22 März 2019

E.ON und RWE wollen innogy zerschlagen

Das Umfeld für die größten deutschen Versorger ist weiterhin herausfordernd. Das spiegelt der Ausblick der Unternehmen wider. Von umso größerer Bedeutung ist die geplante Transaktion mit der RWE-Tochter innogy.
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Den leichten Kursrückgang nach der Vorlage der 2018er-Zahlen hat die E.ON-Aktie schnell wettgemacht und ist in die Nähe des höchsten Niveaus seit November 2017 geklettert. Damit schaffte die Aktie in diesem Jahr bisher ein Plus von rund 15 Prozent, der Börsenwert liegt bei 21,7 Mrd. Euro. Der Versorger hat für das vergangene Jahr einen leichten Rückgang des bereinigten operativen Gewinns auf 3 Mrd. Euro verbucht. Größter Gewinnlieferant war der Netzbetrieb mit 1,8 Mrd. Euro.

Dennoch soll die Dividende kräftig von 0,30 Euro auf 0,46 Euro steigen. Das entspricht einer Dividendenrendite von stattlichen 4,7 Prozent. Vorstandschef Johannes Teyssen will 2019 mit 2,9 bis 3,1 Mrd. Euro den bereinigten Gewinn stabil halten. Bei der Präsentation der Ergebnisse stand aber vor allem ein Thema im Vordergrund: die geplante Zerschlagung der RWE-Tochter innogy. E.ON will das Netz und Vertriebsgeschäft von innogy übernehmen, während sich RWE das Ökostromgeschäft von innogy und das von E.ON einverleiben möchte, und damit zum drittgrößten Anbieter von erneuerbaren Energien in Europa aufsteigen würde.

 

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Während die EU-Kommission RWE bereits grünes Licht gegeben hat, unterzieht sie den E.ON-Teil des Deals einer vertieften Prüfung. Die Kommission hat Bedenken wegen der starken Stellung des Versorgers in einigen Ländern, wie etwa in Deutschland. E.ON-Chef Johannes Teyssen gab sich dennoch zuversichtlich. Nach dem innogy-Deal würden rund 50 Mio. Kunden an die Netze von E.ON angeschlossen sein, die Zahl würde damit gegenüber dem aktuellen Stand von 31 Mio. nach oben schießen. Für den Bereich rechnen die Essener mit jährlichen Umsatzsteigerungen von fünf bis zehn Prozent. Teyssen wiess Bedenken wegen einer zu großen Marktmacht zurück. „Der Wettbewerb ist in keiner Weise gefährdet“, sagte der Vorstandschef.

 

Probleme in Großbritannien belasten innogy

Auf die Stimmung der E.ON-Aktionäre hatten allerdings kurz die 2018er-Zahlen von innogy gedrückt. Nachdem die geplante Zusammenlegung der britischen Tochter Npower mit dem Wettbewerber SSE geplatzt war, hat innogy auf Npower Abschreibungen von rund 1,5 Mrd. Euro verbucht, woraufhin innogy unter dem Strich tief in die roten Zahlen gerutscht war.

Im laufenden Jahr soll der bereinigte operative Gewinn von 2,6 auf rund 2,3 Mrd. Euro zurückgehen. Für Gegenwind sorgt weiterhin der britische Markt, der unter hohem Wettbewerbsdruck und der Regulierung leidet. Zudem fallen die Ergebnisbeiträge des tschechischen Gasnetzgeschäftes weg, das innogy an RWE verkauft hatte.

Die Branche hat allerdings nicht nur in Britannien, sondern auch in der Euro-Zone deutlichen Gegenwind. So ist die Industrieproduktion in der Euro-Zone seit Monaten im Rückwärtsgang und liegt in der Nähe des niedrigsten Niveaus seit Juni 2017.

 

RWE prognostiziert einen Gewinnrückgang

Einen Tag nach E.ON hat RWE die Geschäftszahlen vorgelegt. Dabei gab sich Vorstandschef Rolf Martin Schmitz ebenfalls optimistisch. „Wir sind im Aufbruch“, sagte er. Der Firmenlenker will die innogy-Transaktion im zweiten Halbjahr abschließen und das Portfolio durch jährliche Investitionen von rund 1,5 Mrd. Euro ausbauen.

Die Ergebnisse für das vergangene Jahr lagen im Rahmen der Analystenschätzungen von Reuters. So war der bereinigte operative Gewinn vor allem wegen niedrigerer Strompreise um ein Viertel auf 1,5 Mrd. Euro eingebrochen. Dennoch will Schmitz eine Dividende von 0,70 Euro je Aktie ausschütten. Für 2017 hatten Anleger zwar 1,50 Euro bekommen, allerdings war darin eine Sonderdividende von einem Euro enthalten. Für 2019 stellte der Firmenlenker einen bereinigten operativen Gewinn von 1,2 bis 1,5 Mrd. Euro in Aussicht.

Schmitz forderte für den geplanten Kohleausstieg in Deutschland die Hilfe der Bundesregierung. RWE sei bereit Braunkohlekraftwerke vom Netz zu nehmen, allerdings könne der Konzern das nicht alleine stemmen. Der Firmenlenker forderte höhere Entschädigungen als in der Vergangenheit, 1,2 bis 1,5 Mrd. Euro pro Gigawatt seien angemessen. Die DAX®-Aktie ist in die Nähe des höchsten Niveaus seit Mai 2015 geklettert und hat in diesem Jahr ein Plus von fast 22 Prozent erzielt. Damit ist RWE die drittbeste Aktie im DAX®, der Börsenwert liegt bei 12,8 Mrd. Euro.

 

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