Einer der größten Halbleiterhersteller der Welt, SK Hynix, steht nach der starken Kurskorrektur vom Freitag wieder stärker im Blickfeld der KI-getriebenen Nachfrage. Im Mittelpunkt steht eine mehrjährige Technologiepartnerschaft mit Nvidia. Beide Unternehmen wollen gemeinsam Speicherprodukte entwickeln und liefern, die den Ausbau von Nvidias KI-Infrastruktur unterstützen und zugleich die weltweite Versorgung sogenannter „AI Factories“ adressieren. Damit sollen die Speicherlösungen von SK Hynix stärker auf Nvidia-Plattformen abgestimmt werden. Für Nvidia bedeutet das zugleich eine engere Absicherung bei einer zuletzt knappen Ressource, die in vielen KI-Projekten als potenzieller Engpass gilt.
Für SK Hynix könnte die vertiefte Zusammenarbeit strategische Bedeutung haben: Durch die engere Verzahnung von Speicherentwicklung, Chipdesign und Fertigungsoptimierung dürfte das Unternehmen eine langfristige Rolle in kommenden Nvidia-Plattformen einnehmen. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, dass SK Hynix im Wettbewerb mit den großen Rivalen Samsung und Micron Technology zeitweise Vorteile bei der Positionierung in diesem Segment erzielen kann.
Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt die Aktie durch Aussagen von Nvidia-CEO Jensen Huang, der nach dem Abverkauf der vergangenen Woche von „günstigen“ Bewertungen bei SK Hynix sprach. Der Rücksetzer war unter anderem durch die Quartalszahlen und den Ausblick des Konkurrenten Broadcom mit ausgelöst worden und hatte die Stimmung im Halbleiterbereich zeitweise belastet.
Nach einem Rückgang von rund 21 % in der Vorwoche legte die Aktie seit Montag um mehr als 10 % zu. Seit Jahresanfang notiert SK Hynix nahezu 200 % höher.
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(Quelle: HSBC)