrechnungskonto.

7. Was bedeuten die historische und die implizite Volatilität?

Die Volatilität ist ein statistisches Maß für die Häufigkeit und die Stärke der Kursschwankungen eines Basiswerts. Exakt zu berechnen ist die Volatilität nur in der Rückschau als so genannte historische Volatilität. Diese sollte Anlegern nur einen Anhaltspunkt bei der Analyse von Derivaten, wie z.B. Anlagezertifikaten, liefern. Sie trifft zwar eine Aussage über die Schwankungen eines Basiswerts in der Vergangenheit, entscheidend sind aber die Erwartungen an die zukünftige Entwicklung der Häufigkeit und Stärke von Kursschwankungen des Basiswerts. Diese lässt sich nicht direkt ermitteln, sondern wird durch den Preis entsprechender Optionen an den Terminmärkten ermittelt. Die implizite (erwartete) Volatilität kann höher oder niedriger sein als die Volatilität in der Vergangenheit, je nachdem, ob die Marktteilnehmer stärkere oder schwächere Kursausschläge erwarten.

8. Was ist die Put-Call-Parität?

Unter der Bezeichnung Put-Call-Parität ist eine elementare Gleichgewichtsbedingung zu verstehen, welche einen preislichen Zusammenhang zwischen europäischen Call- und Put-Optionen mit identischen Basispreisen und gleicher Laufzeit herstellt.
Die Put-Call-Parität findet beispielsweise Anwendung bei der Bewertung europäischer Optionen. Da sie eine wertmäßige Verbindung zwischen europäischen Calls und Puts herstellt, kann der theoretisch gerechtfertigte Preis eines Puts (oder Calls) auf Basis eines richtig bewerteten Calls (oder Puts) berechnet werden. Darüber hinaus dient sie als Ausgangspunkt für die Strukturierung von Produkten, wie Bonus- und Discount-Zertifikaten. Für den Beweis eines Gleichgewichtes zwischen europäischen Call- und Put-Optionen mit identischen Basispreisen und Laufzeiten werden zwei Portfolios gebildet.
Portfolio A besteht aus einer gekauften europäischen Kaufoption und einer verzinslichen Geldanlage in Höhe des um die Restlaufzeit unter Berücksichtigung des risikofreien Zinssatzes diskontierten Basispreises der Optionen.
Portfolio B wird aus dem Kauf einer Aktie und einer gekauften europäischen Verkaufsoption gebildet. Sowohl für die Call-Option in Portfolio A als auch für die Put-Option in Portfolio B dient die gekaufte Aktie als Basiswert.
Der zukünftige Wert beider Portfolios ist dann, unabhängig vom realisierten Aktienkurs, bei Fälligkeit identisch. Aufgrund dieser Gesetzmäßigkeit müssen beide Portfolios auch zu jedem Zeitpunkt vor Fälligkeit denselben Wert besitzen, da eine vorzeitige Ausübung der Optionen aufgrund der europäischen Optionsart ausgeschlossen ist. Jedes in der Grundform der Gleichung vorkommende Instrument kann so durch die Kombination der anderen drei Instrumente synthetisch nachgebildet werden.

9. Was ist eine Geld-/ Briefspanne?

Unter Geld-/Briefspanne (Spread) versteht man die in der Emissionswährung (z.B. Euro) ausgedrückte Differenz zwischen dem vom Emittenten gestellten Ankaufs- und Verkaufspreis eines Derivats. Je höher die Geld-/Briefspanne ausfällt, desto geringer ist der Kursgewinn beim Handel mit Derivaten. Daher wird die Geld-/Briefspanne oft auch als zusätzliches Kriterium bei der Auswahl von Derivaten herangezogen.

