28 Mai 2019

Cisco besser als Nvidia

Wegen der Eskalation des Handelsstreits zwischen den USA und China sind viele US-Technologieaktien in den vergangenen Tagen kräftig unter die Räder gekommen. Eine der wenigen erfreulichen Ausnahmen ist jene von Cisco. Zwar hat auch sie etwas nachgegeben, dennoch notiert sie lediglich etwas unter dem 19-Jahres-Hoch.
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12.06.2019 | 10:00
Microsoft ist die Nummer eins
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Grund sind die jüngsten Zahlen und der Ausblick. So lagen die Ergebnisse für das im April beendete dritte Quartal des Geschäftsjahres 2018/19 leicht über den Analystenschätzungen von Bloomberg. Zudem hat Vorstandschef Chuck Robbins für das laufende Quartal ein Umsatzplus von 4,5 bis 6,5 Prozent in Aussicht gestellt und damit Investoren überzeugt.

Robbins sagte, dass in dem Ausblick die Erhöhung der US-Strafzölle auf chinesische Produkte bereits enthalten sei. Cisco habe in den vergangenen sechs Monaten seine Lieferkette kräftig verändert und damit die Abhängigkeit von China erheblich verringert. Zudem kämen lediglich drei Prozent der Konzernerlöse aus dem Land.

Das Unternehmen profitiert davon, dass es sich verstärkt auf Software und Dienstleistungen fokussiert. Gerade der Umsatz aus dem Bereich Cyber Security, der unter anderem Firewall-Lösungen anbietet, ist zuletzt kräftig gewachsen.


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Prognose von Nvidia verunsichert Investoren

Auch Nvidia lag mit seinem Erlösausblick für das laufende Quartal über den Analystenschätzungen von Bloomberg. Nachdem der Umsatz im vergangenen Geschäftsquartal um 31 Prozent eingebrochen war, ist der Hersteller von Grafikkarten darauf angewiesen, dass sich die Nachfrage gerade aus dem PC-Bereich erholt. Grafikkarten spielen allerdings auch im Bereich Künstliche Intelligenz eine zunehmend wichtige Rolle. Vorstandschef Jensen Huang gab sich auf der Analystenkonferenz zuversichtlich, dass sich die Nachfrage in dem Bereich in China stabilisiert habe.

Dennoch hat sich der Kursrückgang zuletzt beschleunigt, womit die Aktie um mehr als 20 Prozent unter dem April-Hoch notiert. Denn Huang hat gewarnt, dass sich die Nachfrage aus dem deutlich kleineren Bereich der Rechenzentren seit dem Anfang des Quartals abgeschwächt habe. Zudem sei die weitere Entwicklung des Marktes schwer vorherzusagen. Große Kunden der Sparte Rechenzentren, zu denen beispielsweise Amazon und Google gehören, haben zuletzt allerdings bei den Investitionen auf die Bremse gedrückt.



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