Neue Rekordstände prägten die Woche an den Aktienmärkten: Der DAX® markierte mehrere Allzeithochs, während in den USA S&P 500® und Nasdaq-100® zum Wochenausklang zulegten und der S&P 500® ein Rekordhoch erreichte. Im Blick standen zudem nachlassende Inflations- und Zinssorgen in den USA, geopolitische Signale sowie der Ölmarkt.
Globaler Aktienmarkt – Neue Allzeithochs bei den Indizes
Der DAX® zeigte sich in dieser Woche weiterhin robust und bestätigte den übergeordneten Aufwärtstrend mit mehreren neuen Rekorden: Nachdem er am Montag mit etwa 26.323 Punkten nahezu auf Tagesbasis stagnierte, schob er sich am Dienstag auf rund 26.391 Punkte vor und markierte im Wochenverlauf neue Allzeithochs bis ca. 26.505 bzw. 26.574 Punkte. Am Donnerstag schloss der Index mit leichten Verlusten bei etwa 26.299 Punkten, blieb damit aber weiterhin in Reichweite der Bestmarke. Am Freitag deuteten die Vorgaben vorbörslich wieder auf einen festeren Start hin und am Freitagnachmittag notierte der DAX® bei rund 26.449 bzw. 26.480 Punkten.
Auch in den USA zeigte sich ein uneinheitliches Bild: Der Dow Jones Industrial Average® gab am Montag auf etwa 53.975 Punkte nach und rutschte im Wochenverlauf zeitweise weiter ab, bevor er sich am Donnerstag leicht auf etwa 53.839 Punkte erholen konnte. Der S&P 500® notierte zum Wochenstart bei rund 7.753 Punkten und stieg dann am Donnerstag im Verlauf auf ein Rekordhoch und beendete den Handel bei ca. 7.798 Punkten. Der Nasdaq-100® bewegte sich zunächst zwischen rund 29.742 Punkten und 29.525 Punkten, bevor er am Donnerstag auf etwa 30.084 Punkte anzog.
Wichtige Entwicklungen auf geopolitischer Ebene
Zuletzt standen erneut die Entwicklungen rund um die Straße von Hormuz im Mittelpunkt. Aussagen aus den USA und dem Iran deuteten dabei auf weiterhin laufende und teils widersprüchliche Signale zur künftigen Handhabung des Schiffsverkehrs hin. Parallel blieb auch der Ölmarkt im Blick: Brent-Rohöl notierte am Freitagmorgen rund 87,38 US-Dollar je Barrel, nachdem die Notierungen am Donnerstag zeitweise auf ca. 86,75 US-Dollar gefallen waren. Seit Montag hat sich Brent damit um rund 3 US-Dollar verteuert. In Deutschland spielte zudem das Niedrigwasser am Rhein eine große Rolle, da steigende Logistikkosten beim Kraftstofftransport als möglicher Treiber für regionale Preisunterschiede genannt wurden und auf zeitweise begrenzte Engpassrisiken hingewiesen wurde. Am Pegel Kaub fiel der Messwert am Freitagvormittag erstmals auf einen einstelligen Wert (8 Zentimeter), was die Schifffahrt stark einschränkt und Folgewirkungen nach sich ziehen könnte.
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Zentrale konjunkturelle Ereignisse
In den USA stieg der Verbraucherpreisindex im Juli 2026 saisonbereinigt um rund 0,1 %. Dazu trug unter anderem ein Rückgang der Benzinpreise um rund 2,9 % gegenüber dem Vormonat bei. Die jährliche Inflationsrate verringerte sich von etwa 3,5 % im Juni auf rund 3,4 % im Juli. Gleichzeitig blieben die Energiepreise im Vorjahresvergleich erhöht. Höhere Energie- und Rohölpreise können über Produktions- und Transportkosten mit Verzögerung auf weitere Gütergruppen, einschließlich Lebensmittel, wirken. Wie stark sich dies auf die weitere Preisentwicklung auswirkt, bleibt abzuwarten.