10. Was ist der relative, was ist der absolute Spread?

Unter absolutem Spread (Geld-/Briefspanne) versteht man die ausgedrückte Differenz zwischen dem vom Emittenten gestellten Ankaufs- und Verkaufspreis eines Derivats. Je höher der Spread ausfällt, desto geringer ist der Kursgewinn beim Handel mit Derivaten. Daher wird die Geld-/Briefspanne oft auch als zusätzliches Kriterium bei der Auswahl von Derivaten herangezogen. Der relative Spread hingegen gibt an, um wie viel Prozent der Preis eines Derivats mindestens steigen muss, damit der Anleger dieses ohne Verlust an den Emittenten zurückgeben (verkaufen) kann. Im Vergleich zum absoluten Spread berücksichtigt der relative Spread, dass bei einem niedrigeren Preis eines Derivats bereits ein geringer absoluter Spread beachtliche negative Auswirkungen auf die zu erwartende Rendite aus der Investition haben kann.

11. Was ist der homogenisierte Spread?

Der homogenisierte Spread gibt an, wie hoch der Spread bezogen auf eine Einheit des zugrunde liegenden Basiswerts ist. Der homogenisierte Spread errechnet sich, indem der absolute Spread durch das Bezugsverhältnis dividiert bzw. mit dem Bezugsverhältnis multipliziert wird. Er eignet sich insbesondere für den Vergleich von Produkten, die sich auf denselben Basiswert beziehen, aber mit unterschiedlichen Bezugsverhältnissen ausgestattet sind. Anders als beim homogenisierten Spread wird beim absoluten und relativen Spread das Bezugsverhältnis eines Produkts nicht berücksichtigt.

12. Kann ein Anleger zu einem Nachschuss verpflichtet sein, wie z. B. beim Handel von Futures Kontrakten an der Eurex?

Durch den Erwerb eines Derivats entstehen einem Anleger neben den für die Transaktion anfallenden Kosten (Erwerbspreis plus Orderentgelte, fremde Spesen und laufende Kosten wie z.B. Depotgebühren) keine weiteren Zahlungsverpflichtungen. Eine Nachschusspflicht besteht nicht.

13. Ist es kostengünstiger, außerbörslich oder börslich zu handeln?

Bei außerbörslichen Handelsgeschäften zahlen Anleger keine Handelsplatzentgelte, was bei börslichen Geschäften allerdings der Fall ist. Häufig ist es daher kostengünstiger, außerbörslich zu handeln. Die genauen Transaktionsentgelte in Abhängigkeit vom Handelsplatz sollten Sie bei Ihrem Online-Broker, Ihrer Bank oder Sparkasse erfragen.

14. An welchen Börsen können Produkte von HSBC gehandelt werden?

Derivate von HSBC können grundsätzlich an den in den Endgültigen Bedingungen genannten Börsen gehandelt werden. Bei in Deutschland angebotenen Wertpapieren sind dies in der Regel die Wertpapierbörsen in Frankfurt (ZertifikateBörse) bzw. Stuttgart (EUWAX). Sofern die Wertpapiere in der Schweiz gelistet sind, erfolgt die Börseneinführung (Kotierung) in der Regel an der SIX Swiss Exchange. Anleger können Produkte von HSBC aber auch außerbörslich über diverse Online-Broker wie z.B. Cortal Consors, Comdirect, ING DiBa, DAB Bank, Flatex, S Broker oder andere handeln.

15. Kann man Derivate außerbörslich kaufen und an der Börse verkaufen?

Anleger haben die Möglichkeit, ein Wertpapier von HSBC außerbörslich zu kaufen und börslich zu verkaufen. Umgekehrt kann ein Wertpapier an der Börse gekauft und dann außerbörslich wieder verkauft werden. Es gibt bezüglich der Wahl des Börsenplatzes keinerlei Einschränkung für den Anleger, der Anleger hat nur zu beachten, an welcher Börse die Wertpapiere gehandelt werden.

