DAX® im November

DAX® im November

Ein Überblick über den DAX® im November

Auch diesmal analysieren wir die historische Entwicklung des DAX® im Monat November seit seiner Einführung 1988. In dieser Ausgabe blicken wir genauer auf die November-Historie. Wie hat sich der DAX® im November historisch entwickelt?

Zur Einordnung betrachten wir eine hypothetische Strategie: Investiert wird jeweils nur im November. Dabei beleuchten wir, welche Rendite diese Strategie erzielt hätte. Die zugrunde liegende Methodik bleibt unverändert: Berechnungsbasis ist jeweils der Schlusskurs des letzten Handelstags im November und der Schlusskurs des letzten Handelstags im November markiert das Periodenende.

In der Grafik „DAX® November-Performance“ zeigt sich insgesamt ein klar positives Bild. Nach einem zunächst verhaltenen Verlauf in den späten 1980er- und frühen 1990er-Jahren, als sich die kumulierte Rendite noch nahe der Nulllinie bewegte, setzt ab Mitte der 1990er-Jahre eine deutlich dynamischere Aufwärtsphase ein. Bis zum Ende der 1990er-Jahre steigt die kumulierte November-Performance auf über 40 % an. Im Anschluss folgt im Umfeld der Marktverwerfungen um die Jahrtausendwende eine spürbare Schwächephase mit zwischenzeitlichen Rücksetzern, bevor sich ab den frühen 2000er-Jahren wieder ein stabilerer Aufwärtstrend etabliert.

Quelle: Eigene Berechnung auf Basis von LSEG-Daten. Zeitraumbetrachtung: 01.09.1988 – 31.09.2025. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für die Wertentwicklung in der Zukunft.** 5-Jahreschart am Artikelende. Quelle: LSEG. Stand: 21.09.2026.

Auffällig ist, dass die Linie auch in der Finanzkrise 2008 einen deutlichen Rückschlag verzeichnet, der langfristige November-Trend jedoch nicht nachhaltig gebrochen wird. In den Folgejahren setzt sich der positive Verlauf mit zwischenzeitlichen Konsolidierungen fort. Seit etwa 2012 gewinnt die Entwicklung erneut an Dynamik, bevor es um 2022 noch einmal zu einer sichtbaren Unterbrechung kommt. Diese bleibt jedoch nur temporär: In den darauffolgenden Jahren steigt die kumulierte Rendite deutlich weiter an und erreicht zuletzt ein Niveau von rund 150 % bis 160 %. Insgesamt unterstreicht die Grafik damit, dass der November historisch betrachtet zu den tendenziell stärkeren Monaten zählt, wenn auch nicht ohne zwischenzeitlich spürbare Schwankungen.

Die nachfolgende Grafik zeigt, dass der November im DAX® historisch überwiegend positiv verlaufen ist. In den meisten dargestellten Jahren liegt die Monatsrendite im Plus, teilweise sogar deutlich. Negative November-Monate kamen zwar ebenfalls vor, blieben im Vergleich jedoch eher die Ausnahme und fielen vor allem in einzelnen schwächeren Marktphasen stärker aus. Insgesamt spricht die historische Entwicklung damit für ein mehrheitlich freundliches saisonales Muster im November, auch wenn die Stärke der Ausschläge von Jahr zu Jahr spürbar variiert.

Quelle: Eigene Berechnung auf Basis von LSEG-Daten. Zeitraumbetrachtung: 01.09.1988 – 31.09.2025. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für die Wertentwicklung in der Zukunft.** 5-Jahreschart am Artikelende. Quelle: LSEG. Stand: 21.09.2026.

Die dritte Grafik fasst die Extremwerte zusammen und macht die Bandbreite der möglichen Monatsentwicklung im November klar sichtbar: Der beste November wurde 2020 mit einem Plus von rund 15 % erzielt. Demgegenüber steht der schwächste November im Jahr 2000 mit einem Rückgang von etwa -10 %. Insgesamt zeigt sich damit, dass die Ergebnisse in der Vergangenheit von deutlichen Gewinnen bis zu merklichen Verlusten reichten.

