Neue Allianzen
Zuletzt gab es allerdings auch gute Nachrichten für die Unternehmen, treiben doch einige von ihnen den Konzentrationsprozess in der Branche voran, wodurch der hohe Wettbewerbsdruck weiter abnehmen könnte. So hat die Gesellschaft IAG, die Mutter von British Airways, einen Anteil von 4,6 Prozent an Norwegian Air erworben und gesagt, sie denke über ein Übernahmeangebot für den Billigflieger nach. Er hatte mit neuen, spritsparenden Maschinen bei Langstreckenflügen angegriffen und zuletzt gerade die IAG-Domäne London und Lateinamerika ins Visier genommen.
Beim Konsolidierungskurs in der Branche will auch die Deutsche Lufthansa weiterhin ein Wörtchen mitreden. Die Regierung in Rom hat bekannt gegeben, dass die deutsche Fluggesellschaft das beste Angebot für die marode Fluglinie Alitalia abgegeben habe. Interesse an Alitalia hat allerdings auch ein Konsortium um den Billigflieger Easyjet bekundet.
Optimistischer Branchenverband
Recht optimistisch blickt auch der weltweite Branchenverband International Air Transport Association (IATA) in die Zukunft. Demnach soll die Zahl der Passagiere in diesem Jahr um sechs Prozent auf 4,3 Mrd. steigen, während das transportierte Frachtvolumen um 4,5 Prozent zulegen soll. Dabei würden die Unternehmen bei einem knapp zehnprozentigen Umsatzanstieg, auf umgerechnet 824 Mrd. Dollar, ihre Gewinne um 11,3 Prozent auf 38,4 Mrd. Dollar verbessern. Das wäre das vierte Jahr in Folge, in dem der Sektor schwarze Zahlen schreibt. Die Gesellschaften aus Nordamerika sollen ihre Profite auf 16,4 Mrd. Dollar steigern, womit sie den Markt weiterhin klar vor Europa mit einem Zuwachs auf 11,5 Mrd. Dollar dominieren. Das Wachstum der Branche soll noch lange anhalten. Bis 2036 werde die Zahl der Passagiere laut IATA auf 7,8 Mrd. steigen, was einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 3,6 Prozent entspricht.
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