16. Gibt es beim Kauf von Derivaten ein Mindestanlagevolumen wie z.B. bei Investmentfonds?

In der Regel sind alle Derivate ab der Stückzahl „eins“ handelbar. So genannte Mindestordervolumen werden nicht vom Emittenten festgelegt, sondern von einem Online-Broker oder einer Hausbank. Anleger sollten sich auf jeden Fall vor dem Kauf eines Produkts bei ihrem Online-Broker oder der jeweiligen Hausbank erkundigen, ob von diesem oder dieser ein Mindestordervolumen verlangt wird. So kann es vorkommen, dass der Kauf eines bestimmten Produkts bei einem Online-Broker erst ab einer Mindestordergröße von 1.000 Stück möglich ist, bei einem anderen Broker dasselbe Produkt aber bereits ab einer Menge von 1 Stück handelbar gewesen wäre.

17. Warum können im außerbörslichen Handel je ­nach Nachfragevolumen unterschiedliche Preise gestellt werden?

Die von HSBC gestellten Preise gelten stets für bestimmte Mengen (Volumen). Wenn größere Stückzahlen außerbörslich gehandelt werden, kann es bei sehr illiquiden Werten unter Umständen zu Liquiditätsproblemen im unterliegenden Hedge-Markt kommen. Emittenten nähmen dann ein größeres Risiko in ihre Handelsbücher auf. Handelt es sich z.B. um einen Hedge mit einem ausländischen Basiswert, geht eine Absicherung zudem mit höheren Kosten einher. Diese so genannten „Risikokosten“ können sich im Kurs eines Derivats widerspiegeln und dazu führen, dass bei einem größeren Nachfragevolumen andere Preise gestellt werden. Für eine wertneutrale Positionierung des Emittenten ist diese Form der Preisstellung notwendig.

18. Warum kann es im Direkthandel schwierig sein, bei sehr häufigen Kursänderungen des Basiswertes einen Kauf oder Verkauf zu tätigen?

Um ein von HSBC emittiertes Wertpapier außerbörslich zu handeln, erfragt der Kunde zunächst einen Kurs eines Wertpapiers. Diese an das Handelssystem gestellte Kursanfrage wird als „Quote-Request“ bezeichnet. Als Antwort sendet die Bank einen Preis. Dieser von HSBC außerbörslich quotierte indikative Preis (der so genannte Quote) stellt lediglich die Aufforderung an den Kunden dar, ein verbindliches Angebot zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers abzugeben („invitatio ad offerendum“). Gibt der Kunde auf Basis dieses indikativen Quotes ein solches Angebot ab, welches „Trade-Request“ genannt wird, kann der Emittent dieses entweder annehmen – dann kommt es zum Abschluss eines entsprechenden Vertrages, dem Trade – oder ablehnen. Im Falle unveränderter Marktbedingungen wird HSBC das Angebot in der Regel jedoch annehmen.

Es kann allerdings vorkommen, dass ein Trade-Request vom Handelssystem automatisch abgelehnt wird. Dies ist tendenziell dann der Fall, wenn es zwischen dem für den Trade-Request maßgeblichen Quote und dem entsprechenden Trade-Request zu einer Kursänderung in dem Wertpapier kommt, die ihre Ursache wiederum in der Kursänderung des entsprechenden Basiswerts hat. Grundsätzlich dienen derartige Ablehnungen dem Schutz des Anlegers und dem Schutz der Bank, da solche Kursbewegungen zu einem Nachteil für den Kunden oder die Bank führen könnten. Das System macht hierbei keine Unterschiede hinsichtlich der Partei.

19. Anleger hat eine börsliche Order platziert. Welche Möglichkeiten hat er, wenn diese trotz Erreichen des Limits nicht ausgeführt wird?

Da HSBC keinen Einblick in das Orderbuch der Börsen hat und börsliche Orders grundsätzlich unter Berücksichtigung der Ausführungsbestimmungen der Börse von den dortigen Börsenmaklern ausgeführt werden, sollten sich Anleger im Falle einer Nichtausführung umgehend an die zuständige Börse wenden. In der Regel bieten diese eine kostenlose Hotline an, deren Nummer der Anleger auf der jeweiligen Website findet. Der Grund für die Nichtausführung kann nur durch die Börse selbst aufgeklärt werden.