Quelle: Eigene Berechnung auf Basis von LSEG-Daten. Zeitraumbetrachtung: 01.09.1988 – 31.09.2025. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für die Wertentwicklung in der Zukunft.** 5-Jahreschart am Artikelende. Quelle: LSEG. Stand: 21.09.2026.

Nun wollen wir uns den prozentualen Anteil der positiven und negativen Tage im November ansehen. Die obere Grafik zeigt, dass in der Mehrzahl der betrachteten November-Monate mehr als 50 % der Handelstage positiv verliefen. Konkret war dies in 24 der insgesamt 37 untersuchten November-Monate der Fall. Demgegenüber standen 10 November-Monate, in denen die Anzahl negativer Tage überwog. In den verbleibenden 3 Jahren hielten sich positive und negative Tage jeweils die Waage.

Quelle: Eigene Berechnung auf Basis von LSEG-Daten. Zeitraumbetrachtung: 01.09.1988 – 31.09.2025. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für die Wertentwicklung in der Zukunft.** 5-Jahreschart am Artikelende. Quelle: LSEG. Stand: 21.09.2026.

Die DAX®-November-Renditen zeigen eine klare Häufung rund um die Nulllinie. Am häufigsten treten leicht negative Tagesveränderungen im Bereich von -1 % bis 0 % auf. Fast ebenso oft verzeichnet der DAX® jedoch moderate Gewinne zwischen 0 % und +1 %, sodass sich insgesamt ein Bild überwiegend kleiner Marktbewegungen ergibt. Ebenfalls noch relativ häufig sind Anstiege von +1 % bis +2 %, während Rückgänge zwischen -2 % und -1 % deutlich seltener vorkommen. Stärkere Ausschläge bleiben auf beiden Seiten die Ausnahme: Bewegungen von mehr als ­±2 % treten nur vereinzelt auf, und Tage mit Renditen von über +3 % beziehungsweise unter -3 % sind historisch selten.

Quelle: Eigene Berechnung auf Basis von LSEG-Daten. Zeitraumbetrachtung: 01.09.1988 – 31.09.2025. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für die Wertentwicklung in der Zukunft.** 5-Jahreschart am Artikelende. Quelle: LSEG. Stand: 21.09.2026.

Die DAX®-Juli-Renditen konzentrieren sich deutlich im Bereich kleiner Tagesbewegungen: Am häufigsten liegen die Ergebnisse leicht im Plus, insbesondere in der Klasse 0 Prozent bis +1 Prozent, gefolgt von Zuwächsen zwischen +1 Prozent und +2 Prozent. Auf der negativen Seite treten Rückgänge zwischen -1 Prozent und 0 Prozent ebenfalls vergleichsweise häufig auf, während stärkere Verluste unter -2 Prozent deutlich seltener sind. Größere Ausschläge bleiben insgesamt die Ausnahme: Tagesgewinne über +2 Prozent kommen nur vereinzelt vor und Werte jenseits von ±3 Prozent treten historisch nur in wenigen Fällen auf. Insgesamt zeigt der Juli mit 502 von 840 Handelstagen im Plus ein leicht positiv geprägtes Renditeprofil, wobei die Mehrzahl der Handelstage nahe der Nulllinie liegt und extreme Bewegungen nur selten das Bild dominieren.

Abschließend betrachten wir wie gewohnt die historische Volatilität des DAX® und vergleichen sie mit der Volatilität im November. Die schwarze Säule gibt die Gesamtvolatilität des DAX® an, während die rote Säule die historische Volatilität des Monats November zeigt. Diese fällt mit 20,58 % leicht niedriger aus als die Gesamtvolatilität des DAX® von 21,53 %. Das spricht statistisch für etwas geringere Schwankungen im November, auch wenn einzelne Ausreißer weiterhin möglich sind.

Quelle: Eigene Berechnung auf Basis von LSEG-Daten. Zeitraumbetrachtung: 01.09.1988 – 31.09.2025. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für die Wertentwicklung in der Zukunft.** 5-Jahreschart am Artikelende. Quelle: LSEG. Stand: 21.09.2026.

5-Jahrescharts

5-Jahreschart DAX®

Quelle: LSEG; Stand: 21.09.2026. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für die Wertentwicklung in der Zukunft. Ohne Berücksichtigung von Transaktionskosten und Depotentgelten.

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