23 Juni 2017

Ölpreis: Bullen- oder Bärenmarkt? – Das müssen Anleger wissen!

Der Ölpreis ist in den vergangenen Monaten kräftig gesunken. Selbst die zuletzt positiven Nachrichten wie etwa der zweite wöchentliche Rückgang der US-Produktion in Folge, konnten keine Erholung auslösen. Stehen weitere Korrekturen an?
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Nach einem Kursrückgang um 20 Prozent gegenüber dem Februar-Hoch befindet sich der Ölpreis nun weiter unter Druck. Investoren befürchten, dass die robuste Ölförderung in den USA die Produktionskürzungen der OPEC-Mitglieder weiter konterkariert, weshalb die weltweit sehr hohen Lagervorräte nur langsam abgebaut werden. Der Branchenverband International Energy Agency (IEA) geht davon aus, dass die Vorräte in den OECD-Ländern um 292 Mio. Barrel über dem Fünf-Jahres-Schnitt liegen. Zwar sind die US-Öllagervorräte in den vergangenen beiden Handelswochen etwas stärker als erwartet gesunken, allerdings liegen sie um rund 100 Mio. Barrel über dem Fünf-Jahres-Schnitt. Gleichzeitig ist die US-Ölförderung mit 9,33 Mio. Barrel pro Tag auf ein Zwei-Jahres-Hoch gestiegen, während die dortigen Firmen die 22. Woche in Folge neue Bohrtürme in Betrieb genommen haben. Derzeit liegen sie bei knapp 750, das ist eine Steigerung von mehr als 100 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt.

Neben der zunehmenden Ölproduktion in den USA drücken noch etliche andere Faktoren auf den Preis. So ist die Produktion in Libyen mit 900.000 Barrel pro Tag auf ein Vier-Jahres-Hoch angewachsen. Dem Ölpreis hat auch nicht der Versuch des iranischen Ölministers Bijan Namdar Zanganeh geholfen, den Ölpreis nach oben zu beeinflussen. Er stemmt sich gegen den Preisverfall und sagte, dass das Land mit anderen OPEC-Mitgliedern in Gesprächen sei, um die bis Ende März 2018 laufende Kürzung der Förderung auszuweiten.


Produktideen: Faktor-Zertifikat auf HSBC Brent Crude Future Faktor 12 Long Index (Jun17)

Markterwartung Maßgeblicher Future-Kontrakt Produktart Hebelfaktor WKN
Steigende Kurse Brent Crude Future (Kontrakt Aug 17) Long 12 TD99CF
Fallende Kurse Brent Crude Future (Kontrakt Aug 17) Short 12 TD99CJ

Stand: 23.06.2017 – 11:21 Uhr

Produktbeschreibung finden Sie hier

Rückblickend haben sich Royal Dutch Shell, Total und Exxon Mobil gut entwickelt, die ihre hohen Dividenden zuletzt wieder aus dem freien Cash Flow bezahlen konnten. Doch die Perspektiven für den Ölsektor haben sich durch den aktuellen Ölpreisverfall deutlich eingetrübt, weshalb die Aktien der Ölmultis, etwa von Royal Dutch Shell und Total, jeweils auf das Niveau von Ende November 2016 gesunken sind. Von umso größerer Bedeutung sind daher die weiteren Maßnahmen der OPEC und ob sich der Ölpreis stabilisieren kann.

 

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