23 April 2020

Biogen und Daimler mit Bremsspuren

Die Corona-Krise ist noch allgegenwärtig und trotz intensiver Forschung ist noch kein Mittel gefunden. Doch auch an anderen Medikamenten wird weiter geforscht. Die US-Firma Biogen hat bei der Entwicklung eines Alzheimer-Medikaments allerdings eine weitere Niederlage einstecken müssen. Bei Daimler sorgt Corona für einen Einbruch, doch das Unternehmen sieht sich für die Krise gut gerüstet.
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Das Wichtigste zu Biogen und Daimler vorab:

  • Biogen mit Verzögerung bei wichtiger Neuzulassung
  • Daimler mit Gewinneinbruch

Biogen hat trotz Corona-Krise positive Unternehmensergebnisse für das erste Quartal 2020 abgeliefert. Der Umsatz legte um 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal zu und auch der Gewinn stieg auf 9,14 Dollar je Aktie. Für das Gesamtjahr gab Biogen aber aufgrund der Corona-Krise keine Prognose ab. 

Dennoch verlor die Aktie zuletzt deutlich, weil die Zulassung für das Alzheimer-Medikament Aducanumab sich verzögert. Der Zulassungsantrag für das hoffnungsvolle Medikament soll der amerikanischen Zulassungsbehörde nun erst im dritten Quartal vorgelegt werden und nicht wie ursprünglich geplant im Frühjahr. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Medikament die Phase-3 der Zulassungsprüfung nicht bestanden, doch Biogen gab an, dass neue Daten die Wirksamkeit des Medikaments belegen würden.

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Bei Daimler gab es keine große Überraschung, das Ergebnis brach wie erwartet ein: der operative Gewinn ging um fast 80 Prozent auf 617 Millionen Euro zurück. Da die Auswirkungen der Corona-Krise mit unterbrochenen Lieferketten und gestörten Produktionsabläufen nicht mehr vorherzusehen sind, hat auch Daimler keine Jahresprognose abgegeben. Das Unternehmen meldete lediglich, dass Umsatz und Gewinn unter dem Vorjahresniveau liegen werden. Der Absatz von Mercedes-Benz Cars ist im ersten Quartal bereits um fast 18 Prozent gesunken. Aufgrund der Entwicklungen wird das zuvor angekündigte Sparprogramm beschleunigt.

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Doch es gibt auch einen Lichtblick. Nach einer Zwangspause von vier Wochen fangen die Produktionsprozesse langsam wieder an zu rollen. In dieser Woche fuhr Daimler die Produktion in Europa wieder hoch, in China hat sich nach Unternehmensangaben die Produktion wieder weitgehend normalisiert. Auch die Liquidität des Unternehmens ist laut Finanzvorstand Harald Wilhelm gesichert. Vor Wochen hatte Daimler sich schon neue Kreditlinien beschafft, um durch die Krise zu kommen. Wilhelm sieht Daimler für die Zeit nach der Corona-Pandemie gut positioniert.

 

 

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