04 Januar 2019

Volkswagen und BMW erhöhen Druck auf Tesla

Das Umfeld für die deutsche Autoindustrie ist herausfordernd, die gefallenen Aktienkurse im vergangenen Jahr spiegeln dies wider. Dennoch wird der Umstieg auf die Elektromobilität weiter vorangetrieben. Das bringt den US-Konzern Tesla unter Zugzwang.
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06.03.2019 | 08:00
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Mit einem Kurseinbruch startet die Tesla-Aktie in das Börsenjahr 2019. Grund sind einige vorläufige Zahlen für das vierte Quartal. Zwar hat der Elektroautobauer den Absatz des Model 3 um 13 Prozent gegenüber dem Vorquartal auf 63.150 Fahrzeuge gesteigert. Das lag allerdings laut Bloomberg etwas unter den Schätzungen der Analysten von 63.698. 

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Tesla Inc.

 

Verunsichert hat Investoren zudem, dass der Konzern ab sofort die Preise für das Modell 3, sowie für den Sportwagen Model S und das SUV Model X um jeweils 2.000 Dollar senkt, um einen Teil der Subventionen aufzufangen, die in den USA zum Jahresanfang von 7.500 auf 3.750 Dollar pro Elektroauto halbiert worden sind. Investoren haben allerdings Sorge, dass diese Maßnahme auf eine schwächere Nachfrage, gerade nach dem Model 3, hindeutet, zumal Teslas bisherige Geschäftspolitik keine Preisnachlässe vorgesehen hatte. Derweil versucht Tesla-Chef mit einem neuen E-Auto neue Kunden zu gewinnen und hat das Model Y genehmigt. Das wird das fünfte Auto in der Tesla-Reihe sein, wobei genaue Details noch nicht bekannt gegeben worden sind. Produktionsbeginn soll 2020 sein und eine Reichweite von 300 bis 500 Kilometer pro Ladevorgang haben.

Volkswagen und BMW machen deutliche Fortschritte bei Ladetechnik

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BMW

 

Die Nachrichten über die Preisrabatte von Tesla kommen zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt, wächst doch der Druck durch Wettbewerber wie Daimler, BMW und Volkswagen zusehends. Zuletzt hat Volkswagen eine mobile Schnellladesäule vorgestellt, bei der ein Ladevorgang durchschnittlich nur 17 Minuten dauert. Die ersten dieser Säulen sollen im ersten Halbjahr 2019 am Heimatstandort des Konzerns in Wolfsburg aufgestellt werden. 

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Daimler

 

Wenige Tage vor Volkswagen hatten bereits BMW und die VW-Tochter Porsche gezeigt, wie weit sie beim Thema Laden vorangekommen sind. Deren Prototyp hat an zwei Elektro-Forschungsfahrzeugen gezeigt, dass Ladezeiten von drei Minuten für die ersten 100 Kilometer Reichweite und von 15 Minuten für einen vollen Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent praktisch möglich sind. Für einen ähnlichen Ladevorgang braucht Tesla mit seinem Supercharger rund 30 Minuten. Allerdings lädt Tesla damit schon Serienmodelle auf. 

Stagnierender Automarkt

Unklar ist weiterhin, ob US-Präsident Donald Trump Strafzölle auf in Europa hergestellte Fahrzeuge verhängen wird. „Niemand weiß das“, sagte EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström. Der Wert europäischer Auto- und Autoteileexporte in die USA liege bei mehr als 50 Mrd. Euro pro Jahr.

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Volkswagen Vz.

 

Dabei ist das Umfeld für die Branche weiterhin sehr schwierig. So schrumpft der Automarkt in China, dem mit weitem Abstand weltweit größten Markt, wegen der schwächelnden Konjunktur seit einigen Monaten. Zudem befürchten Investoren, dass die US-Wirtschaft im laufenden Jahr in eine Rezession abrutschen könnte, was den dortigen Automarkt erheblich belasten würde. Der Zulieferer Bosch prognostiziert, dass der weltweite Automarkt in diesem Jahr lediglich stagnieren werde.

 

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