12 Mai 2020

Allianz und Deutsche Post ohne Jahresausblick

Die beiden DAX®-Unternehmen Allianz und Deutsche Post leiden stark unter der Corona-Krise. Der Gewinn ging bei beiden Unternehmen deutlich zurück, wobei die Deutsche Post stärkere Einbußen hat hinnehmen müssen. Beide Aktien verlieren bisher kräftig in 2020.
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Das Wichtigste zur Allianz und zur Deutschen Post vorab:

  • Allianz kann mit dem Asset Management überzeugen
  • Deutsche Post mit heftigem Gewinneinbruch

Die Allianz bestätigte die vorläufigen Ergebnisse für das erste Quartal: Der operative Gewinn sank um mehr als 20 Prozent, der Nettogewinn um fast 29 Prozent. Vor allem die beiden Bereiche Schaden-Unfallversicherung (-30%) sowie Leben-Krankenversicherung (-25%) mussten deutliche Gewinnrückgänge hinnehmen. Die Schaden-Kosten-Quote hat sich in der Zeit um mehr als 4 Prozentpunkte auf 97,8 Prozent erhöht. Damit hat sich die Profitabilität der Abteilung verschlechtert. Positiv hat sich das Asset Management entwickelt, obwohl hohe Nettomittelabflüsse zu verzeichnen waren. Der Spartengewinn stieg um fast 19 Prozent auf 679 Mio. Euro. Europas größter Versicherer ist ausreichend kapitalisiert, hat aber sein Aktienrückkaufprogramm dennoch ausgesetzt. Die Dividende wurde gezahlt. Auf dem aktuellen Kursniveau liegt die Dividendenrendite bei knapp sechs Prozent. Eine Jahresprognose will der Konzern aber erst abgeben, wenn die neue Planung abgeschlossen ist.

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Auch die Deutsche Post will keine Jahresprognose im Umfeld der Corona-Krise abgeben, hat aber mit den heute veröffentlichten Quartalszahlen seine mittelfristigen Ziele bestätigt. So soll bis 2022 ein operativer Gewinn von 5,3 Mrd. Euro erwirtschaftet werden. Im ersten Quartal musste der Logistikkonzern jedoch einen heftigen Gewinneinbruch (netto) von 60 Prozent verkraften. Der Umsatz konnte noch um 1 Prozent gesteigert werden. Den Nettogewinn von 301 Mio. Euro belasteten Aufwendungen im Zusammenhang mit der Corona-Krise in Höhe von 210 Mio. Euro. Die Kosten für die Einstellung des elektrischen Streetscooters schlugen mit einem Fehlbetrag von 234 Mio. Euro zu Buche. Die Aktie der Deutschen Post performte verhältnismäßig besser als die Allianz-Aktie, auch wenn beide Titel in diesem Jahr noch deutlich im Minus notieren. Die Post-Aktie verlor rund 21 Prozent, während bei der Allianz-Aktie ein Verlust von 28 Prozent zu verzeichnen ist.

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