17 März 2020

Salzgitter und Klöckner rutschen in die roten Zahlen

Für die globalen Stahlunternehmen hat sich das abgelaufene Jahr als schwierig herausgestellt. Da sind auch der Stahlhändler Klöckner & Co. und Stahlproduzent Salzgitter keine Ausnahme. Sie müssen Verluste hinnehmen. Beide Unternehmen gehen jedoch davon aus, dass sich die Situation im Jahresverlauf verbessert.
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Das Wichtigste zu Salzgitter und Klöckner vorab:

  • Salzgitter trifft schwächere Nachfrage hart
  • Klöckner streicht die Dividende

Salzgitter hat das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Verlust abgeschlossen. Nach Angaben des deutschen Stahlkonzerns belief sich das Vorsteuerminus auf 253 Millionen Euro. 2018 hatte das Unternehmen noch ein positives Vorsteuerergebnis in Höhe von 347 Millionen Euro erzielt.

Ein Grund für die roten Zahlen waren demnach Restrukturierungsausgaben. Aber auch Kosten für die Beendigung eines Kartellverfahrens schlugen sich negativ in den Büchern nieder. Darüberhinaus verwies Salzgitter auch auf eine schwächere Nachfrage, höhere Eisenerzkosten sowie den sich verstärkenden Konkurrenzkampf mit Unternehmen aus dem Ausland.

Für das laufende Jahr zeigt sich Salzgitter aber zuversichtlich. Das Unternehmen geht für 2020 von einem ausgeglichenen Vorsteuerergebnis aus. Der Stahlkonzern wies jedoch darauf hin, dass die Auswirkungen der Corona-Krise in dieser Prognose noch nicht enthalten seien.

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Salzgitter

 

Aufgrund des schwächelnden Konjunkturumfelds rutschte der deutsche Stahlhändler Klöckner & Co. im vergangenen Jahr ebenfalls in die roten Zahlen. Zudem verzeichnete das im Kleinwerteindex SDax® gelistete Unternehmen nahezu eine Halbierung des operativen Ergebnisses und einen Umsatzrückgang. Die Dividende wurde daher gestrichen. Einen Lichtblick gab es aber immerhin mit positiven Aussichten für das laufende Geschäftsjahr 2020.

Wie Klöckner bekanntgab, ging der Umsatz im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2018 um gut sieben Prozent auf 6,3 Milliarden Euro zurück. Das operative Ergebnis vor wesentlichen Sondereffekten sackte auf 124 Millionen Euro von 229 Millionen Euro ab. Letztendlich wurde ein Minus von 55 Millionen Euro nach einem Gewinn vor einem Jahr von 69 Millionen Euro verzeichnet.

Klöckner verwies zur Begründung der mauen Zahlen auf den anhaltenden Preisdruck in der Branche. Allerdings geht das Unternehmen davon aus, dass sich die Lage im laufenden Jahr bessert. Stabilere Preise und Kostensenkungen sollen demnach zu einem deutlichen Anstieg des operativen Gewinns führen.

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Klöckner & Co

 

Die Aktien der beiden Stahlunternehmen brachen im schwierigen Umfeld der Corona-Krise zuletzt deutlich ein. Während das Papier von Salzgitter in drei Monaten rund 60 Prozent an Wert verloren hat, waren es bei Klöckner knapp 52 Prozent.

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