Hoffnung auf eine Steuerreform in den USA
Beflügelt wurden die Papiere der Konzerne zuletzt allerdings vor allem von den Nachrichten aus den USA. So hatten Mitglieder der Regierung von US-Präsident Donald Trump gesagt, dass sie in der Woche, die am 25. September beginnt, Pläne für eine Steuerreform vorlegen würden. Nachdem sich Trump zuletzt völlig überraschend mit den oppositionellen Demokraten auf eine Aussetzung der Schuldenobergrenze bis zum 8. Dezember geeinigt hatte, wächst bei Investoren die Erwartung deutlich, dass Trump eine Steuerreform durch den Kongress bringen könnte. Damit würde die US-Wirtschaft angekurbelt werden, was auch den deutschen Premiumhersteller zugutekommen würde.
Zuvor hatten Meldungen für Rückenwind gesorgt, demnach der Hurrikan „Harvey“ in Texas rund 500.000 Fahrzeuge beschädigt habe. Das sollte in den nächsten Monaten für zusätzliche Nachfrage nicht nur bei den US-, sondern auch bei den deutschen Autoherstellern führen.
Herausforderung Elektroauto
Wenig begeistert waren Investoren hingegen von den Aussagen von Daimler auf der IAA. Der Konzern warnte, dass wegen hoher Investitionen in Elektroautos und für autonomes Fahren die operative Marge bei Mercedes Benz Pkw in einer Übergangsphase auf acht bis zehn Prozent sinken könne. Die Autohersteller stecken dabei in der Zwickmühle: je stärker der Absatz von Elektrofahrzeugen steigt, umso größer wird der Druck auf die Marge. Die Branche bleibt daher einer der spannendsten im DAX®.
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