Die Handelswoche verlief insgesamt uneinheitlich. Während die Aktienmärkte zum Wochenstart zwischen vorsichtigem Optimismus und Zurückhaltung schwankten, rückten in Deutschland neue Inflationssignale und eine etwas verbesserte Konjunkturstimmung in den Fokus. Auf Unternehmensseite standen vor allem die Quartalszahlen von Meta, Microsoft und Apple im Mittelpunkt.
Globaler Aktienmarkt – DAX® mit klarer Richtung
Der DAX® zeigte im Wochenverlauf eine klar aufwärtsgerichtete Tendenz und näherte sich seinem Rekordniveau deutlich an. Zwar blieb die Stimmung zu Wochenbeginn angesichts der laufenden Berichtssaison zunächst noch etwas vorsichtig, insgesamt überwog jedoch die positive Marktbewegung. Der DAX® startete am Montag bei 25.459 Punkten und lag am Freitagmittag bei rund 25.782 Punkten, womit sich ein spürbares Wochenplus ergab. Zwischenzeitlich fehlten dem deutschen Leitindex damit nur noch knapp 9 Punkte zum Allzeithoch. Auch an den US-Börsen zeigte sich ein gemischtes Bild: Während defensivere Werte etwas stabiler tendierten, gerieten insbesondere Technologie- und Chipwerte zeitweise unter Druck.
Was war in konjunktureller Hinsicht wichtig?
Aus Deutschland kamen in dieser Woche gemischte, insgesamt aber marktbewegende Signale. Der ZEW-Konjunkturindikator hatte sich im Juli spürbar verbessert und deutet auf eine etwas freundlichere Erwartungshaltung der Investoren hin. Gleichzeitig signalisierten erste Inflationsdaten aus mehreren Bundesländern für Juli wieder einen steigenden Preisdruck. Auch die US-Notenbank Fed stand im Fokus, nachdem sie ihren Leitzins in dieser Woche unverändert gelassen hat.
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Was waren wichtige Unternehmensnachrichten?
Apple hat mit seinen Quartalszahlen zunächst ein insgesamt solides Bild geliefert. Der Umsatz stieg im abgelaufenen Quartal auf 109,4 Mrd. USD und lag damit 16 % über dem Vorjahr, während der verwässerte Gewinn je Aktie auf 2,02 USD zulegte. Belastend wirkte allerdings der Ausblick, der wegen erheblicher Engpässe in der Lieferkette enttäuschte. Apple stellte für das laufende Quartal nur ein Umsatzwachstum von 9 bis 11 % in Aussicht. Nach Angaben des Managements erschwert vor allem die durch den KI-Boom ausgelöste Knappheit bei fortschrittlichen Chips und Speicherkomponenten die Planung für die kommenden Monate. Entsprechend fiel die Aktie im vorbörslichen Handel um rund 7 % zurück.
Microsoft hat mit seinen Zahlen für das Schlussquartal des Geschäftsjahres ein klar robustes Signal gesendet. Der Umsatz stieg auf 90,0 Mrd. USD und lag damit 18 % über dem Vorjahreswert, während der verwässerte Gewinn je Aktie auf 4,81 USD kletterte. Positiv fiel insbesondere auf, dass das Cloud-Geschäft weiter stark wuchs: Der Umsatz von Microsoft Cloud erreichte 59,3 Mrd. USD, und Azure legte im Quartal um 43 % zu. Zudem überschritten die Azure-Erlöse im Gesamtgeschäftsjahr erstmals die Marke von 100 Mrd. USD. Die Aktie legte im Anschluss um rund 15 % zu.
Meta berichtete über ein umsatzseitig starkes, auf Ergebnisebene aber gemischtes zweites Quartal. Der Umsatz stieg auf 60,8 Mrd. USD und lag damit 28 % über dem Vorjahr sowie über den Erwartungen. Rückenwind kam vor allem aus dem Werbegeschäft, das laut Management von KI-gestützten Empfehlungen und einer besseren Monetarisierung profitierte. So stiegen die Ad Impressions um 14 %, während der durchschnittliche Preis pro Anzeige um 12 % zulegte. Gleichzeitig nahmen die Kosten jedoch deutlich zu: Die gesamten Aufwendungen stiegen auf 42,0 Mrd. USD und lagen damit 55 % über dem Vorjahr, während die Investitionen in Infrastruktur und Rechenzentren mit 31,1 Mrd. USD erneut sehr hoch ausfielen. Der ausgewiesene verwässerte Gewinn je Aktie sank auf 6,18 USD, auch wenn bereinigt ein robusteres Bild erkennbar war. Dadurch fiel die Aktie um rund 11 %.
Das war es auch schon mit dem Wochenrückblick. Sie interessieren sich neben interessanten News über den Kapitalmarkt auch für Technische Analyse? Dann schauen Sie doch auf unserem Instagram-Kanal vorbei. Dort veröffentlichen wir regelmäßig Ausgaben von „Jörgs Chartschule“.
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