26 Juni 2026

Apple hebt Preise an – Chipkosten rücken in den Fokus

Das Unternehmen erhöht die Preise für seine Produkte um fast 20 %, um die steigenden Speicherchipkosten zu decken.
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15.06.2026 | 17:15
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Apple hat im laufenden Produktzyklus die Preise für mehrere Geräte angehoben, darunter MacBooks, iPads, HomePod und Apple TV. Die Preiserhöhungen liegen im Schnitt bei knapp 20 %. An der Börse kam der Schritt zunächst nicht gut an: Die Apple‑Aktie verlor im gestrigen Handel etwa 6 %.

Als Begründung nennt der US‑Konzern gestiegene Kosten für Speicherchips. Hintergrund ist die hohe Nachfrage nach Speicherkomponenten, unter anderem durch den Ausbau von KI‑Rechenzentren. Dadurch lässt sich nicht jeder Bedarf kurzfristig decken, was die Preise für Speicherchips spürbar steigen lässt. Apple‑CEO Tim Cook verwies in diesem Zusammenhang darauf, in seiner rund 40-jährigen Karriere noch nie einen so schnellen Anstieg bei Komponentenkosten erlebt zu haben. Apple gibt den Kostendruck nun teilweise an Konsumentinnen und Konsumenten weiter, um die Bruttomarge von rund 50 % zu stützen; weitere Preisanpassungen schloss das Unternehmen dabei nicht aus.

Zusätzliche Relevanz erhält das Thema durch den wachsenden Speicherbedarf in Endgeräten, insbesondere im Zusammenspiel mit KI‑Funktionen wie „Apple Intelligence“. Mehr lokale Verarbeitung und größere Modelle können dazu führen, dass Speicherkapazitäten in Geräten stärker nachgefragt werden.

Die Meldung fällt zeitlich zudem in eine Phase, in der der Speichersektor ohnehin im Fokus steht: Nach dem jüngsten Quartalsbericht von Micron, der alle Markterwartungen übertroffen hatte (siehe News vom 25.06.2026), konnten mehrere Halbleiterwerte zuletzt zulegen. Micron gewann gestern etwa 15,7 %, Western Digital rund 4,9 % und SanDisk ungefähr 22 %. Seit Jahresbeginn liegen die drei „Schaufelhersteller des KI-Ausbaus“ mit etwa 325 % (Micron), rund 292 % (Western Digital) und sogar über 883 % (SanDisk) weit im Plus.

Produkte auf
Apple Micron Technology Inc.Western Digital Corp.SanDisk Corp. 

 

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(Quelle: HSBC)

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