In Großbritannien erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt im Juni um etwa 0,3 % gegenüber dem Vormonat. Für das zweite Quartal 2026 ergab sich damit ein Wachstum von rund 0,4 % gegenüber dem Vorquartal. Im Juni stützte vor allem der Dienstleistungssektor die Entwicklung, dessen Produktion um etwa 0,4 % zunahm. Dem standen Rückgänge in der Industrieproduktion um rund 0,2 % sowie im Baugewerbe von etwa 0,1 % gegenüber.
In der Eurozone stagnierte die Industrieproduktion im Juni gegenüber dem Vormonat. Gegenüber Juni 2025 lag sie um rund 0,1 % höher. Innerhalb der Industrie stieg die Produktion nicht langlebiger Konsumgüter um rund 3,0 % und die Energieerzeugung von etwa 1,5 %. Dagegen verringerte sich die Produktion von Investitionsgütern um rund
1,4 %, bei Vorleistungsgütern ergab sich ein Rückgang von etwa 0,8 %.
Zum Wochenausklang standen die US-Preisdaten weiter im Mittelpunkt. Die Verbraucherpreise stiegen im Juli gegenüber dem Vorjahr um rund 3,4 %, nach etwa 3,5 % im Juni. Die Daten lagen damit im Rahmen der Erwartungen. Die weitere Entwicklung der Energiepreise, der Kerninflation und der Erzeugerpreise dürfte für die Einordnung des Inflationspfads und der geldpolitischen Erwartungen relevant bleiben.
Bedeutende Unternehmensnachrichten
In Deutschland rückten in dieser Woche mehrere Quartals- und Halbjahreszahlen in den Fokus. K+S berichtete für das zweite Quartal eine Ergebnisverbesserung, die das Unternehmen unter anderem mit höheren durchschnittlichen Verkaufspreisen, gestiegenen Absatzmengen und straffer Kostenkontrolle begründete. Der Umsatz lag bei rund 978,3 Mio. EUR (Q2 2025: 871,2 Mio. EUR). Unterstützend wurden zudem Preise für Enteisungsmittel im Segment „Industrie+“ genannt, während niedrige Wasserstände in deutschen Flüssen am Standort Werra weiterhin als potenzielles Produktionsrisiko beobachtet werden.
Bei Jenoptik waren die Halbjahreszahlen ebenso relevant: Trotz nur moderat steigender Erlöse erhöhte sich der Umsatz im ersten Halbjahr auf etwa 503,17 Mio. EUR, während sich die Ertragskraft stärker entwickelte. Dies kann einen Hinweis auf operative Fortschritte bieten. Auffällig war zudem der Auftragseingang, der um rund 53 % auf etwa 723 Mio. EUR zulegte und damit über dem Umsatzniveau lag. Als Nachfragetreiber hierbei wurden insbesondere Halbleiter-, Verteidigungs- und Medizintechnik genannt.
Im Technologiesektor sorgte zudem die Nebius Group für große Aufmerksamkeit. Nach Vorlage der Quartalszahlen verzeichnete die Aktie eine große Aufwärtsbewegung um über 35 %. Im Zusammenhang mit dem weiteren Ausbau der Rechenkapazitäten wurden auch 4 KI-Cloud-Verträge mit einem durchschnittlichen Gesamtvertragswert von jeweils über 1 Mrd. US-Dollar hervorgehoben.
International betrachtet sind weitere Entwicklungen im Chipsektor relevant. Nvidia hat mit mehreren großen Finanzinvestoren Absichtserklärungen geschlossen, um Finanzplattformen aufzubauen über die mehr als 500 Mrd. US-Dollar für den Ausbau von KI-Rechenzentren mobilisiert werden sollen. Intel wiederum hat seine Kapitalerhöhung wegen hoher Nachfrage auf rund 211 Mio. neue Aktien ausgeweitet und etwa 20 Mrd. US-Dollar zu ca. 95 US-Dollar je Aktie platziert.
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