21. Bei welchen Banken oder Brokern sind Produkte von HSBC handelbar?

Grundsätzlich sind alle von HSBC emittierten Derivate bei jeder Bank oder Sparkasse und jedem Online-Broker handelbar. Anleger können also selbst entscheiden, mit welcher Bank oder welchem Broker sie handeln möchten. Die Möglichkeit des Live-Tradings wird allerdings in der Regel nur von Online-Brokern angeboten.

22. Was können Anleger tun, wenn sie Derivate handeln ­wollen, bei denen an den Börsen kein Umsatz ersichtlich ist?

Um eine jederzeitige Handelbarkeit aller von ihr emittierten Wertpapiere zu gewährleisten, tritt die HSBC selbst als Market Maker auf. HSBC stellt also als Market Maker unter gewöhnlichen Marktbedingungen während der üblichen Handelszeiten eines Wertpapiers regelmäßig Kauf- und Verkaufskurse mit dem Ziel, die Liquidität in dem jeweiligen Wertpapier zu erhöhen. D.h., selbst wenn Anleger keinen Börsenumsatz erkennen können, ist ein Handel des entsprechenden Wertpapiers in der Regel unter gewöhnlichen Marktbedingungen während der üblichen Handelszeiten möglich. Anleger müssen dabei jedoch beachten, dass in Einzelfällen oder bestimmten Marktsituationen eine Veräußerung des betreffenden Wertpapiers nicht möglich ist.

23. Was ist unter dem Emittentenrisiko zu verstehen?

Anlagezertifikate und Hebelprodukte sind Inhaberschuldverschreibungen eines Emittenten. Das bedeutet, dass Anleger, die derartige Produkte erworben haben, das so genannte Emittentenrisiko tragen. Dahinter verbirgt sich das Risiko, dass der Emittent während der Laufzeit des jeweiligen Wertpapiers zahlungsunfähig wird und seine (Zahlungs-)Verpflichtungen aus den emittierten Wertpapieren gegenüber den Inhabern (Anlegern) nicht erfüllen kann. Investoren sollten vor dem Kauf dieser Produkte auf jeden Fall die Bonität eines Emittenten berücksichtigen. Dies wird durch die Bonitätseinstufung (=Rating) des jeweiligen Emittenten erleichtert. Mit Hilfe eines „Bonitäts“-Ratings wird von spezialisierten Ratingagenturen die Wahrscheinlichkeit bewertet, ob ein Schuldner (in diesem Fall der Emittent) seine Zahlungsverpflichtung, z. B. aus der Emission eines Zertifikats, rechtzeitig und in vollem Umfang erfüllen wird. Die Frage nach der Kreditsicherheit eines Unternehmens und dem sich daraus ergebenden Rating ist über viele Branchen hinweg bereits seit Jahren etabliert. Die spezialisierten Ratingagenturen (z. B. Fitch Ratings, Moody’s und Standard & Poor’s) bewerten Unternehmen dabei nach vorab festgelegten Kriterien. Ein wesentlicher Baustein für das Rating ist die Bewertung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der jeweiligen Gesellschaft. Das aktuelle Rating der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG kann jederzeit unter www.hsbc-zertifikate.de eingesehen werden.

24. Wie erfahren Anleger, welche Produkte neu emittiert werden? Ist es hierbei ratsam, regelmäßig auf den Internetseiten der Emittenten nachzusehen?

Aktuelle Informationen zu neu emittierten Produkten können Anleger täglich bequem per E-Mail erhalten. HSBC bietet ein umfangreiches und kostenloses Newsletter-Angebot an, mit dem sich Anleger über Neuemissionen von Anlegezertifikaten und Hebelprodukten informieren können. Die Anmeldung erfolgt über das Internetportal www.hsbc-zertifikate.de, derzeit über „Analysen / Newsletter-Abonnement“.

25. Benötigen Anleger ein Depot bei HSBC, um ihre Derivate handeln zu können?

Anleger müssen kein Depot bei HSBC haben, um die Produkte handeln zu können. Notwendig ist lediglich ein Depot bei einer Hausbank oder einem Online-Broker. Darüber hinaus bietet HSBC in Deutschland nicht die Möglichkeit einer klassischen Depotführung für Privatkunden. Diese ist ausschließlich im Rahmen der Vermögensverwaltung möglich.

