21 Februar 2020

Allianz hebt Dividende an – AXA enttäuscht

Die beiden größten europäischen Versicherer Allianz und AXA haben ihre Unternehmensergebnisse 2019 steigern können, dennoch gab es Enttäuschungen. Die Allianz setzt ihr Aktienrückkaufprogramm trotzdem fort.
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05.03.2020 | 11:30
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Das Wichtigste zur Deutschen Börse und Fresenius vorab:

  • Allianz setzt Aktienrückkaufprogramm fort und erhöht die Dividende um knapp sieben Prozent
  • Rückversicherungstochter der AXA enttäuscht mit Gewinnprognose

Der Versicherer Allianz hat seinen operativen Gewinn im vergangenen Jahr um drei Prozent auf den Rekordwert von 11,9 Milliarden Euro gesteigert, obwohl die Schadensvorsorge bei Industrieversicherungen um 600 Millionen Euro angehoben werden musste. Europas größter Versicherer hatte zuvor einen Gewinn zwischen 11,5 und 12 Milliarden Euro erwartet. Der Gewinn je Aktie stieg sogar um mehr als acht Prozent. Die Allianz will ihre Aktionäre an der Entwicklung teilhaben lassen und hebt die Dividende um 60 Cent auf 9,60 Euro an. Außerdem will die Allianz ihr Aktienrückkaufprogramm fortsetzen, es soll einen Umfang von 1,5 Mrd. Euro haben. 

Besonders gut lief es in der Kranken- und Lebensversicherungssparte, die den operativen Gewinnzuwachs um 500 Millionen auf 4,7 Mrd. Euro steigerte, obwohl die Margen in dem Geschäft gesunken sind. Der Umsatz bei den Versicherungsprämien und Fondsgebühren ist um knapp 8 Prozent gestiegen. In der Vermögensverwaltung sammelte der Konzern 76 Milliarden Euro an neuen Geldern ein und verwaltet nun fast 2,3 Billionen Euro – ein neuer Rekord. Einzig der Bereich der Schadens- und Unfallversicherung konnte mit einem rückläufigen Gewinn in Höhe von 12 Prozent nicht mit den anderen Sparten mithalten. Insgesamt war die Schaden-Kosten-Quote bei Sachversicherungen dadurch leicht von 94 auf 95,5 gestiegen. 

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Beim französischen Konkurrenten AXA sank dagegen die vielbeachtete Schaden-Kosten-Quote von 95,6 auf 94,7. Der zweitgrößte Versicherer Europas konnte seinen operativen Gewinn insgesamt um vier Prozent verbessern. Dennoch waren Anleger nicht überzeugt und die Aktie verlor nach der Veröffentlichung der jüngsten Unternehmenszahlen an Wert. Probleme hatte AXA mit der Rückversicherungstochter AXA XL. Der Ausblick auf das laufende Jahr wurde getrübt, weil ein geringerer Gewinn als im Jahr zuvor erwartet wird. Der vor zwei Jahren erworbene Bereich hat damals 15 Milliarden Euro gekostet und wird nach Unternehmensangaben für 2020 operativ einen Gewinn von 1,2 Milliarden Euro erwirtschaften, etwa 200 Millionen Euro weniger als im Vorjahr. 

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