16 Juli 2018

Gold tanzt mit Bleifüßen

Der Goldpreis bewegt sich weiterhin mit Bleifüßen und fiel am Freitag auf den niedrigsten Stand seit fast einem Jahr. Das war gleichzeitig der vierte Wochenverlust in den vergangenen fünf Wochen. Das Edelmetall konnte auch nicht vom zunehmenden Handelsstreit zwischen den USA und dem Rest der Welt profitieren. Derzeit scheinen nicht nur Risikofaktoren außer Acht gelassen zu werden.
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Der Start in die neue Handelswoche konnte den Goldpreis nicht beflügeln. Er notiert leicht tiefer, bei rund 1.240 USD je Feinunze. Der Dollar bleibt robust und setzt dem Edelmetall zu. Da Gold in Dollar notiert, wird das Edelmetall tendenziell teurer, wenn der Greenback steigt. Abzulesen ist die jüngste Dollarstärke u.a. an den US-Terminmarktpositionen. Spekulative Anleger haben ihre Euro-Long-Positionen, mit denen sie auf einen steigenden Euro, beziehungsweise fallenden Dollar gesetzt haben, in den vergangenen Wochen immer stärker abgebaut und damit den Greenback gestützt. Die Goldnachfrage kommt nicht in Schwung, auch weil die US-Wirtschaft weiterhin floriert und die Fed keinen Grund für ein Abweichen vom aktuellen Zinserhöhungskurs sieht.

 

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Negativer Realzins stützt Gold kaum

Die Verteuerung ist in den USA kräftig gestiegen und liegt nun so hoch wie vor fast sieben Jahren - bei fast drei Prozent. Die Realrendite, also der Zinsertrag von Anleiherenditen nach Abzug der Inflation, ist dadurch weiter gesunken. Negative Realzinsen bis in den Laufzeitenbereich von zehn Jahren lassen Gold üblicherweise attraktiv erscheinen. Durch die sinkenden Zinserträge wird der Zinsnachteil von Gold geringer.

 

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