Der DAX® erholt sich und erreicht zeitweise Notierungen über 25.000 Punkten. Am Donnerstag zieht der DAX® jedoch der Wall Street ins Minus nach. Gerresheimer muss seine Bilanz korrigieren während Cisco Systems positive Quartalszahlen liefert. Die Anleger reagieren bei beiden Unternehmen mit Abverkäufen.
Globaler Aktienmarkt – Indizes rutschen am Donnerstag nach anfänglich positiver Entwicklung ins Minus
Zu Beginn der Woche zeigte sich der DAX® bereits mit Notierungen über 25.000 Punkten positiv und erreichte am Donnerstag zeitweise die 25.200-Punkte-Marke. Der deutsche Leitindex erhielt unter anderem Schwung durch einen starken Aktienkurs von Siemens. Zum Börsenstart am Freitag gab der Kurs jedoch wieder nach und fiel auf ca. 24.800 Punkte.
Nach einer positiven ersten Wochenhälfte verkauften die Anleger insbesondere Technologie- und Transportwerte und ließen die Wall Street am Donnerstag ins Minus abrutschen. Der amerikanische Index S&P500® blieb zur Wochenmitte zunächst auf einem Niveau von über 6.900 Punkten und wies nur moderate Schwankungen auf. Zum Börsenschluss am Donnerstag gab der Index jedoch nach und fiel auf ca. 6.800 Punkte. Ähnlich verhielt sich der Dow Jones Industrial Average® - der Index verlief stabil oberhalb der 50.000-Punkte-Marke bis er am Donnerstag wieder ins Minus auf 49.500 abrutschte. Der technologielastige Index Nasdaq-100® ging um rund 2 Prozent mit ca. 24.699 Punkten am Donnerstag aus dem Handel.
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Wichtige Entwicklungen auf politischer Ebene
Die gegen Kanada verhängten Zölle wurden von einer Mehrheit im US-Repräsentantenhaus abgelehnt, darunter waren auch Republikaner, auf die Trump zuvor Druck ausgeübt hatte. Durch eine erteilte Lizenz des US-Finanzministeriums am Dienstag soll die Exploration und Förderung von Öl und Gas in Venezuela erleichtert werden. Der US-Energieminister Chris Wright besuchte am Mittwoch Caracas in Venezuela und betonte man wolle dem Land helfen, die Öl- und Gasproduktion stark anzukurbeln. In Zusammenarbeit mit Unternehmen wie zum Beispiel Chevron wolle die US-Regierung die Produktion ausbauen. Aus Russland folgte daraufhin Kritik, dass bereits getätigte Investitionen von Russland, China und dem Iran benachteiligt werden und forderten ein Gespräch mit der US-Regierung.
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Zentrale konjunkturelle Ereignisse
Das Bruttoinlandsprodukt der Eurozone ist im vierten Quartal um ca. 0,3 Prozent gewachsen im Vergleich zum Vorquartal. Für das dauerhafte Wachstum der Wirtschaft in Deutschland sind private Investitionen unter anderem maßgeblich entscheidend. Mit 6,9 Prozent lagen die Investitionen der Unternehmen in Deutschland derzeit unter dem Niveau von 2019. Der Bund will mit dem Deutschlandfonds dem entgegen steuern. Der am Mittwoch berichtete Verbraucherpreisindex von China zeigte sich leicht schwächer mit 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat (0,8 Prozent) und unterstreicht somit die Schwäche der Binnennachfrage. Mit Blick auf London (Zahlen des nationalen Statistikamtes von Großbritannien) ist das Bruttoinlandsprodukt des vierten Quartals nur um 0,1 Prozent gestiegen. Ein vorsichtiger Optimismus zeigte sich aufgrund der Zahlen am US-Arbeitsmarkt: die Arbeitslosenquote von ca. 4,3 Prozent im Januar ist im Vergleich zum Vormonat leicht gesunken und es konnte ein Zuwachs der Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft um 130.000 neue Stellen verzeichnet werden.
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Bedeutende Unternehmensnachrichten
Der Düsseldorfer Verpackungskonzern Gerresheimer leitete aufgrund interner Hinweise Untersuchungen zur Überprüfung und Korrektur seiner Bilanzierung in den Geschäftsjahren 2024 sowie 2025 ein. In diesem Zusammenhang wurde auch die bevorstehende Offenlegung des Jahres- und Konzernabschlusses 2025 verschoben. Die Aktie fiel von ca. 27 Euro auf knapp 19 Euro am Mittwoch und verblieb bis zum Ende der Woche auf diesem Kurs.
Der US-Netzwerkspezialist Cisco Systems lieferte am Mittwoch starke Quartalszahlen mit einer Umsatzsteigerung von ca. 10 Prozent auf 15,35 Milliarden Dollar. Bei einem bereinigten Gewinn je Aktie von 1,04 Dollar und einem Nettogewinn von 3,18 Milliarden Dollar profitierte Cisco unter anderem von dem Geschäft mit KI. Dennoch musste das US-Unternehmen zum Börsenschluss am Donnerstag einen Kursverlust von knapp zwölf Prozent verzeichnen.
Siemens konnte mit starken Geschäftszahlen kurzzeitig SAP überholen und war damit das wertvollste Unternehmen im DAX®. Die Prognosen für das laufende Geschäftsjahr wurden erhöht und der Aktienkurs erzielte zeitweise einen Höchststand von ca. 276 Euro mit einem Anstieg von knapp 8 Prozent. Zum Börsenstart am Freitag notierte der Aktienkurs jedoch wieder niedriger bei ca. 250 Euro.
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