26. Besteht für Anleger die Möglichkeit, historische Emittentenkurse einzusehen

HSBC bietet Anlegern keinen direkten Zugriff auf historische Kurse. Diesen Service bietet allerdings das Kursarchiv der Börse Stuttgart. Dieses finden Anleger auf der Internetseite www.euwax.de unter der Rubrik Tools und Services/ Handelstransparenz/ Euwax Archiv. Durch Eingabe der WKN und des gesuchten Zeitraums erhalten Anleger eine Auflistung der vom Emittenten gestellten Geld- und Briefkurse eines Wertpapiers. HSBC übernimmt allerdings keine Garantie für die Richtigkeit der Angaben. Das Archiv stellt ausschließlich einen Service der Börse Stuttgart dar.

27. Kann es vorkommen, dass HSBC keine Kurse stellt?

HSBC stellt als Market Maker während der Handelszeiten fortlaufend handelbare Geld- und Briefkurse. Sollten Anleger beim Versuch, ein von HSBC emittiertes Wertpapier zu handeln, keinen Kurs bekommen, ist es empfehlenswert, sich umgehend mit dem Emittenten in Verbindung zu setzen. In der Regel verfügen die Emittenten über eine Info-Hotline, die im Falle einer Handelsstörung darüber Auskunft geben kann.

28. Gibt es eine Verpflichtung für den Emittenten, An- und Verkaufspreise für die von ihm emittierten Produkte zu ­stellen, wenn der Anleger eine entsprechende Anfrage an ihn richtet?

Die Emittenten sind grundsätzlich nicht verpflichtet, während der Laufzeit eines Produkts An- und Verkaufspreise zu stellen. Die Verpflichtungen, die sich aus dem Wertpapierprospekt ergeben, beziehen sich auf den Fälligkeitstag eines Produkts. Die Börse Frankfurt mit ihrem Marktsegment ZertifikateBörse und die Börse Stuttgart mit dem Marktsegment EUWAX verpflichten die Emittenten allerdings, für bestimmte Mindestvolumen An- und Verkaufspreise zu stellen. Die jeweils aktuellen Volumen finden Anleger auf den Internetseiten der entsprechenden Börse.

29. Bleiben die von Anlegern eingegebenen persönlichen Daten anonym?

HSBC Trinkaus & Burkhardt AG als Emittent übt nicht die Funktion einer Depotbank aus. Demnach hat sie auch keinen Zugang zu den persönlichen Daten eines Anlegers. Alle im Rahmen von Informationsanforderungen eingehenden Daten werden stets vertraulich behandelt und nicht weitergegeben.

30. Was bedeutet die Abgeltungsteuer?

Die Abgeltungsteuer wurde zum 1. Januar 2009 eingeführt. Kapitalerträge, gleichgültig ob es sich dabei um Zinseinnahmen oder Kursgewinne handelt, werden pauschal mit 25 % zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer besteuert. Die Einführung der Steuer hatte zur Folge, dass alle Einkunftsarten nicht mehr mit dem gleichen Steuersatz besteuert, sondern Erwerbs- und Kapitaleinkommen mit in der Regel unterschiedlichen Steuersätzen behandelt werden. Die vor dem 1. Januar 2009 gültige 12-Monats-Regelung („Spekulationsfrist“) ist entfallen. Unabhängig von der steuerlichen Gesetzgebung bleibt folgender Grundsatz von Bedeutung: Das wichtigste Entscheidungskriterium für eine Investition sollte die Ausgewogenheit der Chancen und Risiken der entsprechenden Derivate oder sonstigen Finanzinstrumente sein. Die steuerlichen Folgen sollten nicht ausschlaggebendes Kriterium einer Anlageentscheidung sein. Anleger sollten sich bei Fragen von einem mit den persönlichen Vermögens- und Steuerverhältnissen vertrauten Angehörigen der steuerberatenden Berufe beraten lassen.