09 November 2018

Deutsche Telekom und Orange auf Klettertour

Bei der Deutschen Telekom haben die jüngsten Unternehmensergebnisse für eine positive Stimmung gesorgt und auch Orange weiß zu überzeugen. Spannend wird nun die Vergabe der neuen Mobilfunklizenzen. Die Auktionspläne dafür werden Ende November bekannt gegeben.
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16.11.2018 | 12:00
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Bei den lange Jahre leidgeprüften Aktionären der Deutschen Telekom keimt zusehends Hoffnung auf. Zuletzt ist das Papier in die Nähe des Zehn-Monats-Hochs gestiegen, was einem Börsenwert von rund 70 Mrd. Euro entspricht. Der Telekomriese hat Investoren einmal mehr mit den Ergebnissen überzeugt. Im dritten Quartal ist der Umsatz um 4,7 Prozent auf 19,1 Mrd. Euro gestiegen. Der bereinigte operative Gewinn legte um 8,5 Prozent auf 6,2 Mrd. Euro zu.

Zur guten Geschäftsentwicklung trugen neben dem florierenden Geschäft bei T-Mobile US auch andere Bereiche bei. So sind die Umsätze mit Mobilfunkleistungen in Deutschland um 3,1 Prozent geklettert, zudem hat die schwächelnde Großkundensparte T-Systems ein leichtes Erlösplus verbucht.


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Deutsche Telekom


Prognose wieder angehoben

Vorstandschef Tim Höttges hat die Prognose für den bereinigten operativen Gewinn für 2018 um 0,2 Mrd. auf 23,6 Mrd. Euro angehoben. Das war die dritte Erhöhung in diesem Jahr. „Es geht in allen Bereichen des Konzerns bergauf“, sagte Höttges. „Wir schaffen es deshalb, die Latte wieder ein Stückchen höher zu legen“, so der Firmenchef. Gleichzeitig soll der Cashflow, an den die Dividende gekoppelt ist, etwas stärker sprudeln als bislang geplant. Dennoch hat Höttges den Dividendenvorschlag von 0,70 Euro je Aktie für das laufende Jahr bestätigt. Das entspricht einer Rendite von 4,8 Prozent. Allerdings warnte der Vorstandschef vor den möglichen Bedingungen bei der Lizenzvergabe für den neuen 5G-Mobilfunkstandard. Von ihnen hänge es ab, ob sich der Aufbau neuer Netze für die Telekom rechne. Die Bundesnetzagentur will Ende November die Auktionspläne bekanntgeben.


Orange bekommt Preisdruck zu spüren

Der französische Wettbewerber Orange (ehemals France Télécom) hat mit deutlichem Wettbewerbsdruck auf dem Heimatmarkt und in Spanien zu kämpfen, was auf das Umsatzwachstum drückt. In einem Umfeld, in dem die Konkurrenten heftige Preisnachlässe gewährt hatten, ist der Erlös von Orange im dritten Quartal um lediglich 0,6 Prozent auf 10,3 Mrd. Euro geklettert. „Dieses Spiel muss eines Tages aufhören“, sagte Finanzchef Ramon Fernandez. Wettbewerber, wie Iliad, Altice Europe und Bouygues Telecom, versuchen in Frankreich mit aggressiven Preisen Marktanteile im Breitbandmarkt zu gewinnen. Dennoch habe Orange sowohl im Festnetz- als auch im Mobilfunkbereich Kunden in Frankreich gewonnen, das sei das sechste Quartal in Folge mit Wachstum. Gleichzeitig investiert das Unternehmen kräftig, um die Netze aufzurüsten. Fernandez bekräftigte die Jahresprognose.


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Während der französische Aktienmarkt gemessen am CAC40® im Oktober eingebrochen war, ist die Orange-Aktie zuletzt auf Drei-Monats-Hochs geklettert. Damit liegt der Börsenwert bei fast 40 Mrd. Euro. Investoren warten auf den 13. November. An dem Tag gibt Wettbewerber Vodafone die Ergebnisse bekannt und will Investoren über seine Strategie informieren. Nachdem die Aktie auf das Niveau von Juni 2010 eingebrochen ist, liegt die Marktkapitalisierung bei nur noch 39,5 britischen Pfund (44,2 Mrd. Euro).

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