Die internationalen Aktienmärkte starteten mit Gegenwind in die neue Woche. Belastend wirkten vor allem der erneute Anstieg der Anleiherenditen sowie die anhaltenden Sorgen über Inflationsrisiken im Umfeld höherer Energiepreise. Im weiteren Wochenverlauf zeigte sich ein gemischtes Bild: Während sich der deutsche Aktienmarkt zwischenzeitlich stabilisieren konnte, blieben die US-Börsen unter dem Eindruck hoher Marktzinsen und steigender Ölpreise anfällig. In Deutschland rückten neue Inflations- und Arbeitsmarktdaten in den Fokus, die ein weiterhin anspruchsvolles konjunkturelles Umfeld signalisieren konnten. Auf Unternehmensseite sorgten insbesondere starke Quartalszahlen für deutliche Kursbewegungen.
Globaler Aktienmarkt – DAX® vergleichsweise stabil, US-Indizes nach starkem Start schwächer
Die internationalen Aktienmärkte entwickelten sich im Wochenverlauf überwiegend schwächer. Der DAX® konnte seine anfänglichen Gewinne zunächst nicht halten und geriet insbesondere ab Mittwoch unter Druck. Angesichts zunehmender Inflationssorgen fiel der Index am Donnerstag unter die Marke von 25.000 Punkten und schloss rund 1,03 % niedriger. Am Freitag startete der Index wieder etwas robuster und legte am Vormittag um etwa 0,9 % zu.
Im traditionell schwachen Börsenmonat September verzeichnete der DAX® damit insgesamt einen Rückgang von rund 4 %. Für das dritte Quartal ergab sich dennoch ein Zuwachs von etwa 0,8 %.
Auch der Euro STOXX 50® gab nach einem positiven Wochenstart bei ca. 0,4 % im Plus am Dienstag im weiteren Verlauf deutlich nach und notierte am Donnerstag etwa 1,5 % niedriger. In den USA zeigte sich dagegen ein differenziertes Bild: Der Dow Jones Industrial Average® beendete den Handel am Mittwoch rund 0,86 % im Minus. Auf Monatssicht verzeichnete der Index damit nach fünf Anstiegsmonaten erstmals wieder einen Rückgang von ca. 4 %. Auch im dritten Quartal gab der Dow Jones Industrial Average® um fast 3 % nach. Der S&P 500® bewegte sich zunächst leicht abwärts, konnte am Donnerstag jedoch um ca. 0,19 % zulegen. Der Nasdaq-100® entwickelte sich insgesamt stabiler und schloss am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag jeweils im Plus.
Wichtige Entwicklungen auf geopolitischer Ebene
Weitere Gespräche zwischen den USA und dem Iran gehörten zu den Themen, deren mögliche Auswirkungen die Märkte in dieser Woche beobachteten. Gleichzeitig stiegen die Ölpreise erneut an und so kostete ein Barrel Brent Crude im Wochenverlauf teilweise über etwa 100 USD.
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Was war in konjunktureller Hinsicht wichtig?
Die Anleihenmärkte standen in dieser Woche unter Druck. Die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihe stieg auf den höchsten Stand seit 2002. In den USA blieb der PCE-Indikator im August bei rund 3,4 %.
In Deutschland lagen die Verbraucherpreise im September mit etwa 3,3 % über dem Niveau des Vorjahresmonats, nachdem die Teuerung im August ca. 2,9 % betragen hatte. In Italien stieg die Inflation auf etwa 4,1%. In der Eurozone stiegen die Verbraucherpreise auf etwa 3,8 %; im Vormonat August waren es rund 3,2 %. Die unterschiedlichen Inflationsentwicklungen verstärkten die Diskussionen über die weitere Zinsentwicklung.
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Was waren wichtige Unternehmensnachrichten?
Südzucker legte am Montag starke Quartalszahlen vor und hob die Jahresziele für 2026 an. Die Aktie stieg daraufhin im Tagesverlauf zeitweise um fast 8 %. Bis zum Nachmittag gab sie einen Teil der Gewinne jedoch wieder ab und lag zuletzt noch rund 2,6 % im Plus.
Auch Redcare Pharmacy veröffentlichte ebenfalls einen guten Geschäftsbericht und erhöhte den Umsatzausblick für 2026 erneut. Die Aktie verzeichnete daraufhin einen Anstieg von etwa 12,7 %. Ähnlich ging es Micron, die am Mittwochabend eine positive Umsatzprognose und Quartalszahlen vorgelegt hatten. Die Aktie schloss darauffolgend am Donnerstag rund 3 % im Plus. Auch Accenture und Synopsys konnten Kursanstiege nach positiven Nachrichten verzeichnen; Accenture mit ca. 16 % und Synopsys mit etwa 13 %.
BASF und Evonik standen nach der Ablehnung eines ersten unverbindlichen Übernahmeangebots durch BASF im Fokus. BASF hatte rund 22,15 EUR je Evonik-Aktie geboten. Seit den ersten Berichten am Freitag der letzten Woche hatte die Evonik-Aktie im Wochenverlauf um mehr als etwa 10 % zugelegt.
Das war es auch schon mit dem Wochenrückblick. Sie interessieren sich neben interessanten News über den Kapitalmarkt auch für Technische Analyse? Dann schauen Sie doch auf unserem Instagram-Kanal vorbei. Dort veröffentlichen wir regelmäßig Ausgaben von „Jörgs Chartschule“.