Die Woche war vor allem von steigenden Ölpreisen, höheren Anleiherenditen und neuen Inflationsdaten geprägt. Der Konflikt im Nahen Osten verstärkte die Sorge vor möglichen Lieferengpässen und anhaltendem Preisdruck. Gleichzeitig stand die Zinserhöhung der EZB im Fokus. An den Aktienmärkten belasteten höhere Finanzierungskosten und geopolitische Risiken.
Globaler Aktienmarkt – DAX® verliert
Der DAX® startete etwas schwächer in die Woche. Ausgehend von rund 26.007 Punkten am Montag bewegte sich der Index zunächst seitwärts, bevor die Abwärtsbewegung zur Wochenmitte an Dynamik gewann. Am Mittwoch fiel der DAX® auf rund 25.640 Punkte. Am Donnerstag setzte sich die Schwäche fort und der DAX® fiel auf 25.361 Punkten. Zum Wochenschluss blieb der deutsche Aktienmarkt damit deutlich unter dem Niveau der Vorwoche.
Die US-Indizes entwickelten sich im Wochenverlauf ebenfalls schwankungsreich. Der S&P 500® schloss am Donnerstag bei rund 7.592 Punkten. Der Nasdaq-100® beendete den Handelstag bei rund 26.082 Punkten, während der Dow Jones Industrial Average® bei rund 52.064 Punkten schloss.
Was war auf politischer Ebene wichtig?
Die Ölpreise stiegen im Wochenverlauf deutlich. Brent notierte am Mittwoch erstmals seit mehreren Monaten wieder oberhalb der Marke von 100 US-Dollar je Barrel und schloss bei rund 101 US-Dollar. Am Donnerstag beschleunigte sich der Anstieg.
Auch der Preis für WTI Crude stieg deutlich. Der US-Ölpreis überschritt am Donnerstag erstmals seit Mai wieder die Marke von 100 US-Dollar und schloss bei rund 102,48 US-Dollar je Barrel. Am Freitag gaben die Ölpreise im frühen Handel etwas nach. Brent notierte zeitweise bei rund 106 US-Dollar, WTI bei rund 101 US-Dollar.
Die höheren Ölpreise wirkten sich unmittelbar auf die Inflationserwartungen aus. Gleichzeitig belasteten die geopolitischen Risiken die Stimmung an den internationalen Aktienmärkten.
Die US-Schuldengrenze war in dieser Woche dagegen kein unmittelbarer politischer Krisenfaktor. Die derzeitige Schuldengrenze liegt bei rund 41,1 Billionen US-Dollar. Nach aktuellen Einschätzungen dürfte die Grenze voraussichtlich erst im Jahr 2027 wieder zu einem größeren politischen Thema werden. Kurzfristig standen deshalb nicht die Schuldengrenze, sondern vor allem die langfristige US-Haushaltslage, die hohe Neuverschuldung und das große Anleiheangebot im Vordergrund.
Was war in konjunktureller Hinsicht wichtig?
Die Europäische Zentralbank erhöhte am Donnerstag den Einlagensatz um 25 Basispunkte von 2,25 % auf 2,50 %. Es war die zweite Zinserhöhung des Jahres. Die Renditen an den internationalen Anleihemärkten stiegen im Wochenverlauf weiter an. Hintergrund waren die Kombination aus höheren Ölpreisen, neuen Inflationsdaten und der Erwartung, dass die Notenbanken ihre Geldpolitik möglicherweise länger restriktiv halten müssen. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg zeitweise auf in Richtung 5 %. Damit erreichte sie den höchsten Stand seit Ende 2023.
Das US-Finanzministerium kündigte am Mittwoch an, bei einer Rückkaufoperation bis zu 6 Milliarden US-Dollar an älteren US-Staatsanleihen mit Laufzeiten von 10 bis 20 Jahren zurückzukaufen. Die Maßnahme soll die Liquidität am Anleihemarkt unterstützen. Am Donnerstag kaufte das Finanzministerium schließlich Anleihen im Volumen von rund 5,19 Milliarden US-Dollar zurück. Die Rückkäufe konnten den Anstieg der Renditen jedoch nicht vollständig verhindern. Anleger richteten ihre Aufmerksamkeit weiterhin auf die hohe Neuverschuldung der USA, die umfangreiche Emission von Staatsanleihen und die langfristige Entwicklung der Inflation. Auch deutsche Bundesanleihen standen unter Druck. Der Anstieg der globalen Renditen und die Zinserhöhung der EZB belasteten insbesondere länger laufende Anleihen. Steigende Marktrenditen können bei bestehenden Anleihen zu fallenden Kursen führen.
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Was waren wichtige Unternehmensnachrichten?
Oracle sorgte nach der Veröffentlichung der Quartalsergebnisse für eine positive Reaktion im nachbörslichen Handel. Das Unternehmen meldete für das erste Geschäftsquartal einen Umsatz von rund 19,3 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die Erwartungen der Analysten leicht. Zudem erhielt Oracle zusätzliche Verträge im Bereich der künstlichen Intelligenz mit einem Volumen von mehr als 30 Milliarden US-Dollar. Der Auftragsbestand erhöhte sich dadurch auf rund 664 Milliarden US-Dollar.
Adobe veröffentlichte zudem am Donnerstag die Ergebnisse für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026. Der Softwarekonzern erzielte einen Quartalsumsatz von rund 6,76 Milliarden US-Dollar. Damit lag der Umsatz etwa 13 % über dem Vorjahreswert und über den Erwartungen der Analysten von rund 6,70 Milliarden US-Dollar.
Apple stellte am Mittwoch mit dem iPhone Duo sein erstes faltbares Smartphone vor, das in den USA ab rund 1.999 US-Dollar angeboten werden soll und bei Anlegern aufgrund des hohen Preises sowie der noch offenen Nachfrage zunächst Fragen zur Marktakzeptanz aufwarf.
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