15 April 2020

Johnson & Johnson startet stark, Ford mit Schwächen

Bei Johnson & Johnson laufen die Geschäfte zum Jahresstart sehr gut. Ganz im Gegensatz zum Automobilhersteller Ford, der einen Absatzeinbruch erlebt. Auch bei der Aktienkursperformance unterscheiden sich die Titel deutlich.
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Das Wichtigste zu Johnson & Johnson und Ford vorab:

  • Trotz Quartalswachstum senkt Johnson & Johnson sein Gewinnziel
  • Ford hat ausreichend Barreserven

Die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie sind an Johnson & Johnson (J&J) bislang weitestgehend vorübergegangen. Im Gegenteil: Der US-Handelsriese mit in Deutschland bekannten Marken wie Listerine oder bebe verzeichnete im abgelaufenen Quartal ein unerwartet hohes Ergebniswachstum. Dennoch senkt J&J das Jahresgewinnziel ab.

Im zurückliegenden ersten Quartal steigert Johnson & Johnson nach eigenen Angaben den Nettogewinn deutlich auf 5,8 Milliarden Dollar nach 3,75 Milliarden Dollar im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Je Aktie entspricht das einem Gewinnplus auf 2,17 Dollar von 1,39 Dollar je Anteilsschein. Ohne Sondereffekte verdient J&J 2,30 Dollar je Papier und übertrifft damit die Analystenerwartungen (FactSet), die im Schnitt bei 2,0 Dollar je Aktie lagen.

Dennoch schraubt der US-Konzern sein Ergebnisziel für das laufende Jahr etwas zurück. Wie Johnson & Johnson mitteilt, peilt man nun einen bereinigten Gewinn je Aktie von 7,50 bis 7,90 Dollar an. Zuvor lag der Ausblick bei 8,95 bis 9,10 Dollar je Anteilsschein. Als Grund nennt das Unternehmen die bislang nicht näher abschätzbaren Auswirkungen der Corona-Krise.

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Diese zwingen auch Ford zu Anpassungen bei den Prognosen, aber schon für das erste Quartal des Jahres. In diesem Zeitraum muss das Unternehmen einen Verkaufsrückgang von 21 Prozent verdauen. Das operative Ergebnis wird daher nach Firmenangaben bei rund 600 Millionen Dollar liegen. Zum Vergleich: Im Vorjahresquartal sprang noch ein Gewinn von 2,4 Mrd. Dollar heraus. 

Gleichzeitig beruhigte Ford die Anleger und erklärte, dass die Barreserven ausreichen, um die Corona-Krise ohne neue Schulden bis zum September überstehen zu können. Doch auch im aktuellen Quartal wird Ford kräftig belastet, weil die Produktion fast komplett ruht und ein Zeitpunkt für die Wiedereröffnung noch nicht absehbar ist. Unterschiedlicher hätte die Aktienkursentwicklung der beiden Titel auch nicht sein können. Während die Aktie von J&J fast unverändert seit Jahresbeginn notiert, muss Ford ein Minus von 43 Prozent einstecken.

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