Porsche hat im heute veröffentlichten Halbjahresbericht 2026 einen gemischten Geschäftsverlauf beschrieben. Der Konzernumsatz lag von Januar bis Juni bei rund 17,2 Mrd. Euro und damit etwas unter dem Vorjahreswert von etwa 18,2 Mrd. Euro. Gleichzeitig stieg das operative Ergebnis auf ungefähr 1,35 Mrd. Euro, nachdem im Vorjahreszeitraum rund 1,0 Mrd. Euro erzielt worden waren. Die operative Umsatzrendite verbesserte sich damit auf etwa 7,8 % nach rund 5,5 %. Porsche verweist in diesem Zusammenhang vor allem auf ein striktes Kosten-, Preis- und Produktmix-Management sowie auf die weiter verfolgte Value-over-Volume-Strategie.
Auf der Absatzseite blieb das Umfeld dagegen anspruchsvoll. Die Auslieferungen gingen im ersten Halbjahr auf rund 122.300 Fahrzeuge zurück, nach etwa 146.400 Fahrzeugen im Vorjahr, was einem Minus von ungefähr 16 % entspricht. Auch der Anteil batterieelektrischer Fahrzeuge lag mit rund 19 % unter dem Vorjahresniveau von etwa 24 %. Positiv entwickelte sich nach Unternehmensangaben der Automotive Net Cashflow, der auf ungefähr 1,0 Mrd. Euro zulegte, nachdem im Vorjahreszeitraum rund 0,4 Mrd. Euro erreicht worden waren. Zugleich betonte Porsche, dass die laufende strategische Neuausrichtung das Halbjahr netto mit etwa 100 Mio. Euro belastet habe.
Für das Gesamtjahr hält das Unternehmen trotz des aus seiner Sicht weiter herausfordernden Marktumfelds an seiner Prognose fest. Porsche erwartet weiterhin einen Umsatz von rund 35 bis 36 Mrd. Euro sowie eine operative Umsatzrendite von etwa 5,5 % bis 7,5 %. Vorstandschef Michael Leiters verwies darauf, dass die strategische Neuausrichtung weiter vorangetrieben werde, zugleich aber noch Arbeit bevorstehe. Finanzvorstand Jochen Breckner erklärte, die Halbjahreszahlen lägen im Rahmen der Erwartungen. Für die zweite Jahreshälfte stellte Porsche allerdings zusätzliche Belastungen aus dem Zukunftspaket in dreistelliger Millionenhöhe in Aussicht.
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(Quelle: HSBC)